Haider lebt - 1. April 2021

 A 2002
Komödie, Independent 85 min.
4.80
Haider lebt - 1. April 2021

Wien im Jahre 2021. Ein Deutscher Journalist kommt nach Wien um eine Reportage über Jörg Haider zu recherchieren.

Wien im Jahre 2021. Europa ist in amerikanische Sektoren aufgeteilt. Die Währung wird von Euro auf Dollar umgestellt. Johnny Bush (der Sohn des amerikanischen Friedenskanzler Georg Bush) ist der Bundeskanzler in Österreich. Englisch wird zur Hauptsprache, Dialekte sind verboten. Die Wiener treffen sich im Untergrund (bei den Dinosauriern) um ihr wienerisch zu pflegen. Der Deutsche Journalist August Maria Kaiser kommt nach Wien um eine Reportage über den verschollenen Jörg Haider zu recherchieren. Haider hatte Österreich die letzten 20 Jahre regiert und wurde von den Amerikanern vertrieben. Auf den Weg die Wahrheit über Haider herauszufinden, begegnet Kaiser vielen Bekannten.Phantasiert Zukünftiges. Es wird NIE geschehen. Was die handelnden Personen tun und sagen, was sie unterlassen und verschweigen, ist traumhafte Erfindung. Die heute schon lebenden Personen mit gleichem Namen werden das, was namensgleiche Protagonisten im Film anrichten, in der Realität nicht tun, und sie werden das, was über sie berichtet wird, nicht tun, und sie werden das, was über sie berichtet wird, nicht getan haben. Das sich allenfalls einstellende Gefühl der Ähnlichkeit zwischen diesen Personen und den Filmfiguren resultiert nur aus dem Umstand, dass auch der Alptraum in der bitteren Realität seine Ursachen hat.

Details

August Diehl, Traute Hoess, Heinrich Herki, Günther Tolar, Hilde Sochor
Peter Kern
Peter Kern
Einhorn Filmverleih

Kritiken

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User Kritiken

  • UNFILM
    Als österreichischer Filmemacher muss man sich für diesen UNFILM genieren - ganz egal wie man politisch steht. Es handelt sich um Wahlpropagander auf tiefstem Niveau, unglaublich schlecht umgesetzt ... sodass jeder Siegerfilm eines Amateurfilmfestivals mehr zum Nachdenken anregt und dramaturgische Highlights aufweist. Es war wohl mehr eine Sozialtherapie für die Macher, die ihre kindlichen Perversionen und Wahnvorstellungen auslebten ...

    Re:UNFILM
    Propaganda, nicht Propagander; dies alleine reicht aus, um den restlichenText in Vergessenheit geraten zu lassen,bzw. den Imperativ aufzustellen, diesen Text sofort vergessen zu müssen.

  • SUUUPEEER FILM!!!
    Das ist der beste Komödie, die ich seit langem gesehen habe. Natürlich - versteh ich eh :-) - nix für FPÖler...und man muss schon a bissl an der Politik interessiert sein...aber wer das net is, hat bei mir eh schon ausgeschissen *gg*

    Also ich hoffe, dass er jemals ins Fernsehen kommt!!

    lg,flox

  • Lächerlich - Schlingensief Teil 2
    Qualitätsloses Trashkino pur.
    Einmal mehr gibt sich die österreichische Bevölkerung der Lächerlichkeit Preis, und soll sich von einem ExilÖsterreicher die Welt erklären lassen. Die einzigen Lacher des stark unterbesetztem Publikum kamen von deutschen Gästen ¿ kein Wunder!
    Ich hoffe die wahre Gesinnung der meisten Österreicher ist spätestens nach dem Wahlergebnis (welches Vorauszusehen war) nun endlich auch ins ferne Düsseldorf (Wahlheimat des Regisseurs) durchgedrungen.
    Ich bin nur froh, daß ich den Film erst jetzt gesehen habe. Ich verspürte allerdings danach den großen Drang einen Film zum Spott der Mehrheit der Deutschen, welche die jetzige Koalition gewählt haben zu drehen. Andererseits glaube ich, dass aktuelle Umfrageergebnisse (Beliebtheitsskala Schröders ist nach wenigen Monaten auf weniger als die Hälfte gesunken ¿ dies ist wohl einmalig in Europas moderner Geschichte) Spott genug sind.
    Zur Umsetzung der Kameraführung ist alles schon gesagt. Wird aber ohnedies im Film entschudigt, da die Kamera im Film ein Österreicher bedient (welcher wahrscheinlich zu blöd dafür ist) , und der Wunsch des Hauptdarstellers nach Ersatz durch einen deutschen Kollegen nicht entsprochen wird.

