Fearless - Jenseits der Angst

 USA 1993

Fearless

Drama 122 min.
7.20
Fearless - Jenseits der Angst

Jeff Bridges und Rosie Perez als Überlebende eines Flugzeugabsturzes, die nach der Katastrophe nicht mehr in ihren Alltag zurückfinden.

Als sich der erfolgreiche Architekt Max Klein (Jeff Bridges) und sein Freund wie Geschäftspartner Jeff Gordon in San Francisco an Bord einer Linienmaschine begeben, die sie nach Houston bringen soll, sind sie guter Hoffnung, in Kürze mit einem lukrativen Vertragsabschluß zurückzukommen. Ähnlich optimistisch ist auch Carla Rodrigo(Rosie Perez), die mit ihrem zweijährigen Sohn eine Ferienreise antritt. Doch dann kommt alles ganz anders. Beim Landeanflug auf Houston stürzt das Flugzeug ab.

Binnen Sekunden begreifen die Passagiere, daß sie dem Tod ins Auge sehen. Max, der ohnehin an Flugangst leidet, ist für einen Moment wie gelähmt und dann auf einmal erstaunlich gefaßt. Zum ersten Mal in seinem Leben stellt er sich seiner Angst und reagiert auf das Unglück vollkommen gelassen, er bringt sogar einen Teil der Überlebenden in Sicherheit.

Carla hat nicht so viel Glück:Ihr kleiner Sohn wird ihr bei der Bruchlandung aus den Armen gerissen und ist tot. Auch drei Monate nach dem Absturz sind beide immer noch nicht in der Lage, über die Schrecken jenes Tages zu sprechen. Max, der das beim Absturz erlebte ekstatische Gefühl der Freiheit nicht einfach ablegen kann und sich seither für unsterblich hält, hat sich vonFrau und Kind entfremdet, Carla hingegen reagiert auf ihre Umwelt völlig teilnahmslos.

Ein von der Fluggesellschaft bereitgestellter Therapeut (Tom Hulce), der die Überlebenden psychologisch betreut, weiß keinen anderen Rat, als die beiden "Problemfälle" zusammenzubringen. Wie sich herausstellt, ist das für alle Beteiligten ein gewagtes Experiment...

Details

Jeff Bridges, Rosie Perez, Tom Hulce, Isabella Rossellini, u.a.
Peter Weir
Rafael Yglesias

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Ohne Furcht
    Peter Weir hat ein sehr komplexes Phänomen aus der Psychologie beackert. Das PTS: Posttraumatisches Stresssyndrom. Wer einen Flugzeugabsturz überlebt, hat es garantiert und reagiert für seine Umgebung sonderbar bis unverständlich. Hier ist es Max (Jeff Bridges). Er liefert eine äußerst beeindruckende Leistung ab. Jemand der dem Tod ins Auge geschaut hat, kennt keine Furcht. Der rast auch volles Rohr mit dem Auto gegen eine Wand (ohne Airbag!). Sein Liebesverhalten zur Ehefrau (Isabella Rossellini) ändert sich total und seine Arbeit wird zur Nebensache. Das hat Peter Weir recht glaubhaft in Szene gesetzt und bis in kleine Nebenrollen hochgradig besetzt: Tom-Amadeus-Hulce, der als Anwalt den finanziellen Aspekt bearbeitet, John Turturro den psychologischen. Nur Benicio Del Toro muss mit gebremstem Schaum spielen (ungewöhnlich für ‘Che‘), seine Frau Carla (Rosie Perez) hingegen agiert wirklich oscarreif. Gegen die hier angebotene, überraschende Überwindung des PTS à la Hollywood (dank einer Erdbeerallergie zurück ins Leben) mögen Experten Einwände haben, aber sie ist griffig und leicht nachvollziehbar. Unterhaltsam und weit besser als die üblichen Katastrophen-Filme.