Die Vermessung der Welt

 D 2012
Literaturverfilmung, Abenteuer, Tragikomödie 25.10.2012 ab 10 124 min.
5.70
Die Vermessung der Welt

In der Verfilmung von Daniel Kehlmanns Weltbestseller verbinden sich zwei Leben zu einer Geschichte über Leidenschaft, Einsamkeit, Liebe und Fortschritt.

Eine einfallsreiche Komödie über Alexander von Humboldt, der auszieht die Welt zu vermessen und Carl Friedrich Gauß, der es vorzieht zu Hause zu bleiben, um sie zu berechnen. Zwei Arten die Welt zu erfahren und zu verstehen.

Schon die Kindheit der weltbekannten Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß trennt die beiden: Während Humboldt aus einer Adelsfamilie stammt und Privatunterricht erhält, wächst Gauß in prekären Verhältnissen auf. Doch das mathematische Genie des kleinen Jungen bleibt nicht unerkannt, und der Herzog von Braunschweig fördert ihn mit einem Stipendium. Auch der kleine Alexander - weniger genial veranlagt als Gauß, aber aufgeweckt und voller Entdeckungsfreude - kommt in den Genuss der herzoglichen Zuwendungen. Beide Kinder werden die Welt entdecken, doch unter höchst unterschiedlichen Vorzeichen. Was die beiden Männer verbindet, ist die grenzenlose Neugier.

Details

Florian David Fitz, Albrecht Abraham Schuch, Jérémy Kapone, David Kross, Vicky Krieps, Karl Markovics u.a.
Detlev Buck
Enis Rotthoff
Slawomir Idziak
Detlev Buck, Daniel Kehlmann, Daniel Nocke
Filmladen
ab 10

Kritiken

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User Kritiken

  • Zwei Genies
    Das ist bisher der beste Film von Detlev Buck. Es hat den Bestseller von Daniel Kehlmann sehr gut umgesetzt. Und der hatte ja wohl die geniale Idee, das Leben von zwei Genies parallel zueinander laufen zu lassen: den Mathematiker Gauß (Florian David Fitz) und den Entdecker Humboldt (Albrecht Abraham Schuch). So erscheint der Titel sowohl ein mathematisches als auch ein geographisches Phänomen zu umfassen. Was hierbei besonders gelungen ist, ist den Gegensatz der beiden Menschen zu zeigen, die Abwechslung ihrer Lebensinhalte und letztlich das, was sie als Genie verbunden hat, das Gemeinsame. An der Seite von Gauß beeindruckt vor allem seine Frau Johanna (Vicky Krieps) blitzgescheit und sexy! Am Ende treffen sich zwei alte, schrullige Käuze, die ihren Genius mit der gebrechlichen Realität überdecken.
    So ganz kann Buck die humoristische Ecke nicht verlassen. Der Film lebt von den grotesken Situationen und dem skurrilen Humor. Manche Szenen wie die beim Zahnarzt oder das Schröpfköpfen sind grenzwertig. Dazu gibt es noch Animationen und sogar eine Prise Sex. Auch Tiermotive tauchen immer wieder auf. Da Kehlmann am Drehbuch mitgearbeitet hat hören wir erbauliche Sätze wie ‘Man kann nur verstanden werden durch die wahre Liebe oder die reine Vernunft‘ oder ‘Forschung ist Bewegung, die nie zu einem Ende kommt‘. Am Ende heißt es lapidar ‘Humboldt wurde der berühmteste Forscher des Planeten, Gauß wurde alt‘.
    Der Epilog mit dem Abenteuer des Gaußsohnes Eugen (David Kross) verwässert die Story etwas, auch wenn Detlev Buck ein Cameo hat. Beinahe ein ganz großer Film von internationalem Format.

  • zu ruhig - 1
    Ich kann verstehen dass man aus Neugierde gefährliche Gegenden sich anschaut, nur habe ich da immer eine Frage und ein Bedenken, bekommen die Leute nie Ischias? Hexenschuss? Magendarmgrippe, Zahnschmerzen, Knieprobleme, Osteoporose Schmerzen, Wirbelsäulenverrenkungen, haben die Leute keine Malaria, TBC, Rachenschmerzen, Halsschmerzen, Migräneattacken? Ich weiß nicht, keine Ahnung wie solche Leute so ein Leben durchhalten, jedenfalls habe ich mich anfangs gefreut den Film zu sehen, alleine schon wegen der tollen Gegend, wo mir oft im Film vorkam, ja sitze ich denn in einer Discovery Channel Doku über den Planeten?

