In guten Händen

 GB 2011

Hysteria

Romanze, Komödie 01.06.2012 100 min.
6.70
In guten Händen

Im Zeitalter der großen Erfindungen macht sich ein Mann daran, ein Heilmittel zu finden für das Leiden der Frauen... und elektrisierte ganz nebenbei unser aller Liebesleben!

Um 1880 befindet sich die viktorianische Prüderie auf dem Höhepunkt, während gleichzeitig die Elektrizität ihren Siegeszug beginnt. In London ist derweil der leidenschaftliche junge Arzt Mortimer Granville (HUGH DANCY) auf der Suche nach einem neuen Job und stößt dabei auf Dr. Robert Dalrymple (JONATHAN PRYCE). Als Hysterie- und vermeintlicher Frauen-Experte hat er es mit einer stetig steigenden Zahl von Patientinnen zu tun. Zur Heilung legen Dalrymple und sein junger Kollege an ziemlich intimen Stellen Hand an - und haben damit durchschlagenden Erfolg. Als er in beiden Händen von Krämpfen geplagt wird, findet Mortimers medizinische Laufbahn genau wie seine Verlobung mit der jüngeren Tochter seines Chefs (FELICITY JONES als Emily), ein im wahrsten Sinne des Wortes unbefriedigendes Ende.
Um eine schnelle Lösung zu finden, tut er sich mit seinem alten Freund und Wissenschaftler Edmund St. John-Smythe (RUPERT EVERETT) zusammen. Die Elektrizität hat ihre ganz eigene Faszination und beflügelt Mortimer schließlich zur Erfindung des Vibrators. Somit erweist er nicht nur seinen hysterischen Patientinnen, sondern auch der sexuellen Befreiung der Frau im Allgemeinen einen großen Dienst. Und es dauert nicht lange, bis auch zwischen ihm und Emilys fortschrittlicher Schwester Charlotte (MAGGIE GYLLENHAABpdie Funken sprühen.

Details

Maggie Gyllenhaal, Rupert Everett, Hugh Dancy, Jonathan Pryce, Felicity Jones u.a.
Tanya Wexler
Sean Bobbitt
Stephen Dyer
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Jolly Molly
    Ein Ding, das jeder kennt, aber filmisch bisher noch nicht aufgearbeitet worden ist: die Erfindung des modernen Vibrators (hier ‘Federstaubwedel‘). Das sonderbare weiblich Verhalten um 1900 wurde allgemein als ‘Hysterie‘ bezeichnet. Bei der Prüderie der Zeit und bei einer von Männern beherrschten Sexualität waren die Frauen einfach unbefriedigt, weil sie den Orgasmus (Paroxysmus) nicht kannten.
    Tanya Wexlers Film ist amüsant, informativ und sehr unterhaltsam. Der junge Arzt Dr. Mortimer Granville (Hugh Dancy) behandelt die Frauen gemäß dem deutschen Titel. Wegen Überanstrengung schmerzt sein Handgelenk. Da bekommt die Sehnenscheidehautentzündung eine ganz neue Bedeutung.
    Zwei Töchter des Kollegen Dalrymple (Jonathan Pryce) umschwirren den netten Mediziner. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Emily (Felicity Jones von Northanger Abbey), noch etwas kindlich, blass, wissenschaftlich interessiert hat zunächst beim Wettlauf um Mortimers Hand die Nase vorn. Aber es ist bald klar, dass ihre Schwester Charlotte (Maggie Gyllenhaal, die ‘Sekretärin‘) das Rennen macht: Sie ist feurig, revolutionär, eine sozial engagierte Suffragette, sogar fast eine Sozialistin. Dieses lebhafte Ambiente um ein an sich heikles Thema verhindert jeglichen Voyeurismus. Am Ende geht das Gerät unter technischer Mithilfe von Freund Rupert Everett in Produktion unter dem Markenzeichen ‘THE JOLLY MOLLY‘ und verabschiedet sich mit einem unüberhörbaren ‘Rule Britannia‘ und einem Bild von Queen Victoria. Einfach köstlich!