"Dredd" war eigentlich Alex Garlands Regiedebüt

Reliance Entertainment

"Dredd" war 2012 im Kino kein kommerzieller Erfolg. Aber bei Science-Fiction-Fans hat sich der Film binnen kürzester Zeit zum Kultfilm gemausert. Das Drehbuch stammt von Alex Garland, der auch die Romanvorlage zum Film "The Beach" und die Drehbücher von "28 Days Later", "Sunshine" und "Alles, was wir geben mussten" geschrieben hat. Als sein Regiedebüt gilt das von der Kritik gelobte Sci-Fi-Kammerspiel "Ex Machina" (2015). Sein neuestes Werk ist "Auslöschung" (2018), das hierzulande nicht ins Kino kommt (aber 12. März auf Netflix zu sehen ist).

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"Dredd"-Darsteller Karl Urban hat nun in einem Interview mit dem Movie-Blog "JoBlo" ein offenes Geheimnis bestätigt: "Ein großer Teil des Erfolges von Dredd ist auf Alex Garland zurückzuführen und was viele Leute nicht wissen, ist, dass Garland bei dem Film eigentlich Regie geführt hat." Offiziell gilt Garland nur als Drehbuchautor und der hauptsächlich für TV-Produktionen bekannte Pete Travis als Regisseur. Urban sieht "Dredd" sogar als das Regiedebüt von Garland noch vor "Ex Machina".

Deutscher Trailer "Dredd" (2012):

Die für die Fan-Community des Films brennende Frage nach einer Fortsetzung von "Dredd" kam in dem Interview natürlich auch zur Sprache. Urban hat einmal mehr betont, dass er gerne wieder in die Rolle von Judge Dredd schlüpfen würde. Dennoch scheint eine Fortsetzung unwahrscheinlich: zum einen, weil der Film kommerziell nicht sehr erfolgreich war; zum anderen, weil auch Garland bisher wenig Interesse gezeigt hat, sich wieder mit der Welt von Dredd zu beschäftigen.

Dredd: Bei Fans beliebter als Stallone-Version von 1995

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"Dredd" basiert auf der britischen Comic-Vorlage "2000 A.D." Judge Dredd ist darin Richter und Vollstrecker in Personalunion, der rund 120 Jahre in der Zukunft in der autoritären Mega-City-One für Recht und Ordnung sorgt. Mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle wurde der Film unter dem Titel"Judge Dredd"bereits im Jahr 1995 verfilmt. In Fan-Kreisen hat die Kino-Adaption von Alex Garland allerdings wesentlich höhere Wellen geschlagen.

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