Jenseits der Träume

 USA 1999

In Dreams

Drama, Horror 98 min.
5.40
film.at poster

Die Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper (Annette Bening) wird von verstörenden Visionen heimgesucht. In ihren Tag- und Nachträumen sieht sie bedrückende Szenen aus Zukunft und Vergangenheit, die ihr von einem Serienkiller telepatisch übermittelt werden: eine im See versunkene Geisterstadt, eine unheimliche Apfelplantage, ein hilfloser kleiner Junge und ein vermisstes Mädchen ... Doch wo liegt der Zusammenhang?

Verzweiflung und Hysterie bestimmen Claires Leben und zerstören nach und nach ihre psychische Kraft. Ihr Ehemann Paul (Aidin Quinn) findet keinen Zugang mehr zu der von Träumen terrorisierten Claire. Und als dann noch ihre eigene Tochter unter mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden wird, verliert Claire gänzlich den Zugang zur Realität.

Doch Claire hat ihren Verstand nicht ganz verloren. Sie weiß, dass ihre Träume düstere Ankündigungen von schrecklichen Taten eines Mörders sind. Ihr Ehemann, die Polizei und ihr Arzt (Stephen Rea) erklären sie aber für geisteskrank und weisen die junge Frau in eine Irrenanstalt ein.

Auf sich allein gestellt, findet Claire in der Anstalt Zugang zu ihrem geistigen Tyrann, der Serienmörder Vivian (Robert Downey Jr.), und beschließt, dem Alptraum ein Ende zu setzen ...

Details

Annette Bening, Aidan Quinn, Stephen Rea, Robert Downey jr., Paul Guilfoyle, u.a.
Neil Jordan

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mörder im Kopf
    Das beliebte Filmtitel-Wörtchen ‘Jenseits‘ hat es auch hier geschafft. Denn damit kann man so wunderbar alle dubiosen oder mysteriösen Phänomene mit Inhalt füllen. Und da Neil Jordan sich gern in diesen Gefilden aufhält und gerne einen Schuss Märchenhaftes (rote Äpfel, rotes Kleid) dazugibt, kam ihm das Drehbuch von Bruce Robinson gerade recht. Titelfigur Claire (großartig Annette Bening) wird von schockierenden Albträumen und Visionen heimgesucht. Ihre Tochter ist verschwunden. Wie dann ihre Horrorvisionen mit der Realität verknüpft werden, ist ganz interessant und auch spannend gemacht. Ehemann Paul (Aidan Quinn) ist um Schadensbegrenzung bemüht. Kann aber Claires Einlieferung nicht verhindern. Da ist der Psychologe Dr. Silverman (Stephen Rea) schon einen Schritt weiter. Lange laufen ihr Wahn und der des echten Psychopaten Vivian (Robert Downey Jr.) parallel neben einander her. Und man rechnet damit, dass Claire Vivian ist oder umgekehrt. Und als sie sich begegnen und bekämpfen, wird’s richtig spannend. Beide stürzen wie 007 in ‘Skyfall‘ in einen abgrundtiefen Wasserfall. Claires Schicksal bleibt etwas vage, Paul taucht erst gar nicht mehr auf und Vivian sitzt verurteilt in der Zelle und hat nun Claires Albträume. Woher sie die hatte oder wie sie in ihren Kopf gelangt sind, erfahren wir nicht. Bis auf den einzigen Hinweis auf Vivians lieblose Kindheit mit einer abweisend kalten und strengen Mutter. So müssen sie wohl auch in Claires Kopf gekommen sein. Spannend bis zum Schluss, wenn auch letztendlich etwas unklar. Mystery würde ich sagen, ohne Gothic.