Das Vaterspiel

 A/D/F 2008
Literaturverfilmung 27.11.2009 ab 16 117 min.
6.00
Das Vaterspiel

Drei Familiengeschichten, die über Raum und Zeit hinweg schicksalhaft verbunden sind, nach Josef Haslingers gleichnamigem Roman.

Aus heiterem Himmel ein Anruf, am anderen Ende eine Stimme aus lang vergangenen Tagen: Mimi (Sabine Timoteo). Sie will, dass ihr Studienfreund Ratz (Helmut Köpping) nach New York kommt, gleich am nächsten Tag, weil sie seine Hilfe braucht. Für Mimi war Ratz immer bereit, vieles zu tun, und in Wien macht ihm sowieso einiges zu schaffen: Der übermächtige Vater (Christian Tramitz), die inzestuös angehauchte Liebe zu seiner Schwester (Franziska Weisz) und sein autistisches Dasein vor dem Computer. Das alles hinter sich zu lassen, wäre gar nicht so schlecht, und in Amerika kann Ratz vielleicht auch das Computerspiel gewinnbringend verkaufen, an dem er seit Jahren tüftelt. Doch auch in New York muss er sich bald unangenehmen Fragen stellen: Wie soll er sich zu der Nazivergangenheit des alten Mannes stellen, dessen Kellerversteck er ausbauen soll? Wie echt sind Mimis Gefühle, und wie schuldig macht man sich mit virtuellen Morden am eigenen Vater? Und dann gibt es noch einen Mann (Ulrich Tukur), der in einem sachlichen Büro ein lange zurückliegendes Verbrechen zu Protokoll gibt.

Der 1999 erschienene Roman von Josef Haslinger rührt an einer Fülle komplexer Fragen über die Abgründe vertrackter Familienbeziehungen, über die Verarbeitung des Nationalsozialismus, über Gewalt in Computerspielen.

Details

Helmut Köpping, Ulrich Tukur, Christian Tramitz, Samuel Finzi, Michou Friesz, Franziska Weisz u.a.
Michael Glawogger
Olga Neuwirth
Attila Boa
Michael Glawogger
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ab 16

Kritiken

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User Kritiken

  • Vaterkomplex?
    Mir hat der Film überhaupt nicht gefallen und ich weiss gar nicht was ich schreiben soll, angesichts der Unmenge an Ungereimtheiten...

    Weil das Ganze "Vaterspiel", in Bezug auf Helmut Kramers' Computerspiel heißt, möcht ich dazu ein paar Fragen stellen:

    Wo kommt der Hass her?

    Helmut Kramer spricht seinen Unmut, im Taxi offen aus: "Warum zwingst du mich immer Dinge zu tun, die ich nicht tun will", sagt er und das soll dann der Beweggrund dafür sein, seinen Vater gleich tausendfach zu ermorden? Sehen wir im Film irgendetwas zu dem der Vater den Sohn zwingen würde? Eigentlich nicht. Da frag ich mich: Ist man jetzt ein schlechter Vater, weil man keinen Joint mit seinem Sohn rauchen will, oder nicht um den Schlaf gebracht werden möchte?