    Ich zweifle auch diesmal, dass Deutschland nicht genug Material hat um sich selbst über sich lustig zu machen.

  • Man muss den Film nicht gleich so verreissen...
    ...also wer sich über Handkamera oder fehlende Spezialeffekte aufregt, war definitiv im falschen Film. Aber lass ma das.
    Ich fand den Film recht interessant, ein paar Mal hab ich auch gelacht, und teilweise war er sehr klug und utopisch-alptraumhaft (was ja auch beabsichtig war).
    Nicht so toll war, dass der Film sich nicht entscheiden konnte, ob er Kunst ist, oder Politikum, Dokumentation oder Satire, und der Mischmasch aus alledem ist im Gesamten ein bisserl unstimmig.
    Trotzdem gibt es sehr gute Szenen, wie zB die beiden pensionierten Sozialisten, übrigens auch hervorragend gespielt, besonders von der alten Frau (Hilde Sochor, glaub ich).

  • Beileid
    Mein Beileid an Herrn Kern, den Stümper. Wie hat er es eigentlich geschafft, als Regisseur auftreten zu dürfen?

  • Wunderbar? Grandios?
    Ich versteh nicht, wie einige hier so einen Film als grandios oder wunderbar bezeichnen können. Für so etwas, das nicht einmal den Namen Film verdient, ist jeder Cent zu schade.
    Das einzige, was man mit so einem "Ding" erreicht, ist die Verbindung zu Haider selbst: Beide sind scheiße!!!!!!!!!!!

    Re: Wunderbar? Grandios?
    ich kann dir nur vollinhaltlich zustimmen. Ich habe mir nicht allzuviel von diesem Film erwartet. Mußte dann aber nach wenigen Minuten des Grauens feststellen, dass der österreichische Film nun wirklich restlos am Ende ist. Ich frage mich wieso sich einige durchaus honorige österreichische Schauspieler für diesen unglaublichen Müll hergegeben haben. Dieser Film ist dermaßen schlecht, dass damit alle Haider- u. Regierungskritiker diskreditiert werden. Ich schäme mich als Linker für diesen Film u. rate jedem, diesen Film weder anzusehen noch namentlich zu erwähnen. Wenn man vom Niveau des Filmes ausgeht, müßte man annehmen, dass der Film eine Eigenproduktion der FPÖ ist.

    Re: Re: Wunderbar? Grandios?
    Ich muss hier ebenfalls vollinhaltlich zustimmen. Ich habe mir wenig erwartet und bin trotzdem enttäuscht worden. Das soll was heissen... Der Film übt weder Kritik an irgendetwas, noch regt er zum Nachdenken an - es ist einfach ein utopischer Film auf unterstem Niveau und noch dazu schlecht umgesetzt.

  • Warnung - keinesfalls hingehen !!!
    Dieser Film kommt über das Niveau eines verpatzten Amateurvideos MIT ABSTAND in keinem der unten angeführten Bereiche hinaus.

    Technik:
    Die Kameraführung ist eine Katastrophe: das Bild wackelt ständig, außer in einer kurzen Szene, wo der Aufnahmekasten kurz auf den Boden gelegt wird ( und selbst dann ist das Bild schief).
    Die opt. Auflösung ist ebenfalls desaströs.
    Über die Requisiten braucht man gar nicht zu sprechen. Die Schauplätze wurden für die Dreharbeiten weder abgesperrt noch irgendwie präpariert. Ob der am Ende des Films gezeigte Käfig aufwendiger war als Haiders Grabkreuz, bezweifle ich.
    Auch die Spezialeffekte ( Fernsehen, Erschießung der "Gefangenen") sind unglaublich schlecht gemacht.

    schauspielerische Leistung:
    Die Darsteller imitieren die von ihnen dargestellten Politiker deshalb nicht, da ihre schauspielerisches Können dazu nicht in der Lage ist . Die Randfiguren (Polizei) wurden, obwohl es höchst notwendig gewesen wäre, überhaupt nie ausgetauscht.

