Der junge Freud

Österreich, 1976

FilmBiografie

Geschichte über das Entstehen der Psychoanalyse

Juni 1938. Sigmund Freud, 82 Jahre alt, sitzt im Zug. Er muss Wien verlassen und befindet sich auf dem Weg in die Emigration nach England. Die Off-Stimme kommentiert: »Von allen weisen Männern seiner Zeit ist Freud in diesem Moment der ungeliebteste, wahrscheinlich auch von sich selbst.« Historische Fotos durchlaufen die biografische Spanne von Gesichtern des alten Freud hin zum jungen Mann. Die archäologische Arbeit beginnt.

DER JUNGE FREUD unternimmt ein geistiges Abenteuer, eine Spekulation, die sich aus genauer Beobachtung und der Kenntnis von Freuds Schriften nährt. Erzählt wird eine Geschichte, die ohne Freuds Willen zum Wissen und dessen Fähigkeit der nüchternen Selbstbefragung undenkbar wäre. Freud hört zu, diskutiert mit Freunden und Kollegen, studiert, wägt Fallstudien ab, fährt zu Forschungen nach Paris. Ein Interviewer unterbricht mehrfach die Handlung und befragt den jungen Freud, der bereits die Erfahrungen und Kenntnisse des alten Mannes besitzt. Die letzte Intervention beinhaltet auch die Frage, was nun bliebe. Freud: »Mit der Wahrheit leben, sinnlos leben. Dazu gehört auch ein Mut«.

(Text: Filmarchiv Austria)

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  • Schauspieler:Karlheinz Hackl, Sylvia Haider, Brigitte Swoboda, Guido Wieland, Karl Merkatz

  • Regie:Axel Corti

  • Autor:Georg Stefan Troller

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