En Djungelsaga

 S/Indien 1957
Independent, Avantgarde, Dokumentation 92 min.
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Arne Sucksdorff kennt man wohl am besten für seine kurze Stadt-Symphonie über Stockholm aus dem Jahr 1947, Människor i stad - was eine Ironie ist, denn in Wirklichkeit ist er einer der große Chronisten der Natur, Tier- und Pflanzenwelt. In den 40er und 50er Jahren drehte er mehr als ein Dutzend Kurzfilme zu dem Thema. 1953 reiste er auch nach Indien, um seinen zehnminütigen - und möglicherweise schönsten - Kurzfilm Vinden och floden zu drehen. Wie Renoir vor ihm and Rossellini nach ihm, war Sucksdorff vom Land begeistert und kehrte einige Jahre später für die Produktion von En Djungelsaga, einem Film über das Leben in und um eine Ortschaft in der Region Bastar in Mittelindien, dorthin zurück. En Djungelsaga war der erste Film, der im AgaScope (im Format 1:2,35) gedreht wurde, aufgrund seiner langen Produktionszeit - die Filmarbeiten allein dauerten achtzehn Monate - allerdings nicht der erste Film, der in diesem Format herausgebracht wurde. Sucksdorff verwendet das Breitformat nicht nur, um Bewegungen von einem Ende der Leinwand bis zum anderen festzuhalten, sondern auch für Kompositionen der Tiefenschärfe, die sowohl Hinter- und Vordergrund von verschiedenen Elementen in ein und derselben Einstellung hervorheben. Gleichzeitig ist En Djungelsaga auch ein hinreißend schöner Farbfilm: Der Film wird auf Schwedisch kommentiert (was ihm eine Art Exotik verleiht), und die einheimischen Dialoge wurden in keiner der veröffentlichten Fassungen mit Untertiteln versehen. (Jon Wengström, Cinemateket-Svenska Filminstitutet)

(Text: Viennale 2006)

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Arne Sucksdorff
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