Ein Affe im Winter

 F 1962

Un singe en hiver

Drama 105 min.
7.60
Ein Affe im Winter

Der Hotelier Albert Quentin kann seine Zeit beim französischen Expeditionskorps in China einfach nicht vergessen.

Der Hotelier Albert Quentin (Jean Gabin) kann seine Zeit beim französischen Expeditionskorps in China einfach nicht vergessen. Tagtäglich durchträumt er die alten Abenteuer im Alkoholrausch. Als sein normannisches Heimatstädtchen von den Alliierten bombardiert wird, verspricht er seiner Frau, nie wieder zur Flasche zu greifen. Doch Jahre später taucht der junge Werbeagent Gabriel Fouquet (Jean-Paul Belmondo) auf und führt Quentin in allzu große Versuchung...

Details

Jean Gabin, Jean-Paul Belmondo, Suzanne Flon, Gabrielle Dorziat, Hella Petri, Marcelle Arnold, u.a.
Henri Verneuil
Michel Magne
Louis Page
François Boyer

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Gabriel & Albert
    Es beginnt mit der Bombardierung von Tigreville durch deutsche Flugzeuge und endet in einem Feuerwerk. Doch es ist keine Groteske, sondern eher eine melodramatische Komödie. Nichts zum Schenkelklopfen, keine Brüller, aber ein absonderlicher Titel, den der letzte Satz im Abspann so erklärt ‘Und der Mann begab sich in einen langen Winter.‘ So gesehen könnte man meinen, der Mann ist der Affe und der Winter das Leben. Irgendetwas machen die Chinesen mit den Affen im Winter. Ist das etwa das was die beiden mit Gabriels Tochter Maire machen? Damit kann man auch nicht viel anfangen…
    Die Ehe des inzwischen trockenen Schluckspechts Albert Quentin (Jean Gabin) ist kalt wie der Nordpol, worunter besonders seine Frau Suzanne (Suzanne Flon) leidet. Wenn Albert dann doch eine Sause mit dem jungen Gabriel (Jean-Paul Belmondo) macht, sprengen die beiden alle komödiantischen Grenzen. (‘Besoffen sterben, heißt aufrecht sterben!‘)Wann singen die beiden schon mal und torkeln durch die Dünen? Ebenso ungewöhnlich Gabriels Flamenco auf dem Tisch oder sein Stierkampf mit vorbeifahrenden Autos. Vieles wird nur angedeutet. Das tut dem Charme des Films keinen Abbruch, es wirkt nur etwas langatmig. Man schaut den Helden zu, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Das offene Ende mit möglichen Perspektiven bleibt ein Buch mit mehr als sieben Siegeln.