Die vier Federn (2002)

 USA 2002

The Four Feathers

Drama, Literaturverfilmung 131 min.
6.50
Die vier Federn (2002)

Regisseur Shekhar Kapur ("Elizabeth") erzählt in seinem Leinwandepos die Geschichte von Liebe und Verrat, von Freundschaft und Mut.

Kolonialkrieg in Afrika: Als der britische Harry Feversham (Heath Ledger) sein Land im Sudan verteidigen soll, beschließt er, seinen Dienst in der Armee zu quittieren. Seine drei besten Freunde und seine Verlobte schicken ihm daraufhin vier Federn - als Symbole für seine Feigheit und seinen Verrat. Dieser Vorwurf verletzt Feversham zutiefst. Er zieht in die Wüsten des Sudans. Seine Begegnung mit der fremden Kultur bricht sein Weltbild auf und stellt seine Haltung zum Britischem Imperialismus ebenso in Frage wie das bedingungslose Festhalten an Traditionen und Tugenden. Als Araber verkleidet, kann er seinen Freunden im Krieg unerkannt das Leben retten - und seine Ehre wieder herstellen. Jetzt bleibt ihm noch ein einziges Ziel: Er kehrt heim nach England, um das Herz seiner Verlobten zurück zu erobern

Details

Heath Ledger, Kate Hudson, Michael Sheen, Djimon Hounsou, Wes Bentley, u.a.
Shekhar Kapur

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zeichen der Feigheit
    Ein echter Abenteuerfilm aus Englands kriegerischen Zeiten Ende des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist nicht nur Heath Ledger, der eindrucksvolle Kampfszenen hat und auch echte Mimik bring, sondern die Atmosphäre auf der Insel zur damaligen Zeit. Hier lehnt sich Regisseur Kapur eng an die Romanvorlage an. Und die kann Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Zwei Generationen beschäftigen sich mit dem Krieg. Die ’Alten Krieger’ kommen mit viel Selbstbewusstsein, einer guten Portion Arroganz und jeder Menge Stolz daher, wobei der Standesdünkel eine große Rolle spielt. Die jungen Offiziere dagegen sind kraftstrotzend in ihrer Sturm und Drangphase, bisweilen albern und kindisch. Auch der übliche Hurrahpatriotismus kommt nicht zu kurz. Wenn da einer den Kriegsdienst verweigert, passt das überhaupt nicht ins Bild. Die Reaktionen der Gesellschaft darauf (Verachtung, Demütigung) sind das eigentliche Thema im Hintergrund. Man fragt sich, ist er schwul oder feige? Oder noch schlimmer etwa ein Pazifist? In diesen Chor der Gegenspieler reihen sich sein bester Freund (Wes Bentley) und seine Verlobte (Kate Hudson) ein, die in der Folgezeit zwischen den beiden Freunden steht. Die Lösung des Problems wird lange hinausgezögert, obwohl der Ausgang jedem längst klar ist. Doch bevor es zu diesem standesgemäßen Happy End kommt, gibt es noch überraschende Erkenntnisse: der Soldat kämpft nicht für Fahne und Vaterland, sondern für die Kameraden links und rechts von ihm.
    Wunderschöne Bilder aus der Wüste und ein stimmungsvolles Zeitbild.

  • Etwas lange, interessante Story, behäbig, gute Schauspieler, irgendwie spannend
    Die Vier Federn