    Inhalt:
    Die Pointen sind schwach, dürftig gesäht und billig, die Moral der Geschichte gleich null, die großen, erfundenen "Enthüllungen" auf einer Hand aufzuzählen und peinlich trivial.

    Kurz und gut: schade um das Celluloid, schade um die vertane Zeit, schade um das Geld.

    TOTALE FRECHHEIT
    muss man immer gleich alles und jeden so in den Dreck ziehen, der Regiesseur hat sie DOCH NICHT MEHR ALLE! DER MEINT WOLL ER WIESSE JETZT GENAU WAS DA ALLES GELOFFEN IST; DOCH DA HÄTT A MAL GSCHEIDER AN FIRLM ÜBER DIE ROT-SCHWARZE KOALISATION GEDREHT! WEIL DE HAM ECHT NICHTS IM KOPF; UND LASSEN INS ÖSTERREICH UNTERGEHEN; VIEL SPA? DENN ALLEN DIE GERN MIT IHNEN UNTERGEHEN UND MIT 90 JAHREN NO ARBEITEN WEIL KOA GELD MEHR DA IST FÜR PENISONEN ; WEIL SES ALLES IN DIE AUSLÄNDER GEGEBEN HABEN: wo gibts den des sonst, in Norwegen muas ma zuerst a wohnung, Arbeit und Geld haben bevor ma einer kimmt und ansonsten kann man wieder gehen. ABER BITTE ES WERDEN SCHON GERN A POA LEIT FÜR DIE ANDEREN ARBEITEN GIAN!

    Re: Warnung - keinesfalls hingehen !!!
    Ich hab den Film nicht gesehen, es reizt mich auch gar nicht weils mir persönlich zusehr nach pseudo-Aufreger klingt !
    Andererseits ist gerade so eine Provokante Story vielleicht gar nicht so schlecht (es funktioniert) denn zumindest auf Film.at haben sich scheinbar doch recht viele dadurch in die Vorstellung locken lassen !

    Zur Kameratechnik:
    ich vermute der Film ist auf Video gedreht und erst das Endprodukt ist dann auf Film überspielt worden (also kann man nicht wirklich von Celluloid Verschwendung sprechen, die schlechtere Bildauflösung ist mitunter mit dieser Technik verbunden, impliziert gleichzeitig aber auch gewisse real life atmosphäre-zumindest theoretisch).
    Die wackelige Kameraführung ist ansich naheliegend weil der Regisseur sichtlich auf Authentizität aus ist (ich mag sowas auch nicht so gerne aber ich tu das mal als Geschmackssache ab und nicht als Kritikpunkt). Abgesehen davon, sobald du bei einer etwas bekannteren Location ein Stativ aufstellst, wirst du zur Kasse gebeten!

    Jetzt ne Frage zum Abschluß:
    Wer glaubst du finanziert diesen (doch recht riskanten) Film ?
    ...
    und jetzt überleg dir mal wie man mit der "tollen" Finanzierung Schauplätze absperren, top Schauspieler bekommt, geschweigedenn Spezialeffekte bekommt ???
    Insofern könnte man das ganze schon etwas relativieren und eventuell einen experimentellen Charakter in die objektive Bewertung miteinbeziehen.
    anyway
    grüße
    Matthias

    Re: Re: Warnung - keinesfalls hingehen !!!
    Eigentlich isses mir ja wurscht da ich den Film wie gesagt nicht gesehen habe. Hab kürzlich einen Auschnitt gesehen, der hat das von mir gesagte größtenteils bestätigt (und wie gesagt Kamera ohne Stativ ist ein beliebtes Stilmittel
    Dogma Filme beschränken sich auch darauf und du wirst noch auf viele 100 Filme stoßen die auch ohne Stativ arbeiten). Wobei es wirklich nicht so toll ist wennst die ganze Zeit bewegte Kamera siehst und dann kommt plötzlich ne Kranfahrt (?), wies im Auschnitt der Fall war.
    Die Authentizität bezog sich auch nur auf den Realismus in dem Sinne das bewegte Kamera nun mal nen realistischeren, intensiveren Touch hat, weil das Gefühl des dabeiseins mehr entsteht als bei einem perfekten Bild - zumindest in der Theorie wird das so gelernt und in der Praxis oft so gehandhabt.
    Das mit den Requisiten, kann man vielleicht dadurch erklären das sich eben nichts in dieser Zeit verändert hat.
    Wie dem auch sei, ich wollte zur Kritik primär nur andere Aspekte beisteuern.

