Haus Bellomont

 GB 2000

The House of Mirth

Drama, Kostümfilm 21.09.2001 140 min.
film.at poster

Lily Brat ist eine charmante und beliebte Gesellschaftsdame in der amerikanischen Upper Class. Ihr einziger Makel besteht darin, dass sie nicht vermögend ist.

Kurzinhalt:
New York 1905. Lily Bart (Gillian Anderson) ist eine hinreißende Gesellschaftsdame auf dem Höhepunkt ihrer sozialen Karriere. Doch ihr Charme und ihre Schönheit lösen Eifersucht und Missgunst aus. Ihr einziger, bis dahin wohlwollend übersehener Makel - ein gewisser Mangel an finanzieller Sicherheit - wird zur Existenz gefährdenden Bedrohung. Der Versuch, einen wohlhabenden Ehemann zu finden und die gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen, zerstört Lilys Chance auf wahre Liebe mit dem Anwalt Lawrence Selden (Eric Stoltz). Ihre Suche nach einem passenden Gatten mündet in einem Skandal, als sie fälschlich einer Affäre mit einem verheirateten Mann bezichtigt und von der Gesellschaft verstoßen wird. Verzweifelt und verarmt bleibt Lily nur ein Ausweg.

Langinhalt:

Die schöne, nicht mehr ganz junge Lily Bart (Gillian Anderson) leidet an einem unverzeihlichen gesellschaftlichen Makel: sie ist nicht vermögend. Ihre einzige Chance, diesen Makel zu beseitigen, liegt darin, sich einen wohlhabenden Mann zu suchen. Unglücklicherweise hat der angesehene und geheimnisvolle Anwalt Lawrence Selden (Eric Stoltz) bereits ihr Herz gestohlen. Doch die beiden können niemals die geheimen Leidenschaften ausleben, die sich hinter ihrem ironischen und humorvollen Schlagabtausch verbergen, denn Selden ist nicht reich genug. Deswegen muss er im Hintergrund bleiben und der Frau, die er begehrt, bei der Suche nach einem Ehemann zusehen, den sie niemals lieben wird.

In ihrer Schönheit und mit ihrem Charme wird Lily so lange von der New Yorker Gesellschaft akzeptiert, wie sie am abendlichen Spieltisch bei den Einsätzen mithalten und für sich aufkommen kann. Als ihr die Spielschulden über den Kopf wachsen, wendet sie sich an Gus Trenor (Dan Aykroyd), den Mann ihrer besten Freundin. Er gibt vor, ihr Kapital zu betreuen und macht sie glauben, dass das Geld, das er ihr gibt, ihre Zinsen sind. Doch bald erfährt sie, dass er ihr einfach nur Geld gibt und dafür erotische Zuwendungen von ihr erwartet. Empört weist Lily Trenors Annäherungsversuche zurück und steht vor dem finanziellen Bankrott. So wird sie zum Opfer der skrupellosen Bertha Dorset (Laura Linney), die ihre Situation ausnutzt, sie zur Gesellschaftsdame degradiert und immer wieder demütigt. Berthas böses Spiel geht sehr weit: Um ihre, durch eine ihrer Affären gefährdete, Ehe zu retten, behauptet sie, Lily habe eine ehebrecherische Beziehung zu ihrem Mann George (Terry Kinney). Die Gesellschaft wendet sich von Lily ab.

George bittet Lily, die Wahrheit über Bertha zu sagen, um sich selbst zu retten. Der Druck auf Lily nimmt zu, als der freundliche Neureiche Sim Rosedale (Anthony LaPaglia) Lily ein Angebot unterbreitet: Wenn sie ihren guten Ruf wiederherstellt, wird er sie heiraten und ihr die finanzielle Sicherheit geben, die sie benötigt.

Lily hat tatsächlich die Macht, Bertha zu vernichten. Sie ist im Besitz von Liebesbriefen, die die verheiratete Bertha einem anderen Mann geschrieben hat. Allerdings handelt es sich bei dem Adressaten um ... Lawrence Selden.

