Hamlet (2000)

 USA 2000
Drama, Literaturverfilmung, Independent 112 min.
6.00
film.at poster

Shakespeares Drama um den zögerlichen Rächer Hamlet, verlegt in das New York der Gegenwart.

New York, 2000: Der Präsident und Vorstandsvorsitzende der Denmark Corporation (Sam Shepard) ist tot. Ausgerechnet sein Bruder Claudius (Kyle MacLachlan), der des Mordes verdächtigt wird, hat seinen Posten übernommen und nach nur zweimonatiger Trauerzeit die Witwe Gertrude (Diane Venora) geheiratet.

Ihr Sohn Hamlet (Ethan Hawke) leidet sehr unter der Situation. Doch Hamlet erkennt, dass er dafür bestimmt ist, den Tod seines Vaters zu rächen. Eine unheilvolle Serie von Entdeckungen, Lügen und Intrigen beginnt, die das Leben aller Beteiligter zerstören wird.

Michael Almereyda transferiert das Königreich Dänemark als Medienkonzern »Denmark Corporation« in das Manhattan der Gegenwart, das er als kalte, multi-medial saturierte Welt zeigt, in der jeder konstant beobachtet und beobachtet wird. Der zögerliche Ödipus Hamlet übt sich dementsprechend als angehender Film- bzw. Videokünstler und ist treffend besetzt mit Ethan Hawke, dem Parade-Slacker des US-Kinos. (Filmarchiv Austria)

Details

Ethan Hawke, Kyle MacLachlan, Sam Shepard, Diane Verona, Bill Murray, Casey Affleck, Karl Geary, Liev Schreiber, Julia Stiles, Dechen Thruman, Jeffrey Wright, Steve Zahn
Michael Almereyda
John de Borman
Michael Almereyda, nach dem Stück von William Shakespeare
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Gut oder nicht gut?
    Spätestens seit der mehr als gelungenen Baz Luhrmann-Umsetzung von ROMEO UND JULIA wissen wir wie spektakulär ein zeitversetzter Shakespeare ausschauen kann. Großartige Bilder, Shakespeares unglaublich schöne, verschnörkselte und für jeden verständliche Sprache und Jungschauspieler die echt zeigen dürfen was sie drauf haben. Da wars irgendwie noch neu und auch alles passend. Bei dieser neuen HAMLET Version ist es doch ein wenig anders. Am Ende hatte ich ein paar Zweifel an dieser Version. Im New York des Jahres 2000 angesiedelt erscheint der Geist des ermordeten König von Denmark im Gang eines riesigen Bürogebäudes zwischen Aufzug und Pepsiautomat. Hamlet (Ethan Hawke) ist jetzt ein Regiesseur - mehr im Independentbereich versteht sich - und raunzt seine nachdenklichen ´Sein oder nicht sein´-Sprüche in öffentlichen Waschküchen. Fand ich eher lustig als innovativ. Aber was solls. Insgesamt ist der Film nicht übel. Wie auch - Bei einem solch geilen ´Drehbuch´! 6/10

    Re:Gut oder nicht gut?
    Wo Romeo und Julia hauptsächlich durch seine visuelle Umsetzung beeindruckt, läßt Almereyda mehr Platz für die eigentliche Tragödie.
    Die Bilder rahmen manchmal nur skizzenhaft die Sprache Shakespeares um sich dann wieder zu ihr aufzuwchwingen um an den tiefen der Seele zu rühren.
    Ein Film der Wirkung zeigt.