Holy Smoke

 USA 1999

Holy Smoke

20.04.2000 
film.at poster

In ihrem neuen, außergewöhnlichen Werk "Holy Smoke" erzählt Oscarpreisträgerin Jane Campion die Geschichte der jungen Australierin Ruth,die während einer Indienreise in die Fänge einer Sekte gerät.

In ihrem neuen, außergewöhnlichen Werk "Holy Smoke" erzählt Oscarpreisträgerin JANE CAMPION ("Das Piano") die Geschichte der jungen Australierin Ruth (KATE WINSLET), die während einer Indienreise in die Fänge einer Sekte gerät. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelingt es ihrer Mutter, Ruth zurück nach Australien zu bringen. Da die junge Frau jedoch auch zuhause ganz in der Gedankenwelt der indischen Religionsgemeinschaft gefangen bleibt, wird ein Spezialist in Glaubensfragen (HARVEY KEITEBpengagiert, der in direkter Konfrontation schon unlösbare Fälle geheilt haben soll. Alleingelassen mit dem Therapeuten, beginnt für Ruth ein unerbittlicher Kampf...
Mit HOLY SMOKE präsentiert Oscarpreisträgerin JANE CAMPION ("Das Piano"), einen großartiges, poetisches Drama, das ganz ihre Handschrift trägt - und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Regisseurin schrieb auch das Drehbuch

Details

Kate Winslet, Harvey Keitel, Pam Grier, Sophie Lee, Tim Rogers
Jane Campion
Angelo Badalamenti
Dion Beebe
Anna Campion, Jane Campion

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Holy Moly!
    Das indische Sektenthema hatte in den 70er und 80er Jahren schon Konjunktur. Jane Campion hat es 1999 nochmals aufgegriffen. PG Waters (Harvey Keitel) wird von der Familie angeheuert, um Ausreißerin Ruth (Kate Winslet) in drei Tagen ‘zurückzuholen‘. Das lässt sich alles sehr gut an: die Dialoge sind geschliffen, die Darsteller großartig und die Therapie scheint von Erfolg gekrönt. Doch schon bald schleicht sich Ironie durchs Hintertürchen rein, nicht nur der Gegensatz wildes Land und geordnete Großstadtsiedlung. PGs Gehilfen sind zwei Trottel und die Gags gehen in Richtung Slapstick. (Tante breitet die Arme aus, um einen Bub zu fangen, geht aber vorher weg. Bub springt in Leere.) Die Ernsthaftigkeit gerät in Gefahr. Aber das Streitgespräch bleibt niveauvoll und PG scheint erfolgreich zu sein. Bis das notgeile Schwesterchen von Ruth - man traut seinen Augen kaum - PG mit einem Blowjob erfreut. Als der dann auch noch über Ruth herfällt geht alles steil bergab. Sogenannter Therapeut vernascht Schutzbefohlene. Die Handlung läuft jetzt aus dem Ruder. Nicht grotesk, sondern einfach dämlich in ihrer vielfachen Beliebigkeit. In der letzten halben Stunde überschlagen sich die Ereignisse und der Zuschauer wird mit einem Mix aus FFE, will sagen alles zurück auf Anfang, erschlagen. Das ist aber keine Ironie. Auch wenn Ruth am Ende als strahlende indische Göttin erscheint.
    Als Abrechnung mit den Sekten ist der Ausgang zu flach. Für eine kritische Betrachtung einer Psychoanalyse ist er zu unbefriedigend. Am Ende ist einfach Schluss.
    Man schaut mit Walter Matthau zum Himmel und variiert den Titel: ‘Holy Moly!‘