Lily steckt in einem Dilemma, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint: Soll sie sich selbst retten, in dem sie den Ruf des Mannes, den sie liebt, zerstört? Hin- und hergerissen zwischen Liebe und Verrat entschließt sie sich, ein Opfer zu bringen.
Länge: 135 Minuten

Details

Gillian Anderson, Eric Stoltz, Dan Aykroyd, Laura Linney, Elizabeth Mc Govern, Anthony LaPaglia, Terry Kinney,
Terence Davies
Alessandro Marcello, Wolfgang Amadeus Mozart, Giocchino Rossini, Alexander V. Tamir, Jospeh Haydn
Remi Adefarasin, B.S.C.
Terence Davies nach dem Roman von Edith Wharton
Polyfilm Verleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Kritik 1
    The House of Mirth



    Es war einmal New York 1905, LILLY BART ( Gilian Anderson ) ist reich geboren, reich aufgewachsen, lebt im Haus Bellemont, einem reichen Landsitz in der Nähe der Stadt. Sie hat nicht viel zu tun außer schön zu sein und sich des Lebens zu erfreuen. Hie und da geht Ihr Ihre Schwester GRACE STEPNEY ( Jodhi May ) am Nerv, aber das kann man gerade noch verwinden. Ihre Tante so ein richtiger Drachen mit der Alten Erziehungsschule, hackt dauernd auf Ihr herum, aber das kann man auch überleben, weil sie dauernd in der High Society herumzieht. Ein Problem hat LILLY aber, sie hat Ihr ganzes Vermögen beim Kartenspiel verjubelt. Sie wollte einfach zur Gesellschaft gehören, wollte einfach was machen um noch beliebter zu werden, um noch mehr gesehen zu werden, flog aber auf die Schnauze. Sie hat kein Geld mehr, nicht so richtig und keiner gibt Ihr was, Ihr Lebensstandard muß doch erhalten bleiben. Also geht sie zu CHARLES AUGUSTUS TRENOR ( GUS ) ( Dan Aykroyd ), den sie bittet Ihr zu helfen. Der ist auf der Börse ein ziemlich großes Tier und legt Ihr letztes Geld an das sie hat und macht aus seinen einigen Dollarn, die er Ihr borgt 5000 $ und legt es noch mal an und so kommen 9000 $ raus. Das Problem ist, das er sie heiraten will, und LILLY will nicht, sie ist regelrecht schockiert das er nur Ihren Körper will, und so geht LILLY im Haß von GUS weg.
    Doch eines hat sie noch, ein großes Problem ¿ 9000 $ Schulden. Die kann sie nie zurückzahlen.
    Ihre Freundin BERTA ratet Ihr einfach einen betuchteren Mann zu suchen um Ihn zu heiraten aber davon will sie nichts hören. Sie ist einzig und alleine in den Anwalt LAWRENCE SHELDEN ( Eric Stoltz ) verliebt, kriegt ihn aber nicht da er verheiratet ist und das mit einer guten Bekannten von Ihr. GEORGE DORSET kann sie auch nicht heiraten, da er mit Ihrer Freundin verheirate ist die ihn sitzen hat lassen.
    LILLY hat immer weniger Geld, dann noch die Schulden. Nach einiger Zeit wird sie noch bezichtigt das sie die Ehe von GEORGE vernichtet hat, weil sie eine Beziehung mit einem verheiratetem Mann gehabt haben soll. Der Ruf ist ein für alle mal zerstört. Überall wo sie hingeht sieht man auf sie herab, und sie ist verrufen. Sie hat keine Chance mehr den Ruf wieder herzustellen. Nach einiger Zeit bringt Ihr die Haushälterin von SHELDEN ein paar Briefe vorbei und verkauft sie Ihr. Dort ist aber klar ersichtlich, das sie unschuldig ist, aber dafür würde sie LAWRENCE bis auf die Knochen diskreditieren. Das kann sie nicht zu lassen. Keiner hilft Ihr, keiner hat ein bißchen Liebe für sie, keiner hilft Ihr aus der Patsche. Aus den reichen Freunden die sie einst liebte sind lauter Feinde geworden. SAM ROSEDALE ( Anthony LaPaglia ) hat sie auch heiraten wollen ), aber sie lehnte damals ab, als sie die Chance hatte, jetzt will sie ihn, und er will sie aber nicht er hat andere Sorgen und möchte nicht gesehen werden in der Öffentlichkeit mit LILLY. Als unerwartet die reiche Tante GRACE JULIA stirbt, gibt es für sie nur noch mehr Probleme und die ganze Lage spitzt sich zu.
    Wäre der Film ein Gemälde, mehr nicht, würde er im Louvre hängen. Der Film demaskiert die narzistische Adelswelt der Reichen Leute damals 1905 in New York. Jeder hatte Geld, keiner wußte was damit anzufangen, und keiner kam auf die Idee einer Hilfsorganisation das Geld zu geben. Zeitgeistmässig ist der Film historisch sehr gut orientiert und porträtiert ein Sittenbild das Ähnlichkeiten hat mit ¿ Zeit der Unschuld ¿, ¿ Valmont ¿
    Oder ¿ Gefährliche Liebschaften ¿. Ein Schuß ¿ Sinn und Sinnlichkeiten ¿ und ¿ Das Ende einer Affäre ¿
    Ein bißchen ¿ Wilder Zauber ¿ und ¿ Was vom Tage übrigblieb ¿Die Frauen damals sind von Ihren Männern total unabhängig gewesen, Diese sind nur als Geldsäcke im Haus geblieben um den Reichen Ladys den ganzen Mist zu finanzieren. Die Kostüme dieses 135 Min. Filmes sind wirklich sehr gut, und die ganz

