Jedermanns Fest

 Österreich, Deutschland, Frankreich 2001
Literaturverfilmung, Kinderfilm 
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Das klassische Spiel vom Sterben des reichen Mannes nicht als Salzburger Open-Air-Ereignis, sondern als Kino-Drama.

Das klassische Spiel vom Sterben des reichen Mannes als aufwändig inszeniertes Kino-Drama, das im Wien der Jetztzeit spielt. Der exzentrische Modeschöpfer Jan Jedermann feiert auf dem Höhepunkt seines erfolgreichen Schaffens ein intimes Fest des Triumphes, das unvorhergesehen zu seinem Abschiedsfest gerät. Wie einst bei den Salzburger Festspielen wird auch der "Wiener Jedermann" von Klaus Maria Brandauer gespielt. - Fritz Lehners ("Mit meinen heißen Tränen", "Schöne Tage" u.a.) lange erwarteter neuer Film, der Hugo von Hofmannsthals Stoff neu aufbereitet.
Länge: 173 min

Details

Klaus Maria Brandauer, Juliette Greco, Sylvie Testud, Redbad Klynstra, Veronika Lucanska, Alexa Sommer, Susan Lynch
Fritz Lehner
Fritz Lehner

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Jedermanns Fest
    Daß viele diesen Film als langweilig und uninteressant bezeichnen, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Sicher sind 3 Stunden eine lange Zeit, und jemandem, der nicht empfänglich ist für wunderschöne, kraftvolle, ästhetische Bilder, werden die langen Passagen, in denen nicht gesprochen wird, leider nichts geben können (was ich sehr schade finde!). Allein der herrlichen Aufnahmen wegen hat sich ein Besuch des Films meiner Meinung nach gelohnt.
    Auch die Thematik selbst hat mich persönlich sehr angesprochen und berührt - aber das ist Geschmacksache. Sicher hängt es auch von den persönlichen Erfahrungen ab, ob man von der Thematik erreicht wird oder nicht. Ich finde aber, daß die Figur des Jan Jedermann komplex, vielschichtig und auch sehr menschlich gezeigt wird und man vielleicht auch ein bisschen von sich selbst darin wiederentdecken kann. Kritisieren könnte man meiner Meinung nach die Tatsache, daß andere Figuren dafür nur sehr oberflächlich und teilweise sogar vereinfacht dargestellt wurden.
    Insgesamt fand ich den Film aber wirklich gelungen und berührend und möchte ihn all jenen empfehlen, die sich nicht für Main- Stream- Kino mit vorhersehbaren Geschichten ohne innere Handlung und ohne jeglichen ästhetischen Anspruch interessieren.

    Re:Jedermanns Fest
    hallo,
    ich habe großes interesse an diesem film und das internet nach ihm durchforstet; doch leider konnte ich nirgends eine gelegenheit aufspüren, den film auch zu bestellen. da ich nur einen teil des films gesehen habe, ärgert mich das umso mehr. ich bin ein großer bewunderer von brandauers darstellungskünsten und wäre jedem dankbar, der mir weiterhelfen kann...
    gruß
    alexander

    Re:Jedermanns Fest
    Es ist zwar schon einige Zeit her, aber kann mir jemand sagen, wo die Drehorte zu diesem Film liegen. Insbesondere würde mich interessieren, um welche Ruine/Kirche es sich gehandelt hat, die abgelegen im Wald lag.
    Danke für Rückmeldungen

  • ein so ein fader Schinken...
    Also das war mit Abstand der fadeste Film, den ich je gesehen habe (mal abgesehen von Titanic, das ich mir natürlich nicht angeschaut habe).
    Einzig der zeitweilig angedeutete Wahnsinn vom KMB war sehenswert. Leider wurden im Trailer die besten Szenen schon vorweggenommen.

    Re: ein so ein fader Schinken...
    Woher willst Du denn wissen das Titanic soooo fad war wenn du Dirs "natürlich nicht angeschaut hast"? Und der zeitweilige Wahnsinn vom KMB war alles andere als sehenswert. Eher schon nervig, denn der KMB spielt immer auf Wahnsinnig, egal obs zur Rolle passt oder nicht... Ansonsten seh ich das auch so wie Du. Schade um die Kohle die für diesen 173 Minutenkäse rausgeschmissen wurde...

