Gold (2013)

 D/CAN 2013
Drama, Abenteuer 113 min.
6.30
film.at poster

Klondike lockt mit Goldklumpen, die man lediglich vom Boden aufzuheben braucht. Doch der Weg dorthin ist lang. Und beschwerlich. Und gefährlich. Das jedenfalls muss die kleine Gruppe deutscher Einwanderer feststellen, die im Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch einmal einen Neuanfang wagen will und sich von einem Kaff in British Columbia aus auf den Weg durch die Wildnis macht. GOLD ist ein Western in Zeitlupe mit Panoramablick. Reich an Ereignissen, Geschichten und Details, genau beobachtet und mit Blick aufs Wesentliche inszeniert. Ein selbstbewusster Eintrag ins Genre, der an eine große Tradition anknüpft und diese zugleich transzendiert.

Details

Nina Hoss, Marko Mandic, Uwe Bohm, Lars Rudolph, Peter Kurth, Rosa Enskat, Wolfgang Packhäuser
Thomas Arslan
Andreas Mücke-Niesytka
Patrick Orth
Thomas Arslan
The Match Factory

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Gold für Emily
    Thomas Arslan hat den Western nicht neu erfunden. Er hat einen leisen, ganz andersartigen Film gemacht. Ende des 19. Jahrhunderts macht sich eine Gruppe auf den Weg zum Klondike, um dort Gold zu finden. Wenig Action, ebenso wenig Worte aber eine wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft. Erst in den letzten zehn Minuten kommt so etwas wie Spannung auf. Der Gruppe ergeht es nach dem Zehn-Negerlein-Prinzip. Dabei kommt es Arslan wohl darauf an, ein Gruppenbild aus der Pionierzeit zu zeigen und so betont er die inneren Konflikte, die Einsamkeit und die Strapazen. Der Guide Wilhelm Laser (Peter Kurth) hat keine Ahnung von der Route und will nur das Geld, Müller (Uwe Bohm), der saufende Pechvogel tappt in eine Bärenfalle, das Ehepaar Dietz gibt auf und kehrt um, Rossmann (Lars Rudolph) verliert den Verstand und nimmt sich das Leben und der Packer Böhmer (Marko Mandic) hätte es fast geschafft und die einzige Überlebende Emily (Nina Hoss) als Belohnung gekriegt, wären da nicht zwei Kopfgeldjäger hinter ihm her gewesen. Diese Emily trägt den Film in seiner ganzen Handlungsarmut. Sie überstrahlt die Leere und die Gefahr. Eine Frau, die psychisch und auch physisch in der Lage ist diesen Treck durchzustehen, ist den Männern überlegen. Und sie muss durchkommen, denn zu Hause gibt es nichts wofür es sich lohnt zurückzukehren. Mit ihrem gesunden Menschenverstand ist sie die heimliche Führerin. Der Erfolg gibt ihr Recht.
    Wenn die Gruppe diskutiert, ob man weitergehen oder umkehren soll, den Guide aufhängen oder laufen lassen soll, handelt sie. Ihre Stärke ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Nicht jedermanns Sache. Ganz bestimmt nicht für Western Fans.