    115 Minuten und 10 Millionen € später kann ich 'ne Filmkritik schreiben.

    Wer war Alexander Humboldt und Carl Friedrich Gauß denn nun wirklich?

    An der Westküste von Südamerika gibt es 'ne kalte Meeresströmung, den Humboldtstrom, der wurde nach ihm benannt, ich schätze wenn der der am 14.9.1769 in Berlin geborene ALEX das heute gewusst hätte, er hätte sich sehr gefreut. Sein PAPA war ein Preußischer Offizier, der hat im 7 Jährigen Krieg 'ne Menge an guter Ideen gehabt, ein paar Leute gerettet, der Krieg war von 1756 – 1763 ,und er wurde Kammerherr, und so hat dann die reiche Witwe Marie Elizabeth Holwede geheiratet, die aus einer Hugenottenfamilie stammte. Und er und sein Bruder Wilhelm wuchsen dann auf dem Schloss Tegel auf.

    Gelebt haben sie mit Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, den im Film MICHAEL Maertens spielt, irgendwie spielt er den so richtig kabarettistisch, eigentlich ein unbekannter Schauspieler, aber er spielt den so richtig nett, blöd, fett, adelig, ja ein Arsch halt aber irgendwie lustig und nett.

    Der PAPA von ALEX starb dann 1779, und nur die Mutter Elizabeth, die wird gespielt von Sunnyi Melles, die man vom Namen her nicht kennt, aber die ein sehr interessantes Gesicht hat, ja die schickt die 2 Söhne an die Viadrina nach Frankfurt an der Order, das ist so 'ne Schule gewesen für Super Genies, und ALEX war ja damals schon ein intelligenter Kerl.

    Es gibt da so 'ne Szene im Film wo der 2. Hauptdarsteller als Kind, also der CARL FRIEDRICH GAUSS ihn sieht, und ihn grüßt, und viele Jahre später sehen sie sich wieder, aber das ist etwas für den Film, zurück zu ALEX.

    ALEX war ein Genie damals schon, das Altertum hat ihn interessiert wie Medizin Physik und Mathematik, nur die Mathe nicht so sehr wie seinem Freund CARL, der ja ein Mathe Genie war, ein Einstein kann man sagen damals schon, und Humboldt hatte damals einen, ich würde sagen, krankhaften Hang zur Neugierde und zur Bewältigung dessen. Also er war krankhaft neugierig, wollte alles entdecken und kannte keine Grenzen, ja klar dass er als Kind nie so richtig Freunde hatte.

    Nur war er nicht so Arm wie sein späterer Freund oder wie man dazu sagt, der CARL.

    Der wurde wiederum am 30.4.1777 geboren und starb am 23.2.1855 und war ein Mathematik Genie, schon als Kind fiel er auf wie er eine Rechenaufgabe sehr gut gelöst hat, indem er einfach nachgedacht hat. Er entdeckte im damaligen Knabenalter von 18 Jahren, die moderne Ausgleichsrechnung und die mathematischen Statistik worauf auch die Alters und Sterbestatistik später zurück ging, er war stets besessen von Zahlen und selbst dann als er geheiratet hat, da war so 'ne witzige Szene im Film wo er in der Hochzeitsnacht was nachrechnen mußte, bevor er seine Frau ausgezogen hat, um die Kosmologie zu erleichtern.

    Geheiratet hat er ja später JOHANNA GAUSS im Film die anfangs ja nicht wollte, weil sie Bedenken hatte das er sie nicht ernähren konnte, was dem CARL aber egal war, weil er von sich so überzeugt war, da er intelligent war und ein intelligenter Mensch kann einfach alles.

    hätte mir mehr erwartet - 5
    Humboldt war dann in Paris, ist dort geblieben hat sein ganzes Geld ausgegeben damit er alles auswertet was er entdeckt hat, er hat 34 Bücher geschrieben in Französischer Sprache, er kam 1827 n ach Berlin zurück, hat dort Vorlesungen gehalten, und die Universität gegründet. Die gibt es noch heute. Der russische Zar hat ihn 1829 eingeladen, das war auch nicht zu sehen, man hörte nur am Ende vom Film was er entdeckt hat, oft sieht man super Bilder aber das war es auch schon, leider muss ich sagen.

