Irina Palm

 B/D/GB/F/Luxenburg 2007
Drama 22.06.2007 103 min.
7.20
Irina Palm

Eine solide Mittfünfzigerin aus dem Londoner Mittelstand macht aus Geldnot in einem Londoner Sexclub Karriere.

Maggie braucht dringend Geld. Ihr Enkel liegt schwerkrank im Krankenhaus, und das Medikament, das sein Leben retten könnte, ist für seine Eltern viel zu teuer. In ihrer Verzweiflung lässt sich die solide Mittfünfzigerin aus dem Londoner Mittelstand von einem gut dotierten Jobangebot in einen Sexclub locken. Nachdem sie von ihrer neuen Kollegin Luisa mit den Spielregeln des Gewerbes vertraut gemacht worden ist, wird aus der pflichtbewussten Maggie binnen kurzem die bei der Kundschaft sehr begehrte und gut verdienende "Irina Palm".

Details

Marianne Faithfull, Miki Manojlovic, Kevin Bishop, Siobhán Hewlett, Dorka Gryllus , Jenny Agutter, Corey Burke, Meg Wynn
Sam Garbarski
Ghinzu
Christophe Beaucarne
Philippe Blasband, Sam Garbarski
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Kritiken

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User Kritiken

  • Der gewisse Touch
    Ihr Nachname bedeutet ’Innenfläche der Hand’ und genau mit diesem Körperteil arbeitet Irina Palm in der Bar Sexy World. Es ist genial gemacht, dass man von dem ganzen Pornorummel fast überhaupt nichts sieht, sondern eher die menschlichen Probleme im Mittelpunkt stehen. Aber das beeindruckendste ist, wie Marianne Faithfull, die einstige Popikone und Superpartymaus der Sechziger Jahre in die Rolle der liebevollen Oma schlüpft, die sich dazu durchringen muss, hier das Geld für die nötige Behandlung des todkranken Enkels zu verdienen. Und es kommt sogar Komik auf, wenn die heuchlerische oder verklemmte Umgebung über Irinas vorübergehendes Handikap, den Penis-Arm, aufgeklärt wird. Auch der überraschende Schluss ist gelungen und verleitet zum Weiterdenken des Gesehenen, weil auch die Entwicklung der durchaus anrührenden zwischenmenschlichen Beziehung zu Barbesitzer Miki Manojlovic zu Herzen geht.

  • sehr lustig, sehr tiefgehend
    "Ich bin Irina Palm, und ich bin die beste!"
    Endlich mal abseits von dummen Klischees eine Annäherung an die Wirklichkeit bei Sexarbeit. Es gibt viel zu lachen, und der Film zeigt auch die Probleme: die Verurteilung durch die Familie, die Umgebung - und wie die Protagonistin immer mehr zu ihrem Selbstverständnis findet.


  • Schließe mich marion an. Von Anfang an geht die Musik echt jedem auf die Nerven. Der Film ist anspruchsvoll, witzig mit zwei außerordentlich sympathischen Protagonisten: Irina und der Sexclub Besitzer. SEHENSWERT

  • herrn tuvoks lüste
    eine authentisches "NICHT MEIN FILM" hätte genügt. herrn tuvoks profilierungsneurotischer erguss ist lähmend.

    shortbus fand ich beeindruckend. dessen ablehnung durch herrn tuvok lässt vermuten, dass ich mir "Irina Palm" auch ansehen sollte.

  • anspruchsvoll - Teil 1
    Handlung, Erzählung, meine Meinung und ein bißchen rundherum Gequatsche:

    Ich überlege noch ob der Film anspruchsvoll ist oder der gleiche Sex Ähnlicher Schwachsinn wie ¿Short Bus¿ und ich kam zu dem Schluss, 90 Minuten lange weiß ich es nicht. Ich überlege noch wie man den Film beschreiben kann, und ich versuche mal die Handlung nach zuquatschen.

    In den äußeren Bezirken Londons sind lauter Spießer, ist bekannt. Also keine Spieße, nicht ans Essen denken, was ich im Kino dauernd mache wenn es zu kompliziert wird. Sex oder Essen, beides schmeckt gut, das eine dir, das andere hoffentlich deiner Freundin aber egal, also die Spießer, alle viel Geld, alle lieben es Sklaven zu halten, so kam es mir vor, denn der Film handelt auch vom Puff Milieu.