  • JEDERMANNS FEST AUF CONTENTMENT.AT
    Fast 6 Jahre nach Drehbeginn startet mit gerade mal vier Kopien in Österreich einer der bemerkenswertesten Filme der letzten Jahre. Regisseur Fritz Lehner versetzt den mittelalterlichen Stoff vom "Spiel vom Sterben des reichen Mannes", mit Schauspielgröße Klaus Maria Brandauer, fulminant ins Wien des hier und heute. In 173 Minuten bringt Lehner Bilder von solcher Schönheit, Größe und Poesie ins Kino, wie man es höchstens noch von Federico Fellini kennt. Der Film erzählt die Geschichte des Modeschöpfers Jan Jedermann, der auf dem Höhepunkt seines erfolgreichen Schaffens, mitten im Leben stehend, mit seinem Ende konfrontiert wird, wie es jederzeit jedermann passieren kann. Seit 1999 drehte Brandauer eine ganze Reihe von Filmen, darunter "Druiden", mit Christopher Lambert, "Between Strangers", mit Sophia Loren und Gérard Depardieu, eine Lenin-Verfilmung und das Biografie-Epos "Rembrandt", um nur einige zu nennen. In Österreich war nichts davon zu bemerken. Doch während Brandauer hierzulande offensichtlich permanent von entscheidenden Stellen ignoriert und boykottiert und von Medien in der Luft zerrissen wird, was man eigentlich nur mehr mit Dummheit oder Neid erklären kann, weiß das Publikum sehr wohl, was es dem Schauspiel- und Regiegiganten schuldig ist. Seine Lesungen und Theaterprojekte sind meist bereits im Vorfeld ausverkauft und auch Lehners cineastischer Meilenstein wird, entgegen jedweden Mediengelästers, von den Zuschauern begeistert aufgenommen werden. In Wien findet die Premiere von "Jedermanns Fest" am 22. Jänner in der UCI-Kinowelt in der Millenniums City statt. Berlin zollt mittels Open-Air auf der Museumsinsel im August Tribut. Contentment.at

    Re: JEDERMANNS FEST AUF CONTENTMENT.AT
    Der Film ist für eine Österreichische Produktion zugegeben außerordentlich stark im Visuellen Bereich (sprich Kamera, Licht, Schnitt etc.). Und wenn wir die Poesie als wichtiges Kriterium heranziehen, können wir auch diesbezüglich die Wörter "gelungen, berührend etc." einbringen. Das ist aber noch lange kein Grund einen Film, dessen natürliche Handlung im Ablauf von gerade mal 20 Minuten erzählt werden könnte, zu einer Länge von 173 Min. auszudehnen. Wenn sich die Spannung in entsprechenden Szenen wenigstens steigern, oder zumindest gleichbleiben würde, wäre selbstverständlich ein Film dieser Länge auch für österreichische Verhältnisse möglich! Warum auch nicht? So jedoch kann davon ausgegangen werden das die Mehrkosten die hier zu tragen kamen, (und die zu einem bestimmten Teil wohl von öffentlicher Hand getragen werden), jene Mehrkosten sind, für die andere, junge ambitionierte Filmemacher heute bei den Förderungsstellen durch die Finger schauen... Und um diese Leute mache ich pers. mir mehjr Sorgen als um einen Hr. Brandauer, über dessen "künstlerisches" Schaffen, welches Sie hier so lobpreisen durchaus gestritten werden kann... Denn der "Schauspiel" und "Regiegigant" wie sie ihn hier nennen, hat bis auf "Georg Elser" (sehr schwache Inszenierung) meines Wissens nach sonst noch keinen Film inszeniert. Und wenn wir von "Druiden" oder "Between Strangers" reden, so sind die ja noch nicht mal fertigproduziert, als das man hier von einem Österreichboykott sprechen kann. Rembrandt habe ich in Paris gesehen und der war leider auch nicht wirklich besonders... Und das hat nichts mit Neid oder Dummheit zu tun wie Sie schreiben, sondern eben mit der teilweise nervenaufreibenden Selbstverliebtheit mit der Hr. Brandauer agiert. Man kann seine Art zu spielen mögen oder auch nicht. Es tut nichts zur Sache! es tut aber sehr wohl etwas zur Sache wenn man hier falsche Gerüchte ausstreut und kein bisschen Objektivität in der Bewertung von Filmen spürbar werden lässt. Jedermanns Fest ist ein (leider) zurecht oder unrecht schlecht besuchter Film, ohne jegliche Dramaturgie, ohne bemerkenswerter Schauspielerführung, mit unglaublichen Längen und einer zum Himmel schreienden Fehlbesetzung. (Aber vielleicht ist letzteres auch Geschmackssache, wies ja auch schon die Presse treffend bemerkt hat). Pluspunkte wie gesagt: Kamera aber auch grundsätzlich der Mut vom typisch Österreichischen Film mit zuhilfename bestimmter Stilelemente abzuweichen. Leider ist das nur bedingt gelungen. Und trotz dieser vielleicht nicht "so toll" klingenden Kritik meinerseits, möchte ich trotzdem hiermit aufrufen ins Kino zu gehen und sich diesen untypisch österreichischen Film anzusehen und sich eine eigene Meinung zu bilden!

    Re: Re: JEDERMANNS FEST AUF CONTENTMENT.AT
    Lieber KW
    Vielen Dank für Ihre fundierte Kritik. Bitte melden Sie sich doch bei mir! Ich würde mich freuen, mit Ihnen persönlich in Kontakt zu treten.
    presse@contentment.at
    lg.
    M.