Susan... verzweifelt gesucht

 USA 1985

Desperately seeking Susan

Romanze, Komödie 104 min.
5.80
Susan... verzweifelt gesucht

Müsste man das viel zitierte New Yorker Lebensgefühl der 80er Jahre beschreiben, es gäbe keine bessere und keine unterhaltsamere Illustration als diesen Film.

Die gelangweilte Hausfrau Roberta Glass (Rosanna Arquette) vertreibt sich die Zeit mit dem Lesen von Kontaktanzeigen. Ihr Mann Gary (Mark Blum) ist Geschäftsmann und hat keine Zeit für seine Angetraute. Weil ihr Göttergatte so stinklangweilig ist, stellt sich Roberta des öfteren vor, tatsächlich auf der Suche nach einem neuen Partner zu sein und malt sich die wildesten Geschichten hinter den anonymen Anzeigen aus.

Eine Annonce, in der ein gewisser Jim «verzweifelt nach Susan» sucht, ist ihr dabei schon häufiger aufgefallen. Die macht sie ganz neugierig. Und tatsächlich kann sie eines Tages Jim (Robert Joy) und Susan (Madonna) bei einem Treffen beobachten: Susan ist so ganz anders als Roberta: extrovertiert, ausgeflippt und sorglos keine Spur von geregeltem Leben. All dies fasziniert Roberta sehr. Und als Susan in einem Second-Hand-Laden ihre Jacke gegen ein Paar Stiefel eintauscht, muss sie diese Jacke, die ein auffälliges Symbol auf dem Rücken trägt, für sich kaufen. Was Roberta allerdings nicht weiß: In der Jacke befindet sich der Schlüssel für ein Schließfach, und Susan wird nicht nur von ihrem Freund Jim ganz verzweifelt gesucht, sondern auch von einem Mafiakiller.

Mit ihrem Coup, die noch ziemlich unbekannte Prä-MTV-Madonna als flippige Susan zu besetzen, mit Rosanna Arquette, die durch Desperately Seeking Susan zum Star wurde, und mit zahllosen Vertretern der einschlägigen Szene in Klein- und Kleinstrollen gelang Susan Seidelman ein Instant-Klassiker. (Robert Harmon)

Details

Rosanna Arquette, Madonna, Aidan Quinn, Mark Blum, Robert Joy, Laurie Metcalf, Anna Levine, Will Patton, Peter Maloney, John Turturro, Giancarlo Esposito
Susan Seidelman
Thomas Newman
Ed Lachman
Leora Barish
MGM United Artists

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Suchanzeige
    Größtenteils ist es eine Verfolgungsjagd mit vielen Verwechslungen, eine Schnitzeljagd per Annonce. Madonna spielt sich selber, Rosanna Arquette die gefrustete Ehefrau, die aus dem goldenen Käfig raus will. Im Verlauf wird die Suche nach Susan und ihrer vermeintlichen Doppelgängerin etwas unübersichtlich, wenn beide die Rollen tauschen. Da kommt ein Kunstraub etwas unter die Räder und im allgemeinen Finale geht fast unter, dass Rosanna nicht wieder zum Ehemann zurückgeht.
    Einzig die Atmo und der Zeitgeist sind gut eingefangen – auch dank Madonna. Ihre Fans lieben den Streifen. Man lebt in WGs, kifft und beklaut sich mehr oder weniger unabsichtlich gegenseitig. Die Discos haben psychodelische Farben und die Musik ist noch ziemlich verhalten in ihrer Lautstärke.
    Es gibt wenig zu lachen bei diesem Abtauchen in die Subkultur der 80er Jahre. Aber bereits damals waren Klamotten schon ein Markenzeichen dafür wer oder was ‘In‘ bzw. ‘Out‘ war. Hier ist es eine Jacke von Jimmy Hendrix. Man kann sich das Ganze anschauen wie ein Bilderbuch aus der guten alten Zeit. Ganz nett, ohne bemerkenswert zu sein, aber verdammt lang her!