Eraserhead

 USA 1977
Fantasy, Horror, Independent 90 min.
7.40
Eraserhead

Trotz der vernichtenden Kritiken nach der Premiere wurde "Eraserhead" bald zum Kultfilm, der auf Lynchs spätere, nicht minder provozierende Arbeiten vorausdeuten sollte..

David Lynch folgt in seinem ersten Spielfilm einem Diktum Samuel Becketts: »Ich interessierte seinen jungen Geist für die fruchtbarste aller Neigungen: die Angst vor dem Körper und seinen Funktionen.« Kaum ein Film hat diesem Zitat aus dem Roman Molloy besser entsprochen: Eingebettet in alptraumhafte Sequenzen, verwandelt der Regisseur den menschlichen Körper in das Schlachtfeld eines Gezerres unterschiedlicher gesellschaftlicher Diskurse. Erwartungshaltungen, Elternschaft und Begierde werden in der Geschichte um den traurigen Henry Spencer und die ihm anvertraute, monströse Frühgeburt - in der sich der Schrecken der Verantwortung ebenso manifestiert wie die Konsequenzen der Sexualität - zu einer depressiven Dystopie zusammengezogen.

Angesiedelt in der Einöde einer anonymen Industrielandschaft wird das Publikum durch verstörende Bildwelten gezogen, die mit einer von Maschinentönen und den bedrohlich anmutenden Betriebsgeräuschen der Körper dominierten Soundcollage verkoppelt werden. Trotz der vernichtenden Kritiken nach der Premiere wurde Eraserhead bald zum Kultfilm, der auf Lynchs spätere, nicht minder provozierende Arbeiten vorausdeuten sollte.

(Text: Filmarchiv Austria)

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Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph, Jeanne Bates, Judith Anna Roberts, Laura Near, u.a.
David Lynch
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