Eine kleine Sommer-Schwester

 J 1972

Natsu no imoto

Drama 96 min.
6.70
film.at poster

Parabel über die umstrittene Geschwistervölker-Theorie, das Ur-Verhältnis zwischen den Reichen von Yamato ("Kern-Japan") und Ryûkyû.

Sunaoko fährt von Tôkyô auf das Archipel von Ryûkyû, wo sie einen Jungen sucht, der ihr Halbbruder sein könnte. So weit, so klar: eine Parabel über die umstrittene Geschwistervölker-Theorie, das Ur-Verhältnis zwischen den Reichen von Yamato ("Kern-Japan") und Ryûkyû. Das Ganze spielt vor dem Hintergrund des Abzugs der US-Besatzungstruppen von den Ryûkyû-Inseln und deren Übernahme durch Japan - was für viel Aufruhr sorgte, da das Ryûkyû-Reich während der Meiji-Ära Japan so "angeschlossen" worden war, wie man andere ostasiatische Länder annektiert hatte. So weit, so linkspolitisch linear. Geht man in die Mikrostruktur des Films, verschwimmen schnell die bislang so streng wirkenden Linien. Die leicht pervers belustigte Stimmung scheint der Gravitas der Dinge krass unangemessen, und langsam versinkt man in einem Sog der Sinnlichkeit von Farben und Formen. Das erste Werk des J-Tropikalismus und damit selbst für Ôshima-Verhältnisse ein Unikum. (R.H.) (filmmuseum)

Details

Komatsu Hôsei, Kurita Hiromi, Lily, Koyama Akiko, Satô Kei, u.a.
Ôshima Nagisa
Ôshima Nagisa, Tamura Tsutomu, Sasaki Mamoru

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