    Re: Re: Warnung - keinesfalls hingehen !!!
    Lieber Matthias!

    Die "provokante" Story ist sehr schlecht:
    Erstens kann man sie ja nicht einmal als provokant bezeichnen, da zur Provokation auch ein Mindestmaß an Subtiliät dazugehört und nicht einfach nur frei Erfundenes und Geschmacklosigkeiten. Es ist sagen wir, höchstens eine (verpatzte) Provokation um der Provokation willen. - aber keinesfalls ein künstlerisches Mittel.
    Zweitens entbehrt die "Story" jedes tieferen Inhalts, jeder Moral und Ironie.

    Durch den Titel und die gar nicht so uninteressant klingende Filmbeschreibung haben sich leider zu viele in die Vorstellung locken lassen. Doch scheinen sie, genauso wie ich, maßlos enttäuscht.

    Bezüglich Kameratechnik muß das teilweise wohl so sein, wie Du sagst. Das Kleingeld für das Stativ-Aufstellen wäre allerdings schon zu berappen gewesen: es wurde ja nur der Heldenplatz, und die Dreifaltigkeitssäule am Graben gefilmt und ich kann mir ja kaum vorstellen, daß das zu ständige Magistratsamt da viel verlangt hätte.
    Um das (wenige) Celluloid ist aber trotzdem schade.
    Daß der Autor aber auf Authentizität aus war, kann mir niemand erzählen: Wäre er das gewesen, hätte er auf die " Bühne " mehr Wert legen müssen. Man kann doch nicht einen Film drehen, der vormachen sollte, 2021 zu spielen, und Straßenszenen zeigt, wie sie heute vorkommen und ein Fernsehen präsentiert, das schlechter als in den 50er Jahren aussieht.

    Die Finanzen waren bei diesem Film nicht das ausschlaggebende Hindernis*, sondern folgendes:
    - mangelnde Ideen und Kreativität beim Autor
    - mangelnde Kenntnis der politischen Situation
    - falsche Erwartungshaltung, aufgrund gewisser politischer Differenzen, billigen Profit schlagen zu können
    - Unfähigkeit, mit einfachen Mitteln etwas Respektables zu schaffen ( Gegenbeispiele findet man in der Filmgeschichte haufenweise)

    Noch was zum experimentellen Charakter:
    Wozu macht man eigentlich ein Experiment? - um etwas herauszufinden.
    Und was wollte Herr Kern herausfinden? Sind es Studien zur Aufnahmetechnik? - Mir scheint nicht und wenn, sind sie unsinnig.
    Wollte er sehen, wie weit er mit seiner Provokation kommt? Auch dann ist das Experiment fehlgeschlagen, denn mit vermasselten Provoktationen bekommt man wahrscheinlich falsche Ergebnisse. Beabsichtigte Kern also das letztere, hat er seine bescheidenen Fähigkeiten wohl ziemlich überschätzt.

    Ich weigere mich daher, mein vorhergehendes Mailing zu relativieren und fordere Herrn Kern auf, sich seine "Experimente" zu Hause anzusehen und das Kinopublikum nicht mehr damit zu belästigen. - Sollte er dann wirklich einmal etwas realisieren, was man auch als Film bezeichnen kann, obwohl dies sehr zweifelhaft ist, kann er ja nochmals damit auftreten.

    mfG
    Stefan

    * skurilerweise werden am Ende des Films ja alle Sponsoren und NICHT-Sponsoren ( so eine Frechheit ist übrigens auch einzigartig) aufgezählt.
    Denjenigen, die zu diesem Schund nichts beigetragen haben, sei an dieser Stelle nochmals herzlichst gratuliert.

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