    Re: Kritik 1
    Lieber Tuvok,

    Du hast entweder den Film nicht gesehen oder überhaupt nicht verstanden. Um die gröbsten Fehler richtig zu stellen: Gus hat Lillys Geld nicht angelegt (wie er sollte) und will sie auch zu keinem Zeitpunkt heiraten (da er bereits verheiratet ist). Er gibt ihr stattdessen Geld aus seiner Tasche und erwartet von ihr dafür sexuelle Gefälligkeiten.

    Der Anwalt Sheldon ist dafür nicht verheiratet, besitzt aber zuwenig Geld als daß er als Heiratskanditat in Frage kommt.

    Also Leute haltet's euch an die Inhaltsangabe von film.at, weil diese strotzt vor Fehlern.

    Re: Kritik 1
    Die Kostüme dieses 135 Min. Filmes sind wirklich sehr gut, und die ganze Aufmachung, die Schlösser, die Häuser und die Drehorte sind wirklich gut gewählt und bringen das ganze Flair des Adels von damals rüber. Jeder reiche wurde noch reicher, und die Armen, die starben einfach. Der Streifen ist keiner der üblichen Frauenfilme, sondern eher was besonderes, nicht nur weil Gilian Anderson die Rolle so spielt als wäre sie geboren dafür. Sie hat das richtige Gesicht, die richtige Statur, und auch eine sehr gute Mimik, und so dürfte sie endlich Ihr Akte X Image los sein. Man glaubt gar nicht das sie mal in einem so coolen Outfit wie bei
    Akte X herumlief. Anfangs ist der Film irre fade, die ganzen Dialoge, und sie ist immer im Mittelpunkt, die tragende Rolle des ganzen. Wäre sie nicht, wäre der Film zum schmeißen. Es geht einfach langweilig weiter, und man ist geneigt einfach einzuschlafen, oder den Fluchtweg zu benutzen und hinauszulaufen.
    Wenn man sich im Kinosaal umgesehen hat, sah man einige Frauen die die Köpfe Ihrer Frauen hielten Diese Streichelten und Ihnen Kinderschlaflieder vorsangen. Nicht so bei uns, meine Freundin sang mir ¿ Breaking the Law ¿ von Judas Priest vor. War ohne E ¿ Gitarre nur halt schwer das rüberzubringen. Aufgewacht ist trotzdem keiner, der Film war eh langweilig genug. So irgendwann im zweiten Drittel wurde der Film interessanter, welche Szene das war weiß ich nicht mehr, aber man bekam einfach Mitleid mit der Darstellerin.
    Man interessierte sich auch für die Geschichte, und das hielt bis zum Ende durch, es wurde wirklich sehr spannend, und sehr einfühlsam, das ganze ist sehr ruhig aufgebaut, und aus der Sicht einer Reichen Frau erzählt, wie es halt damals üblich war. Die Thematik dieses 10 Millionen $ Budget Filmes ist einfach zeitlos, und wenn man sich ansieht was es für Filme gibt, richtigen Mist, ist dieser Streifen doch mal was anderes, und eher mehr für Leute geeignet die in einem Film über das Geschlechtsleben burmesischer Vorhangbezüge nachdenken, und in der Zwischenzeit die 12. Millionste Primzahl auswendig lernen, während sie die Wurzel aus den Babylonischen Keilschriftzahlen ziehen, und das in lateinischer Sprache. Naja der Film ist eher anspruchsvoll, saufad, wird aber nach einiger Zeit sehr spannend und einfühlsam und macht sehr nachdenklich.
    Wer Freunde hat hat oft Freunde die keine sind.


