Gerry

 USA 2001
Drama, Independent ab 12 103 min.
6.20
Gerry

Enigmatisch, wahrscheinlich nicht zu entschlüsseln: vermutlich Van Sants bester, auf jeden Fall sein mutigster und radikalster Film.

Zwei Freunde, beide namens Gerry, verlassen den Highway, um einen Abstecher in die wilde Steppe zu machen. Unbekümmert wandern sie durch die karge Natur, um bald darauf festzustellen, dass sie die Orientierung verloren haben. Anfangs noch amüsiert erkennen die jungen Männer schließlich den Ernst ihrer Lage. Hilflos und schweigend irren sie - gefangen zwischen Wüste und Bergen - durch die unbarmherzige Landschaft...

Details

Casey Affleck (Gerry), Matt Damon (Gerry)
Gus van Sant
Arvo Pärt
Harris Savides
Gus Van Sant, Casey Affleck, Matt Damon
Film Four International 76-78 Charlotte Street London WIP 1LX, Großbritannien T 20 7868 7766 F 20 7868 7700
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Becketts Odyssee
    Zwei Typen, beide namens Gerry, wollen "das Ding" besichtigen - und verirren sich in einer namenlosen Wüste. Zwei Typen ohne Geschichte, ohne Zukunft. Was wie ein Zweipersonenstück von Samuel Beckett beginnt, wird zu einem bedrohlichen, bedrückenden Irrweg durch eine atemberaubend schöne Landschaft.

    Szenen, die an Tarkowskij erinnern. Ruhig, schwer, irreal. Ewig lange Momente, die aber keinesfalls Langeweile oder Trägheit vermitteln, sondern vielmehr als Aufforderungen zur Meditation verstanden werden können.

    Gus van Sant landet damit sicher nicht den finanziellen Erfolg. Der Film ist No-Budget, er besitzt nicht mal ein Drehbuch. Er ist reine Liebhaberei, Fingerspitzenübung, Geduldsprobe.

    "Gerry" ist eine Odyssee in die innere Welt. Oder vielleicht auch in die äußere. Keiner weiß das so genau. Und genau diese Ungewissheit, die sogar vor dem eigenen Regisseur nicht zurückschreckt, erzeugt eine Dimension, die noch lange, nachdem man diesen bemerkenswerten Film gesehen hat, gefangenhält.