Der schönste Tag in meinem Leben

 Italien 2002

Il piu bel giorno della mia vita

Drama 10.06.2005 102 min.
film.at poster

Cristina Comencini, die Tochter von Regisseur Luigi Comencini, legt ein einfühlsames Porträt einer italienischen Familie vor.

Durch die unbestechlichen Augen eines Kindes gesehen entfaltet sich das Bild einer italienischen Familie über drei Generationen. Die Grossmutter Irene (Virna Lisi), ist eine noch sehr jugendliche ältere Dame, die allein in ihrer alten Villa voller Erinnerungen lebt. Für sie sind die Familienzusammenkünfte das Ein und Alles. Die brüchige Fassade wird von Irenes kleiner Enkelin Chiara genaustens registriert. Mit der Videokamera, die sie zur ersten Kommunion geschenkt bekommt, spürt sie dem familiären Reigen von Desorientierung, Geheimnissen und Sehnsüchten nach.

Mit einer gelungenen Mischung von Humor und Tiefgang ist diese zartbittere Komödie etwas vom erfrischendsten, das uns in diesem Jahr aus Italien erreicht.

Details

Virna Lisi, Sandra Ceccarelli, Luigi Lo Cascio, Margherita Buy u. a.
Cristina Comencini
Franco Piersanti
Cristina Comencini, Lucilla Schiaffino, Giulia Calenda
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wie das Leben so spielt
    Virna Lisi, die große alte Dame des klassischen italienischen Films versucht ihren Familienclan zusammenzuhalten. Er besteht aus ihren drei Kindern, die wiederum zum Teil selbst Kinder haben. Typische, gut gewählte Beispiele: die Alleinerziehende mit dem fast volljährigen Sohn, das Ehepaar, bei dem sich die Frau nicht zwischen Ehemann und Liebhaber entscheiden kann und der jüngste Spross ist schwul. Es ist ein interessantes und lebhaftes Spiegelbild unserer Gesellschaft, wobei fast alle Aspekte erwähnt werden, die in unserem heutigen Leben so vorkommen können: Erwachsenwerden mit der erwachenden Sexualität, das Telefon als Einsamkeitskiller oder Eheprobleme.
    Die Körperlichkeit steht dabei stets im Mittelpunkt von der symbolischen Kopulation von Hunden bis zu der Erkenntnis, der alten Dame, die feststellen muss, dass sie gar nicht stattgefunden hat. Ein pralles Kaleidoskop, in dem jeder für sich eigene Erfahrungen wiederfinden kann. Interessant und ungewöhnlich sind drei Dinge: das titelgebende Ereignis, die Erstkommunionfeier, steht am Ende des Films, die clever gemachten Überblendungen verwischen für den Beteiligten die Grenze zwischen Realität und Wunschdenken und überraschen bisweilen den Zuschauer und Regisseurin Cristina Comencini gelingt das alles völlig unaufdringlich darzustellen, fast wie im richtigen Leben.