Die Wonder Boys

 USA 2000

Wonder Boys

Komödie 111 min.
7.40
Die Wonder Boys

Ein Literaturprofessor und Autor, der sein großes Werk nach 2000 Seiten noch immer nicht fertig geschrieben hat und einen eher behäbigen Lebensstil pflegt, muss sich der Wirklichkeit stellen.

Ein knappes Jahrzehnt ist es her, seit der verschrobene Literatur-Professor Grady Tripp (Michael Douglas) seinen ersten und einzigen Roman veröffentlichte. Aber einst als Wonder Boy gefeiert, kann sich der müde Mann inzwischen nur noch wundern.
Darüber, dass ihn gerade schon wieder eine Ehefrau verlassen hat - die dritte. Dass sein neues Buch immer noch nicht fertig ist - nach über 2000 Seiten Manuskript. Und dass mit James Leer (Toby Maguire) einer seiner Studenten bedrohliche Anzeichen zum genialen Autoren zeigt, während mit Hannah Green (Katie Holmes) eine andere Schülerin bedrohliche Andeutungen zu gutem Sex macht. Eindeutig zu viele Entscheidungszwänge für einen, der die Lebenslethargie liebgewonnen und dessen Tages bester Freund tatsächlich der Joint ist.

Dabei ahnt der rammdösige Mittfünfziger Grady noch nicht einmal, dass er an diesem Wochenende förmlich zum Erwachsenwerden und Wachsein gezwungen zu werden scheint, als der alljährliche Literatur-Wettbewerb "Wordfest" ansteht. Dafür werden Gradys sehr spleeniger Lektor Crabtree (Robert Downey Jr.) und Gradys sehr geschwängerte Geliebte Sara (Frances McDormand) schon sorgen...

Details

Michael Douglas, Toby Maguire, Frances McDormand, Robert Downey Jr, Katie Holmes, Richard Thomas,Rip Torn, Philip Bosco, Jane Adams, Richard Know, Michael Cavaias
Curtis Hanson
Christopher Young
Dante Spinotti
Steve Kloves
Concorde

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Wunderknaben
    Der Film spielt im Uni-Bereich, handelt von Schriftstellern, solchen die es waren und solchen, die es werden wollen. Die beiden zentralen Figuren sind Grady Tripp (Michael Douglas) und James (Tobey Maguire). Der ältere ist Schriftsteller und Professor, der jüngere Student und Nachwuchsdichter. Beide sind sehr unterschiedlich und doch haben sie andererseits viel gemeinsam. Was sie unterscheidet ist ihr Temperament, ihr Alter und ihr Status. Was sie verbindet ist das Verfassen von Romanen, eine Unipräsidentin (Frances McDormand) sowie das Ende ihres Hundes. Von dem Aufeinandertreffen dieser drei Charaktere, plus Verleger Robert Downey Jr. bezieht der Film hauptsächlich seine Spannung. Es sind seltsame Beziehungen, nicht wirklich tragisch, eher komisch. Die beiden ‘Wunderknaben‘ sind vorübergehend vom Pech verfolgt und geraten in skurrile Situationen. ‘Schreiben heißt Entscheidungen treffen‘, sagt einer und das kann Grady im Moment überhaupt nicht, im Schreiben wie im Leben. Doch am Ende sehen wir einen weise lächelnden Michael Douglas, der alles verloren hat: Frau, Buch und Job, aber jetzt dafür weiß, wo er hin will. James ist am Ende erfolgreich und Katie Holmes bleibt Gradys Groopy. Für alle Figuren ein Selbstfindungstrip mit amerikanischem Glattstrich. Dahin gehört auch die Feststellung, dass Schreiben das Einfachste auf der Welt ist. Man muss es nur wollen. Problembewusstsein adé.

  • ein meisterwerk
    hallo? welchen film habt ihr gesehen?
    der film ist ein kleines feines, heimliches meisterwerk! ich hätte nie gedacht michael douglas mal in einer rolle zu sehen in der er mir gefällt, und er war großartig!
    für mich ist wonderboys eine sehr subtile komödie, raffiniert inszeniert, dramaturgisch äußerst stimmig, und hervorragend gespielt (tolle schauspieler!). okay, es ist ein feel-good-movie, aber keiner von der oberflächlichen sorte: die bitteren seiten der charaktere kommen auch nicht zu kurz...
    von mir bekommt wonderboys 5 von 5 sternen!

  • Entsetzlich
    Der Film ist einfach grauenhaft: langweilig, schlecht gespielt und mies inszeniert. Curtis Hanson war und ist einer der meist überschätzten Regisseure.
    Unterhalten wird sich wohl nur jemand, der höchstens 1x/Jahr in Kino geht, oder dessen Ansprüche niedrig genug sind.