    Er war im Ural, hat Sibirien entdeckt, reiste bis nach China, der Zar wollte ja Bodenschätze haben aber er hat nichts gebracht der ALEXANDER, der russische Geheimdienst hat damals den ALEXANDER schon beobachtet ja witzig, er legte 15.000 Km in einem halben Jahr zurück und das mit Kutschen, ich frage mich wie das geht das ihm nicht schlecht wurde, und er hat noch 5 Bände geschrieben glaube ich und zwar über den Kosmos.

    1848 hat er auch mit der Französische Revolution sich auseinandergesetzt, die er gemocht hat. Im Film sieht man was vom Krieg, ja da ist Carl dabei, irgendwie fehlt was dem Film ich weiß nicht, ich muss nicht sagen er ist langweilig, aber als am 6.5.1859 Humboldt mit fast 90 stirbt in Berlin, entging der Welt das wohl größte Genie der Zeit, ja leider. So viel wurde nach ihm benannt, und so wenig sah man im Film.

    Was im Film fehlt, GAUSS z.B. hat 30 Sachen erfunden, 30 Sachen tragen noch dazu seinen Namen, er bekam 30 – 50 Preise, er war ein Genie, das nur von Edison übertroffen wurde aber das alles sieht man nicht im Film. Hingegen sieht man 'ne nette Story, die mit Komödie und Lokalkolorit verbunden ist aber das ist mir zu wenig, ich hätte mir mehr gewünscht, so bleibt einfach ein guter Film aber kein super toller Film, leider, aber 79 von 100 Punkten bekommt er trotzdem.

    zu viele Wendungen - 4
    ALEXANDER ist ja in der Zwischenzeit in Venezuela gelandet, leider sieht man im Film nicht wo aber er ist dort gelandet ja war 'ne lange Fahrt, wie lange die am Schiff waren weiß ich nicht aber er ist im Film wie in echt auch besorgt das seinen Instrumenten nichts passiert.

    4 Monate ist gereist ,er will den Orinoko Fluss entdecken und die Verbindung zum Amazonas sichern ja ein Kampf gegen Windmühlen überhaupt in einem Land wo es gefährliche Tiere und Krankheiten gibt man muss sich das mal vorstellen so ein Pionier zu sein, du hast nichts, du hast 0 Medizin und weißt nicht wo du bist und machst weiter, das ist schon arg, dass die Leute keine Angst haben das kann ich nicht verstehen und auch hätte ich gerne gewusst wo die hin geschissen haben, im Film muss keiner Pissen oder scheißen oder kotzen.

    2.775 Km sind die den Fluss entlang gefahren ja das ist 'ne lange Fahrt, schon arg irgendwie, dann hat er die Anden überquert am 6.1.1802 in Quito man sieht da nur 'ne kleine Szene, ja die haben damals wenig Gewand gehabt keiner wurde krank und ich hätte gerne gewusst wie die, die Höhe gemessen haben mit den primitiven Hilfsmitteln, ja das sieht man auch nicht, leider da hat der Film auch einen Fehler gemacht oder was versäumt.

    Am 6.310 Meter hohen Chimborazo waren sie auch ,ja das ist arg, Bei 5.700 Meter haben sie eh abgebrochen, aber das war im Film nicht zu sehen, man glaubte damals das ist ein Weltrekord. Himalaya war damals unbekannt glaube ich.

    Sie lebten damals in Mexiko, während Carl in der Zwischenzeit die Johanna Elisabeth Rosina Osthoff geheiratet hat, die von 1780 – 1809 lebte, und er hatte 3 Kinder, im Film war ein Eugen zu sehen und zu hören den ja David Kross spielt, das war das Kind von Minna, die Friederica Wilhelmine Waldeck (genannt Minna, die hat er geheiratet als seine 1. Frau an der Geburt starb wo er dabei war, ja das war 'ne gute Szene, da konnte man gut nachfühlen nur solche Szenen sind im Film selten zu sehr ist der Film auf Schnelligkeit bedacht, zu sehr will er das Leben von 2 Genies durchpeitschen. Die Musik oft hilft dem Film zu vergessen was man eigentlich hätte sehen wollen.