    1884 führte indes der muslimische Anführer Muhammad Ahmed - bekannt als der Mahdi - die sudanesischen Araber in einer Revolte gegen die britischen Herrscher. England schickte daraufhin den erfahrenen General Charles Gordon in den Sudan, der die Rebellion unterbinden sollte, doch die Gegner erwiesen sich als zu stark für Gordon und seine Männer, die 1885 in der Schlacht von Khartum eingekesselt und letztlich besiegt wurden.
    HARRY FEVERSHAM ( Heath Ledger ) ist ein Patriot, er hat wegen seinem Vater eine Militärschule besucht, es ist 1884, und die Welt ist wieder dabei einen Krieg zu führen. Gemeinsam mit seinem Freund JACK DURANCE ( Wes Bentley ) zählt er zu den erfolgreichsten Leuten in seiner Kompanie. Er ist ausgelassen, dient dem Chor von England, und liebt das Leben auf eine gewisse Strenge Weise.
    Er hat eine Freundin, ETHNE EUSTACE ( Kate Hudson ) die er liebt, die er mag, und wegen Ihr auch irgendwie verlässt er das Regiment, als er erfährt das seine Kompanie in den Sudan muß, weit rein nach Afrika, weil Anhänger von Rebellen des Mahdi ein Fort von britischen Kolonialmächten da unten angegriffen haben, und er muß eben runter ein langweiliges Vaterland verteidigen in einem Land das kein Schwein kennt.
    ETHNE ist so eine richtige Pute, die aus einem Adel kommt, wo man ein Glas Wasser sich von seinem Diener bringen lässt, und wo man ein Wurstbrot wohl mit Glacehandschuhen angreift. Doch da hat er was gemacht was vor ihm noch keiner gemacht hat. Seine Freunde senden ihm als Zeichen ihrer Missachtung und als Symbol für seine vermeintliche Feigheit vier weiße Federn. Doch nichts trifft ihn so hart wie die Ablehnung ETHNES, die ihn ebenfalls der Feigheit bezichtigt. Und dies, obwohl Harry weiter zur mutigsten Entscheidung seines Lebens steht. Nur weil er sich denkt, was mach ich armer Kauz da unten in einem Land das keiner kennt, und lasse noch kurz darauf meine Verlobte im Stich. Nein sicher nicht. Ab jetzt verarscht ihn die Gesellschaft auf die er angewiesen ist. Keiner mag ihn, und er fühlt sich beschissen, aber das ihn noch dazu sein Vater abgelehnt hat ist für ihn nicht nachvollziehbar. Sein Plan ist es selbst in den Sudan zu reisen, er hält es nicht mehr aus in England, und sich zu überzeugen ob er denn wirklich dort unten gebraucht wird und ob er doch nicht patriotisch sein Leben lassen soll. Er kommt unten an, ist geächtet bei jedem, da er ja ein Weißer ist, und keiner mag ihn. Er wird versklavt und betet jeden Tag den er überlebt hat 10 Vater Unser.
    Jedenfalls trifft Harry den afrikanischen Krieger ABOU FATMA ( Djimon Hounsou ), der den Christen unter Moslems sofort durchschaut und fortan zur Seite steht - sei es mit Ratschlägen oder mit Gewalt gegen Feinde
    und Freunde die keine sind, und da fängt das Abenteuer erst richtig an.
    Erinnerungen an ¿ Lawrence von Arabien ¿ und ¿ Gandhi ¿ werden wach, bei diesem 124 Minütigen Epos, das die 6. Adaption der gleichen Story ist, die schon in der Stummfilmzeit anfing. Man fühlt sich von Anfang an kolossal monumental versetzt in die 60 er Jahre, die goldene Zeit der Briten, die keinen Vibrator sondern einen Teelöffel, und anstatt Tampons lieber Teebeutel nehmen. Ich saß die ganze Zeit mit meiner vor Freude geschockten Freundin in einem sehr großen Kino und genoss sichtlich die Freude daran das sie an dem Film Gefallen findet, da ich sicher sein konnte nach dem Kinoereignis mal nicht geschlagen zu werden wegen einer blöden Story. Sehr gut hat Ledger gespielt, den man ja schon aus einigen Jugendlichen Monumentalabteilungen kannte, da er ein sehr passendes altenglisches Gesicht hat, das einem dazu verleitet in ihm den Reiseveranstalter von Neckermann Abteilung Abenteuer im Oman zu sehen. Natürlich ist die Geschichte nicht ohne Pathos, und ein bisschen nervt das ganze schon, das sich die Briten wegen so einem Käse aufregen, nur weil einer dann ausbricht