  • ganz liiieb!!
    belanglose aber sehr liebenswürdige Komödie mit einem in Hochform spielenden Michael Douglas, die dem Stil eines Woody-Allen-Filmes ziemlich nahe kommt - typisches Hollywood-Happyend - wer Grasgeflüster mochte wird auch an diesem Film seine Freude haben - 3 von 5 Sternen! Prädikat: wertvoll

  • Leben ist nicht normal!
    ´Cool´ happens! Aber wer ist der coolste Typ am überfüllten Schauspielerfirmament? Bill Murray war obercool im untergegangenen Highlight RUSHMORE. Unbestrittene Kult-Coolness versprühte Jeff Bridges in THE BIG LEBOWSKI. Und, und, und ... Jetzt ist Michael Douglas dran. Und wenn ich mich nicht irre, übernimmt er hier die allercoolste Rolle in diesem Filmjahr. Michael Douglas spielt Grady Tripp, einen Joint rauchenden Uni-Professor und Buchautor. Naja, sein Leben verläuft gerade nicht ganz geordnet ab. Sein neues Buch ist unvollendeter (2000 Seiten langer) Schrott. Seine Frau hat ihn gerade verlassen. Er liebt aber sowieso auch noch eine andere (Frances McDormand). Die ist aber verheiratet. Er hat sie ´unabsichtlich´ geschwängert. Ein etwas durchgeknallter und depressiver Student (Tobey Maguire) braucht seine Unterstützung. Der Bursche ist natürlich ein begnadeter Jungautor. Dann ist da noch der sexuell verwirrte Lektor (Robert Downey Jr.) der auf den neuen Sensationsroman von Tripp wartet .... und wartet. Wichtig sind noch ein Hund - lebend und tot - und die spirituelle Power des Mythos der Marilyn Monroe. (Die Story und die Charaktere machen einem wirr im Kopf.) WONDER BOYS ist eine kraftvolle Komödie voller Sarkasmus. Für Leute die meinen zu wissen, was ´Leben´ bedeutet, hat der Film nur höhnisches Gelächter über. Für jeden der gern auch mal unter die Oberfläche äugelt ist eh klar: WONDER BOYS ist sicher keine verweichlichte US-Kinokost und das unpassende Happyend einfach nur ein kleiner listiger Wink. Alles ist möglich und nichts ist normal! That´s life! Michael Douglas ist großartig. Er ist eine lebende Hollywoodlegende und natürlich weiß er das. Mit welcher Natürlichkeit er diesen Trumpf hier ausspielt ist dann aber doch eine Überraschung. Man muß das gesehen haben. Echt! Auch Maguire, McDormand und Downey Jr. zeigen was sie können. ´Wundermädchen´ hier und ´Wunderknaben´da. WONDER BOYS - es gibt sie eben! 9/10

  • Nett
    Besonders tiefsinnig und hintergründig ist dieser Film nicht, er ist aber auch nicht schlecht. Immerhin. Ich hatte ihn mir um einiges schwülstiger vorgestellt. Wirklich abgefuckt, finde ich, sieht Michael Douglas nicht einmal im Bademantel und übernächtig aus, auch die Zeichnung von Professoren und seltsamen Literatengenies ist hollywoodmäßig geplättet und klischeehaft. Trotzdem hat dieser Film mehr Wärme und Stimmung als die üblichen Produktionen, und das liegt vor allem an Douglas, der einmal eine Looserrolle mimt und diese sympathisch rüberbringt. Uneitel. Resultat des ganzen ist, daß man zwar nicht wirklich ergriffen und sinnierend über Versagertum, Lebenssinn, im Alltag Begabung verlieren und ähnliche Themen, die sich vielleicht anbieten würden, sinniert, aber dafür mit einem warmen, freundlichen GEfühl den Kinosaal verläßt. Das ist ja immerhin schon etwas. Ärgern muß man sich keinesfalls, diesen Film gesehen zu haben.

  • Zahlt sich aus
    Filme mit Michael Douglas sind in der Regel prinzipiell ein Erlebnis. Ich
    kann mich auf die Schnelle an keinen seiner Filme erinnern, bei dem ich mich
    gelangweit hätte. So gesehen ging ich relativ locker ins Kino, denn ein
    gelungener Abend war gewiss. Das aber "Wonder Boys" einer der besten Filme
    der letzten Zeit, und der bestes Film von Michael Douglas seit langem ist,
    damit habe ich nicht gerechnet.

    Worum geht

  • das es soetwas noch gibt....
    Michael Douglas is back. Mit dieser sehenswerten Performance rechne ich ihm hohe Chancen auf zumindest eine Oscarnominierung aus. Einfach herrlich, wie er den
    abgefuckten Grady darstellt...Der Humor ist subtil, aber teilweise zum Brüllen komisch....9/10....eine ausführliche Kritik zu dem Film gibts übrigens auf
    http://beam.to/filmkritik