Henry & June

 USA 1990
Drama, Romanze, Erotik, Biografie 136 min.
6.40
Henry & June

Die lange Zeit unter Verschluss gehaltenen Tagebücher der Anais Nin und die autobiographischen Romane des Skandalautors Henry Miller lieferten den Stoff zu diesem Film voller Erotik und Leidenschaft.

In Paris entwickelt sich zwischen der Schriftstellerin Anais Nin, ihrem Kollegen Henry Miller und dessen Frau June ein explosives Dreiecksverhältnis. Im Mittelpunkt steht June, die sich mit ihrem Mann und mit Anais hemmungslos in die Welt der körperlichen Liebe stürzt. Eine Beziehung, die ihr Leben völlig verändert...

Details

Fred Ward, Uma Thurman, Maria de Medeiros, Kevin Spacey u.a.
Philip Kaufman
Philip Kaufman

Kritiken

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User Kritiken

  • Kunst & Sex
    Der Film verarbeitet das ’Tagebuch’ der Anais Nin. Er spielt in den wilden 30er Jahren in Paris. Damals war das Dreiecksverhältnis zwischen der Autorin Nin (Maria de Medeiros), Henry Miller (Jack Ward) und seiner Ehefrau June (Uma Thurman) ein Skandal. Zumal hier jeder der drei etwas mit jedem/jeder hatte. Das bumsfidele Künstlermilieu mit seiner freien Liebe war eine einzige Provokation. Am Rande wird auch die Veröffentlichung des’ Wendekreises’ erwähnt, aber hauptsächlich geht es nur um das Eine. Es entsteht der Eindruck, dass Schriftsteller sexgetriebene Wesen seien, die neben dem Saufen nur immer daran denken und dementsprechend handeln.
    In der Originalvorlage steht die obsessive Liebesbeziehung zwischen Henry und Nin und den beiden Frauen untereinander im Gegensatz zur schriftstellerischen Konkurrenz. Sowohl Nin als auch Henry können keine Kritik vertragen und so entzweien sie sich, obwohl sie nicht von einander lassen können. Die geistige Auseinandersetzung unter Kollegen führt bei Henry zu Ladehemmung bei Nin zur Hinwendung an June. Erzählt wird in Hochglanzbildern stimmungsvoll unterlegt mit Musik aus dieser Zeit. Einige gute Schnittfolgen und Übergänge sind gelungen, können aber gewisse Längen nicht verdecken, obwohl das F-Wort häufig praktiziert wird. Amüsanter Zeitvertreib für Zuschauer und Akteure mit Verweisen ins Literatenmilieu.