    Carl der lange unter Depressionen litt hatte von seiner 1. Frau 2 Kinder, das 3. Starb, von seiner 2. Frau hatte er 3 Kinder, Minna starb später an TBC, das war 1831.

    Was auch im Film gut gekommen wäre ist das ALEXANDER den US-Präsident Thomas Jefferson getroffen hat, ja das wär sicher cool gewesen.

    9.560 Km haben die in Südamerika zurückgelegt, diese Info hätte ich gerne im Film gehabt, stattdessen sieht man Streitgespräche mit Bonpland dem Franzosen das ist nett und zuweilen lustig aber irgendwie geht das am Film vorbei oder an der Story. Leider.

    Humboldt sammelte 60.000 Pflanzen und hat 6.300 bestimmt die noch nie wer entdeckt hat, er hat Mumien mitgenommen, tote Tiere, er hat vor nichts Ekel gehabt ja unglaublich. Er hat da Magnetfeld bemessen und das mit den damaligen Kenntnissen ja irre, da hätte ich auch mehr gewusst, so blieben solche Errungenschaften nur kurze Erzählungen im Film.

    Was im Film aufgefallen ist, die Mutter von Carl, die wurde sehr alt, ja 95 Jahre, 1839 ist sie ja gestorben und im Film sieht man sie nur humpeln mit Schmerzen, ich frage mich immer wie die Leute das damals ausgehalten haben so viel Entbehrungen und trotzdem älter als 20 zu werden und nicht krank zu sein, für mich ein Wunder.

    1855 ist ja Carl gestorben ja da war er schon alt, senil auch fast ein bisschen, übrigens weil er ja so berühmt ist, sein Gehirn wurde entnommen und ist separat, in Formalin konserviert, in der Abteilung für Ethik und Geschichte der Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen.

    Gute Landschaft aber wirr - 3
    Schmerzmittel wie heute gab es ja damals in Europa nicht, sondern eher im Dschungel wo leider, wie man sieht, auch die Jesuiten geherrscht haben was mir im Film „Mission“ besser gefallen hat mit deNiro, aber das ist ein anderes Thema, also dieses Gift aus eingedickten Extrakten von Rinden und Blättern verschiedener südamerikanischer Lianen Arten kann man in die Blutbahn injizieren und es tötet oder trinken und dir wird schlecht und da war so 'ne Szene als Carl das saufen wollte und dachte er müsse Sterben gerade in dem Moment macht ihm JOHANNA den Heiratsantrag oder sie sagt einfach ja was sie vorher nicht tat, ja das war 'ne witzige Szene und von solchen Witzigen Szenen könnte ich mehr erzählen aber die sind zu unbedeutend, weil der Film der seinen roten Faden oft verliert sich hier im Bereich Komödie nur selten aufhält.

    Die Reise von ALEXANDER nach Madrid war natürlich nicht im Film, der Minister von Spanien hat die beiden auf ein Schiff geschickt, mit einer Menge Ausrüstung, man sieht im Film eigentlich nur wie sie am Schiff sind, das finde ich leider nicht so super, denn es fehlt da einfach eine Vorgeschichte.

    Nicht das ich jetzt alle Filme vom Regisseur Tykwer nicht mag, aber fast alle mochte ich nicht aber das ist auch ein anderes Thema, zurück zu ALEX, er hat in Teneriffa den Pico del Teide bestiegen, der ist 3.718 Meter hoch und dort wurden z.B. einige SF Filme gedreht, „Planet der Affen“ z.B. und das ist im Film gar nicht.

    Viele Dinge fehlen im Film dem fand ich nicht so gut, das habe ich vermisst. Auch von Gauß fehlt 'ne Menge, z.B. hat er neben der Zahlen- und der Potentialtheorie erforschte er u.a. das Erdmagnetfeld und führte – 150 Jahre vor ihrer praktischen Verwirklichung – im Harz die erste Geoid Studie durchgeführt, und man hätte da mehr zeigen können. Leider hat man das versäumt.