    Re: Etwas lange, interessante Story, behäbig, gute Schauspieler, irgendwie spannend
    nur weil einer dann ausbricht wenn¿s brenzlig wird. Das ganze ist auch irgendwie die Nebengeschichte zu ¿ Khartum ¿ die älteren Leuten in Gedächtnis noch haben werden, oder jene Sudanreisenden die sich ein bisschen der Kultur der Britischen Empire wo bist du Geschichte hingeben möchte und dabei einen Dschungel an altmodischer sandiger Geschichte erleben möchten.
    Einen gewissen Reiz hat der ganze Film meiner Meinung nach erst dann als die Location in den Sudan gewechselt ist, und die hyperkomplizierten Englischen übertriebenen Militärschulkreise verlassen wurden.
    Warum sich die so aufregen über jeden Scheiß die Briten ist mir ein Rätsel. Damals war es halt noch anders als heute, da haben die Leute einen Genierer gehabt im Gegensatz zur heute verdorbenen Jugend. Aber zurück zum Film. Die Kamera, die Lichteffekte, die Schauspieler, alles ist irgendwie sehr überaus nett, und wirklich gut gespielt, aber irgendwie habe ich das Gefühl von übermäßiger Spannung und Monumentalität etwas vermisst. Das ganze ist ein opulenter Roman gewesen, die Verfilmung auch, die Geschichte um eine Art Waterloo Nr. 2 aus dem Jahre 1883 ist auch ganz nett, aber es fehlt irgendwie die Menschliche Spannung. Sehr gut muß ich sagen hat Djimon hineingepasst, der ein wirklich gutes Gesicht hat, und dank seiner dreckigen Sandigen Hautfarbe, wie ein richtiger Killerwikinger am Kriegsfreundschaftspfad aussieht. So einen Freund hätten viele Mädchen gerne. Bilder und Schlachtszenen sind gut gewählt und gemacht, aber der ganze Film kommt etwas langsam in Fahrt und Schwung. Was mir irgendwie abging ist die Spannung, dann die Lebenseinstellungen der Sudanesen, der von den Mahdianhängern, und das ganze ist eine recht uninteressante Geschichte, wenn man nicht Teetopf selber ist und jeden Tag zu Mutter Königin betet.
    Irgendwie sind die Teetasse da oben auf der Insel schon eine eigene Nation. Ein eigener Humor, ein eigener etwas langweiliger Patriotismus, nicht so wie die Amerikaner, die sogar stolz auf Hundescheiße vom Präsidenten sind, aber irgendwie diese langweiligen Bücher, und Gedichte, irgendwie wie eine sanfte wiedergeborene Hirnwichsende Lyrik die keiner haben will, so kommen mir die Engländer vor wenn man sie zu Papier bringen würde. Na egal, ich habe mich gefreut den Film zu sehen, hoffe er kommt bald als DVD raus, und dann sehe ich ihn mir noch mal an. Zuviel Hauptdarsteller, und zu viel Freund von Hauptdarsteller war im Bild und in der Geschichte. Kein Schimpf, kein Schande, kein Gossenreden, aber trotzdem recht spannend gemacht.

    Ein Film auf alle Fälle für schutzbedürftige Mädchen zu empfehlen, und Frauen die gerade erwachsen werden und ihren 14. Geburtstag feiern, ein Film für Englandstudenten und Geschichtsforscher.

    Auf alle Fälle

    80 von 100

  • etwas mühsam....
    also vorweg muss ich sagen, dass ich mir einfach zuviel von dem film erwartet habe. wie so oft waren die filmvorschauen sehr genial zusammengeschnitten, und man glaubte einen spannenden, teils romantischen film mit viel pep zu erwarten!dem war dann nicht so.
    der film war meiner meinung nach viel zu lang und die schlachtszenen waren sogar mir teilweise viel zu langwierig und zu mühsam.
    einzig allein ein heath ledger konnte teilweise mit seinem schauspielerischen talent überzeugen!
    ja thats it.kurz und schmerzlos!!!
    cu c.