Don Camillo und Peppone

 I/F 1951

Il piccolo mondo di Don Camillo / Le petit monde de Don Camillo

Komödie, Kultfilme 100 min.
7.80
film.at poster

Julien Duvivier hat die Figuren und Geschichten des Giovanni Guareschi mit viel Liebe und Einfühlsamkeit und zwei hervorragenden Schauspielern auf die Leinwand gebracht.

In einem kleinen Dorf in Norditalien leben der Pfarrer Don Camillo (Fernandel) und der kommunistische Parteiführer Peppone (Cino Cervi). Die beiden sind in alter Feindschaft freundschaftlich verbunden - kein Tag vergeht, an dem sie sich nicht in die Wolle kriegen. Aber ohneeinander mögen Don Camillo und Peppone auch nicht leben. Und wenn es sein muss, halten die zwei Streithähne sowieso zusammen wie Pech und Schwefel...

Details

Fernandel, Cino Cervi, Sylvie, Vera Talqui, Franco Interlenghi, u.a.
Julien Duvivier

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Beste Feinde
    Dieser Kult-Klassiker ist zum Dauerbrenner geworden, nicht nur weil er die Auseinandersetzung von Kirche und Kommunismus so charmant ironisiert, dass die Anhänger beider Lager herzhaft darüber lachen können, sondern weil er das legendäre Zwiegespräch zwischen Gott und seinem Priester als prägendes Markenzeichen trägt.
    Die Dialoge sind voll von ideologischem Vokabular, das als verbale Waffe eingesetzt wird. Daneben gibt es aber auch handfeste Auseinandersetzungen wie den Boxkampf im Glockenturm, in dem jeder Hieb durch einen Glockenschlag angedeutet wird. Und Massenschlägereien sind keine Seltenheit. Da gerät ein Fußballspiel zum Rugby Match wenn ‘Dynamo‘ gegen die ‘Eintracht‘ kämpft. Es ist vordergründig ein Kampf Köpfchen contra Muskelkraft oder Fortschritt gegen Reaktion, Lenin gegen Petrus. Am Ende siegt die Menschlichkeit, wenn die Grenzen der gegensätzlichen Lager verschwimmen. Man schlägt sich und verträgt sich.
    Dann gibt es noch eine Liebesgeschichte frei nach Gottfried Kellers ‘Romeo und Julia auf dem Dorfe‘, eine Reichensteuer und Streik, soziale Probleme auf dem Lande wie im richtigen Leben halt nur witziger und charmanter.
    Keiner kennt mehr den Regisseur Julien Duvivier oder abgesehen von Fernandel die Darsteller. Und bei dem hat man auch bei seinen Rollen eher von Don Camillo gesprochen. Das macht wohl den Kult aus, der zu vier weiteren Filmen führte.