    Man sah etwas von der Familie von Carl, seine Mutter war ja die Tochter eines Steinmetz, sie war Analphabetin aber sie war intelligent, sie hat ein Grundwissen gehabt und eine sehr gute Menschenkenntnis, sie wusste wer von Ihren Kindern für was geeignet ist. Carl hatte damals viele Berufe, was man im Film nicht sieht. Gärtner, Schlachter, Maurer, Kaufmannsassistent und Schatzmeister einer kleinen Versicherungsgesellschaft. Ja 'ne Menge.

    Die einzige Szene die echt historisch war denke ich, ist das Addieren von Zahlen von 1-100, und was da raus kommt, 5.050 ist es, der hat es schneller als Ich, ja der war ein Genie, das kam vor, da war Carl 7 Jahre alt, und der Lehrer schlug ihn wieder.

    Aber da ist nicht viel passiert leider hat da der Film meiner Meinung nach versagt zu sehr verspachtelt er sich in Dialogen die keine Sau interessiert nicht das ich sagen kann es ist uninteressant, aber da fehlt was, 'ne Menge sogar.

    Z.B. der Mäzen von Carl, der Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig der ihn unterstützt hat, wie es früher war, heut zu Tag gibt es so was nicht, leider ich hätte mir auch heute mehr solche Unterstützungen gewünscht, aber das ist nicht so. In Amerika gibt es das noch, das ist ja das Stipendium.

    Haben wir bei uns auch aber damals war es etwas anders, da hat dir der Chef des Landes oder des Fürstentums das gewährt heute ist es die Schulkomission.

    Mit 19 Jahren hat er das Siebzehneck entdeckt, warum das wichtig ist weiß ich nicht, oder nicht entdeckt, einfach gemessen und da war immer so 'ne Zwischenszene mit so einem blöden Soldaten der von Zahlen fantasiert, eine Szene die nicht dazu passt aber egal.

    nicht so gut - 2
    Früher war das ja nicht so da hast du gearbeitet den ganzen Tag, der Vater von CARL übrigens wollte seinen Sohn fast erschlagen wäre da nicht der Lehrer BÜTTNER gewesen den Karl Markovics spielt, der eigentlich so ein typischer Lehrer war, der Kinder schlägt, der nicht einverstanden ist wenn sie intelligenter sind als er.

    Ja der hat den CARL vor einer Tracht Prügel bewahrt, die Mutter war stets stolz auf Ihren Sohn CARL der lange bei Ihr zu Hause blieb, was für die damaligen Verhältnisse ja nicht unbedingt normal war, ja man könnte heute sagen, er war ein Muttersöhnchen ,während ALEX schon sehr früh außer Haus zog.

    Er wollte damals schon Forschungsreisender werden und hat in Hamburg studiert, er hat Sprachen gelernt, er hat in Freiberg Geologie studiert, was man im Film leider nicht sieht. Zu oft finde ich sieht man Rückblenden der beiden Darsteller, die sich auch oft überschneiden und oft wechseln, so im 5 – 10 Minuten Takt mit hin und wieder einer Off Stimme was 'ne nette Idee ist, aber für eine durchgehende wohltuende Konzentration und einem guten Gefühl ist das leider nicht das was ich mir erwartet habe, aber dazu später mehr.

    Was man auch im Film nicht erfuhr ist das ALEX 1792 im Bergwerk gearbeitet hat, wenn ich mich nicht irre, während zu der Zeit CARL schon die nicht-euklidische Geometrie erfunden hat, ich glaube damit kann man ungewöhnliche Flächen berechnen , und was auch im Film nicht vorkam, Carl hat den ersten Asteroiden Ceres entdeckt, damals war das ja was neues, und das war etwas cooles, weil Kepler hatte sich damals, der Johannes Kepler, gedacht das zwischen Mars und Jupiter ein Planet sein muss, Carl hat das mit Berechnungen und Menschenverstand gelöst, zu der Zeit hat ALEXANDER studiert und seinen Arsch hinter den Büchern gehabt, Carl wiederum war einer der mit Menschenverstand eher bodenständig geblieben ist, während der etwas überheblich, ich sage es mal so, Carl lieber in der Welt herumreisen würde.

