Gossenkind

 D 1991
Drama 87 min.
5.60
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Karl Heinz Brenner ist der zerrissene Protagonist, der »tortured gay« (Variety) in Kerns eindringlichem, streckenweise recht dokumentarisch anmutenden Film.

Karl Heinz Brenner ist der zerrissene Protagonist, der »tortured gay« (Variety) in Kerns eindringlichem, streckenweise recht dokumentarisch anmutenden Film. Er verliebt sich in den Stricher Axel, der vom alkoholkranken Freund der Mutter vergewaltigt und zur Prostitution im Düsseldorfer Bahnhofsmilieu gezwungen wird. Der Minderjährige denkt vorerst nur in den von ihm recht deutlich formulierten Angeboten - »Fünfzig Eier fürs Wichsen, hundert Eier fürs Blasen, Arschficken ist nicht drin!« -, vertraut aber bis zum unvermeidlichen Scheitern der Romanze auf die angebotene Aufnahme und Zärtlichkeit. Kern schildert die wenig heile Welt der Außenseiter und Verlorenen, die sich vor den geschlossenen Augen einer Gesellschaft abspielt, die nach und nach emotional und sozial zu verarmen droht: »Dass GOSSENKIND trotz seiner bisweilen sehr unverblümten Sprache, erstaunlich unschuldig wirkt, gehört übrigens zu jenen Widersprüchen, die dafür sorgen, dass einem die Zeit im Kino nicht lang wird. Und dafür, dass sich über Kerns Melodram [...] ausgiebig streiten lässt.« (Rheinische Post).

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Winfried Glatzeder, Max Kellermann, Renate Krößner, Christoph Schlingensief, Christiane Lemm, u.a.
Peter Kern
Iwan Harlan
Manfred Scheer
Peter Kern

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