Gruppenbild mit Dame

 Deutschland / Frankreich 1977

Gruppenbild mit Dame / Portrait de groupe avec dame

Drama, Literaturverfilmung 89 min.
film.at poster

"Gruppenbild mit Dame" ist ein packendes Melodram nach Heinrich Böll, mit Romy Schneider in der Hauptrolle.

Das epische Drama erzählt von der Unternehmertochter Leni Gruyten, die zeitlebens versucht, ihren Idealen und Gefühlen treu zu bleiben - selbst wenn dies bittere Konsequenzen nach sich zieht:

So steht sie während des Zweiten Weltkriegs zu ihrer jüdischen Lehrerin und beginnt eine Liebesbeziehung mit einem russischen Kriegsgefangenen, von dem sie auch ein Kind bekommt. Und obwohl sie all diese geliebten Menschen verliert, gibt Leni nicht auf. Nach dem Krieg führt sie ein bescheidenes, aber glückliches Leben und verliebt sich im "Wohlstandsdeutschland" der 60er Jahre einmal mehr in einen gesellschaftlichen Außenseiter: den Türken Mehmet...

Details

Romy Schneider, Brad Dourif, Michel Galabru, Vadim Glowna, Richard Münch, u.a.
Aleksandar Petrovic
Heinrich Böll

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Nur die Dame zählt
    Der Film ist über 30 Jahre alt und das merkt man ihm auch an. Die Romanvorlage von Heinrich Böll ist besser, weil klarer. Und auch die kleinen Seitenhiebe auf die katholische Kirche ¿ ein typisches Merkmal Böllscher Erzählungen ¿ kommen kaum vor. Es ist schwer nachzuvollziehen, was Drehbuch und Regie mit dieser Art von Aufarbeitung des 3. Reiches bezwecken wollen. Ist es nur ein ¿Gruppenbild¿ der Gesellschaft, ganz zufällig aufgenommen? Vor allem der Anfang und der Schluss schaffen die totale Verwirrung, sodass sich der Zuschauer fragt:¿Was soll¿s?¿
    Eine deutsche ¿Dame¿ schlägt sich durch die Kriegswirren des 2. Weltkrieges, ohne ihre moralische Weste zu beschmutzen: sie hilft, zeigt Zivilcourage und von der Politik hält sie sich fern. Sie lässt sich mit einem russischen Kriegsgefangenen ein, lebt letztendlich sogar mit einem Türken zusammen, bekommt ein Kind, das man aber nie sieht, und weint und leidet an der bösen Welt, in der um sie herum auch ab und zu gestorben wird. Die Dimension der ganzen tiefen menschlichen Tragik fehlt völlig. Schade, alles bleibt an der Oberfläche, plätschert so dahin.
    Romy Schneider gibt ihr Bestes, kann diesen Film aber nicht retten.