Die Dinge des Lebens

 F/I/CH 1970

Les choses de la vie

Drama, Kultfilme 83 min.
7.80
Die Dinge des Lebens

Ein sterbender Mann läßt in seinen letzten beiden Stunden noch einmal das Leben Revue passieren.

Ein sterbender Mann (Michel Piccoli) läßt in seinen letzten beiden Stunden noch einmal das Leben Revue passieren. Technisch und ästhetisch brillant und psychologisch sensibel zählt der Film zu Sautets Meisterwerken.

»Ihr Geheimnis«, so der Produzent Raymond Danon, »lag einfach darin, dass sie eine ausgezeichnete Schauspielerin war. Der kleine, leicht hörbare Akzent gab ihrem Spiel zusätzlichen Charme und trug zu ihrer Beliebtheit bei. Das war auch bei anderen Darstellerinnen wie Gina Lollobrigida oder Jane Birkin so.« Piccoli avanciert zu Schneiders Lieblingspartner und engem Freund, er wird später über die gemeinsame Arbeit sagen: »Mit ihr habe ich das Gefühl, mehr als ein Paar zu sein.« Während der Dreharbeiten meint Sautet amüsiert, dass er im Grunde nichts anderes täte, als das Potenzial zweier passionierter Komödianten auszubeuten. Romy liebt die arbeit mit dem Regisseur, seine Fähigkeit, kreative Ideen aus dem Team aufzugreifen. »Das macht Freude ¿ ich habe mit sehr berühmten Regisseuren gedreht, doch am tiefsten empfand ich das Vertrauen zu ihm ¿ Er hat mich die Dinge des Lebens gelehrt ¿ er hat mir etwas über mich selbst beigebracht.« (Filmarchiv Austria)

F/I 1969
Regie: Claude Sautet
Buch: Paul Guimard, Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie
Kamera: Jean Boffety
Musik: Philippe Sarde
Darsteller: Michel Piccoli, Romy Schneider (Hélène), Lea Massari, Gérard Lartigau, Jean Bouise Produktion: Lira Films s.a., Paris / sonocam, Paris / Fida Cinematografica di Edmondo amati, Rom
Länge: 89 Minuten

Originalfassung mit englischen Untertiteln

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5. November 2008, 18:30

5. November 2008, 20:45

Details

Michel Piccoli, Romy Schneider, Léa Massari, Jean Bouise ua.
Claude Sautet
Philippe Sarde
Jean Boffety
Claude Sautet, Paul Gulmard, Jean-Loup Dabarie

Kritiken

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User Kritiken

  • Zwei Unfälle
    Der Geniestreich von Claude Sautet ist, dass er einen Autounfall und eine Beziehungskrise miteinander verbindet, also eine äußere und eine innere Katastrophe. Und das schildert er durch geschickte Schnitte außerordentlich eindrucksvoll. Wegen der drei Spitzenschauspieler stören die langen Dialoge kaum. Pierre (Michel Piccoli) steht zwischen seiner Ex Catherine (die seltene Lea Massari) und seiner momentanen Geliebten Hélène (Romy Schneider). In der neuen Beziehung kriselt es. Hélène: ‘Ich bin müde, müde dich zu lieben! ‘ Pierre schreibt einen Abschiedsbrief, will ihn wieder vernichten, da kommt der Unfall dazwischen.
    Von Anfang an zieht sich dieser Unfall bildlich durch den ganzen Film, wobei immer weitere Details enthüllt werden. Sein Gehirn arbeitet weiter, wenn er im Gras liegt. Wir sehen Einstellungen aus seiner Ameisenperspektive: Blumen, Schuhe. Ein Pfarrer macht ihm Angst. Ein Höhepunkt der Filmkunst ist der Schluss. Ohne Kommentar umkreist die Kamera die beiden Frauen und der Zuschauer kann nur aus deren Gesichtsausdruck entnehmen was Sache ist. Ein Ringen zwischen Entsetzen, Hilflosigkeit und Schock, etwas was vor der eigentlichen Trauer kommt. Und es gelingt Catherine noch menschliche Größe zu zeigen, nachdem sie den Abschiedsbrief gelesen hat. Unvergessen die letzten Bilder von Michel Piccoli. Dieses aufwühlende Drama ist meisterlich in Szene gesetzt und grandios gespielt.