    Nicht vielleicht wie man denkt das man Sklaven haltet aber wieso geht Mann in einen Puff? Auch wegen der Machtausübung und Unterwürfigkeit und der zu viel Geld hat braucht einen Puff, der zu wenig hat, übt Macht über seine Bierdose auf.

    Viele Häuser bestehen aus einfachen Ziegeln, haben einen gewissen Flair und ein Problem, die Menschen die darinnen leben sind sehr arm, geistig arm. Nicht finanziell. Die Misswirtschaft der Englischen Regierung, sie beutet ja die Armen genauso aus wie andere Länder, steckt sei in Ghettos ist hier genauso sichtbar, vor allem in Reicheren Gegenden, da lebt nur der Geld hat, und dem es gut geht, ein paar Meter weiter sterben Leute weil sie kein Geld für ne Private Krankenvorsorge habe, denn hohe Arbeitslosigkeit und ein völlig fehlgeleitetes Gesundheitssystem haben London bekannt gemacht.

    MAGGIE (Marianne Faithful) lebt in einem Vorort in der Nähe wo Ihr Sohn TOM wohnt, und dessen Frau SARAH. Beide haben ein Kind, OLLIE. Der liegt leider krank im Spital. Die ganze Familie rund um MAGGIE, Ihre Freunde und Bekannte sind arm. MAGGIE ist die Traumoma, sei verkauft alles um Ihrem Enkel eine gute Behandlung angedeihen zu lassen. Wer sich an ¿John Q. ¿ verzweifelte Wut¿ erinnert liegt schon irgendwie richtig.

    OLLIE wird immer kränker, ich weiß aber jetzt nicht was er hatte, TOM hat keinen Job, dabei gäbe es eine echte Chance für Ollie ¿ eine neue Therapiemethode, die noch dazu gratis ist. Dafür müsste er allerdings nach Australien reisen. Die Flüge, das Hotelzimmer für die Eltern, das Krankenhausbett für Ollie sind aber nicht inkludiert. Und deshalb sieht es so aus: Weil lächerliche 6000 Pfund fehlen, wird Ollie sterben. In weniger Wochen wird er bereits zu schwach sein, um die Reise nach Australien zu überstehen.

    MAGGIE ist auch schon älteres Semester und versucht einen Job zu finden. Aber mit 50 in England ist es nicht einfach. Doch dann sieht sie eine Anzeige in einem Sex Club. Da werden Hostessen gesucht und sie denkt sich, O.K. Putzen kann ich, machen wird och. Aber MIKI der Besitzer von dem Nachtclub, so ein richtiger Engländer mit Schlafzimmerblick, will ja was anderes. Mit ihren sanften Händen, meint er, würde sie sich perfekt dafür eignen, seinen männlichen Kunden einen abzuwichsen.

    Also muss sie das machen was Ihre Vorgängerinnen machen, Junge Frauen die Geld brauchen. Männer in Japanischen Kabinen stecken Ihre teilweise stinkenden Schwänze durch ein Loch und MAGGIE muss sich als Wichshändchen betätigen. Natürlich sieht keiner irgendwen, alles ist abgeschottet, doch MAGGIE flüchtet aus dieser Welt, zu groß Ihr Ekel. Doch sie kommt wieder und bald ist sie so eine gute Wichserin das sie unter dem Namen Irina Palm die beste Wichserin in London wird, und sie wird berühmter als sie sich das je dachte.

    Was der Regisseur sich bei diesem Film dachte, Sam Garbarski heißt er, sein 2. Film ist es ¿ weiß ich nicht. Es ist nämlich ein Sozialer Film, er zeigt soziale Schwäche, er zeigt Armut und er zeigt Idioten, er ist ordinär, leider und er hat aber ein Thema das noch nie in einem Film war, aber dauernd das ganze pornografische Dreckswichszeuggerede, ne ich steh nicht auf so was.

  • Re:
    Es ist aber grundsätzlich kein lustiger Film. Ich würde eher sagen, es ist ein sehr ernster Film, der halt aufgrund seines Themas unweigerlich ein paar Lacher mitbringt.
    Sicher empfehlenswert. Nur die eintönige Musik nervt.