    Also empfehlenswert und

    76,10 von 100

  • Anschauen! Der Film zählt!
    THE HOUSE OF MIRTH von Terence Davies ist eine furchtbar ruhige Literaturverfilmung. Furchtbar grausam die Geschichte und furchtbar fantastisch die Akte X - Frau Gillian Anderson. Der Film spielt zu Beginn des 20.Jhdts in der New Yorker High Society. Lily Bart (Anderson) ist stark und schön aber sie ist in einer besonders unangenehmen Situation. Ohne einen reichen Mann an ihrer Seite und kaum noch eigene finanzielle Mittel steht sie verdammt unter Druck. Langsam wird sie von einer heuchlerischen Gesellschaft fertig gemacht, die keine Frau ohne Mann duldet. Sie wird von reichen, verheirateten Männern ausgenutzt und von ´Freundinnen´ verraten. Eine Seele wird zermalmt, ein Wille gebrochen. Lily hat schließlich keine Kraft mehr für die mögliche (!) Revenge und auch keine mehr zum Leben.

    Gillian Anderson gibt eine hammerharte und unglaublich detaillierte Vorstellung. Achtet nur daurauf wie ´auffällig´ sinnlich Lily Bart ihre Zigaretten raucht wenn sie mit ihrem Freund und Vertrauten Lawrence Selden im Gras liegt und sich unterhält. Keine Frage - Lily liebt Lawrence, der übrigens selbst auch nicht gebunden ist. Doch die beiden werden sich nie finden. Es ist eben diese Art von trauriger und mutloser Zuneigung. Andersons ausdrucksstarke Augen machen Lilys dunkelsten Wunsch klar. Man weiß lange vor dem Ende wie der Film ausgehen wird.

    Gillian Anderson braucht keinen Oscar. Scheiß drauf! Sie ist in THE HOUSE OF MIRTH auch so besser als der Rest. Bravo! Der Schluß dieses schockierenden und unvergeßlichen Dramas war für mich eine Erlösung. 11/10

  • furchtbar
    nicht anschauen, unerträglich
    nach 2 Stunden und 15 minuten hat sie sich endlich umgebracht - ende

    Re: furchtbar
    Danke tweety für die Warnung!
    Lass dich nicht unterkriegen von diesen Hobbykritikern, die in ihren Endlosrezitationen nicht halbsoviel rüberbringen wie du in zwei sätzen...

    Re: furchtbar
    An Cooper und bladder: was für eine Wortwahl und welch literarisches Feingefühl, ja die Sonderschule hat Euch wirklich was gebracht!

    Re: Re: furchtbar
    Außer der Tatsache, daß sie sich umbringt gibt es nicht viel zu sagen, aber wenn es Dich tröstet: Ihr (wirklich grottenschlecht inszenierter) Selbstmord ist von der ersten Minute an abzusehen.
    Und abgesehen von dieser einen dramatischen Szene hat der Film nichts zu bieten außer endlosem und unerträglichem Gequatsche, aber wenn Du Dich langweilen willst!

  • eine unpassende wahl für eine sneak
    ich hab den film in der sneak im village gesehen. hochkarätig besetzt ist er sicher gut gelungen, mag sein, dass ich dem kulturellen anspruch nicht gewachsen war - aber er hat sich schon furchtbar gezogen. und nichts, aber wirklich gar nichts ist passiert.
    dem vernehmen nach (laute missfallensäußerungen des publikums, beinahe aggressives gröhlen von den billigeren plätzen) haben das mehrere so gesehen...