    Erst als die MAMA von ihm 1796 gestorben ist, hat er auf den Staatsdienst in Preußen verzichten können, nun heut zu Tage denkt man sich, he pfeife drauf, aber damals wo noch dazu Napoleon angegriffen hat, ja das war nicht so, da warst du ein Patriot, auch wenn es dir schlecht gegangen ist.

    Die Zeit damals war sowieso ein Horror, man sieht jetzt im Film nicht so viel Schmutz wie in „Das Parfum“ und er ist auch nicht historisch so korrekt wie „Die Säulen der Erde“ oder die geniale Fortsetzung „Die Tore der Welt“ aber der Film zeigt dennoch einen Grundriss der damaligen Welt.

    So war eine 15 Pfennig kostende Zahnbehandlung einfach ein Reißen bei einem Schlächter, würde ich mal sagen der dich auch gleich rasiert für 5 Pfennig mehr, oder was weiß ich was da für 'ne Währung galt.

    Carl hat ein schweres Leben gehabt, ALEXANDER ein leichtes, da er auch am Hof eines Reichen Menschen gewohnt hat, auch wohnen durfte. Und was man auch im Film nicht erfährt ist das ALEXANDER eigentlich nach Ägypten wollte bis er den Franzosen Aimé Bonpland gefunden hat der auch vor der Familie geflohen ist, der ein Entdecker war, der ein Abenteuer war, und der mit 85 gestorben ist, ohne das heute ihm einer eine Träne nachweint. Schade eigentlich nur dass man im Film so wenig Historizität sieht.

    Nicht das der Film jetzt nicht geschichtlich wäre, nein überhaupt nicht, aber er hat mir zu viele Zwischendinge, zu viele Zwischengeschichten da werden Nebenhandlungen kurz angeschnitten, z.B. ist ALEXANDER mit seinem Franzosen Freund bei den Kannibalen in Südamerika und die müssen Affenhand essen, während sein Freund Fieber hat und von einem Medizinmann geheilt wird, da hat er die Idee das er Curare viel mehr untersuchen müsste, dass war nämlich eine Sache die nicht bekannt war.

  • Schlecht erzählt
    Der Film verfügt meiner Ansicht nach über erhebliche Drehbuch- und Regiemängel, in den über 120 Minuten Filmzeit wird alles Mögliche erzählt, es kommt aber derart viel aus dem Buch zu kurz, dass es schon ärgerlich ist. Man kann nur sagen: Filmzeit verschwendet mit Sexszenen z. B., die völlig unerheblich sind für die Handlung, mit dem Herzeigen von skurrilen Nebenfiguren ... Während das Buch durchgehend eine feine Ironie besitzt, setzt der Film eher auf Klamauk und Action, beides geht aber immer wieder daneben. Völlig unbrauchbar ist auch der vom Autor gesprochene Hintergrundkommentar und oft genug kennt man sich nicht aus, um wen es eigentlich geht. Ein Film sollte so erzählt sein, dass man das Buch nicht gelesen haben muss, es aber gelesen haben kann und trotzdem auf seine Kosten kommt. Wirklich gut sind genau ein Schnitt (das Bild dreht sich um 180 °) und der Dialog der beiden Hauptfiguren. Lieber Daniel Kehlmann: Suchen Sie sich beim nächsten Mal einen besseren Drehbuchautor und vor allem einen besseren Regisseur und somit auch gleich einen besseren Produzenten. Und verzichten Sie darauf, selber mitarbeiten zu wollen. Dann kann es einen guten Film ergeben.
    Und noch was: Ich hasse es, wenn ein Schauspieler so spielt, als würde er die Figur, die er darstellt, nicht ernst nehmen, als würde er sich über sie lustig machen. Der Darsteller des Humboldt macht das ständig. Ein Graus. Dagegen: Super gespielt hat (wieder einmal) Florian David Fitz. Einfach peinlich: Der große Georg Friedrich als Sklavenhändler und nervig: Karl Markovics als Lehrer. Wenigstens hat Paulus Manker nicht mitgespielt.