Die Bettlektüre

 GB/NL/F 1996

The Pillow Book

Romanze, Independent 126 min.
6.70
film.at poster

Eine junge Japanerin sucht sich Kalligraphen als Liebhaber, die ihren Körper mit Schriftzeichen bedecken.

Die Japanerin Nagiko (Vivian Wu), gefeiertes Model, verwirklicht sich, indem sie sich Kalligraphen als Liebhaber sucht, die ihren Körper mit Schriftzeichen bedecken. Schließlich führt sie ihr eigenes "Kopfkissen-Buch" auf der Haut ihrer Liebhaber.

Peter Greenaway bricht die Konventionen dies Erzählkinos auf, indem er die ganze Bandbreite filmischer Mittel simultan zum einsatz bringt. Mit multimedialer Virtuosität stellt er Zusammenhänge zwischen Erotik und Kalligraphie, zwischen kultureller und sprachlicher Differenz, zwischen mode und Mobilität, zwischen Traditionund moderne her. (Filmladen Wien)

Details

Vivian Wu, Yoshi Oida, Ken Ogata, Hideko Yoshida, Edwan McGregor, Ken Mitsuishi
Peter Greenaway
Sacha Vierny
Peter Greenaway

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Haut als Papier
    Wie immer bei Peter Greenaway wird man von der Bilderflut (oft auch split screen) fast erschlagen und man muss verschnörkelte Untertitel rasch entziffern. Nach der langen Einleitung kristallisiert sich dann eine Handlung heraus, in der es um Rache, Liebe und Kalligraphie geht. Der Körper als Unterlage für das geschriebene Wort. Die Schreibe als erotische Erfüllung. Der Federkiel als männliches Sexsymbol und die Haut als weibliches, notwendiges Gegenstück für das Festhalten der produzierten Gedanken. Dabei werden immer verborgenere Stellen gesucht und gefunden mit dem Tod als letzte Konsequenz. Die Anleihe bei Shakespeares Romeo und Julia ist allerdings etwas unpassend, überstürzt und befremdend. Keine leichte Kost. Aber warum sollte Kunst auch immer leicht sein. Man ist halt ziemlich gefordert, wenn man sie entdecken will.