Jenseits von Eden (1955)

 USA 1955

East of Eden

Drama, Literaturverfilmung, Kultfilme 115 min.
8.00
Jenseits von Eden (1955)

Ein junger Mann, Sohn eines autoritären und konservativen Großbauern in Kalifornien, kämpft um die Liebe seines Vaters und gegen die Vormachtstellung seines angepaßten Bruders.

Elia Kazan verdichtete die Romanvorlage John Steinbecks - eine moderne Variation des Kain-und-Abel-Themas - in seinem Film zu einem grandios gestalteten Generationendrama: Ein junger Mann, Sohn eines autoritären und konservativen Großbauern in Kalifornien, kämpft um die Liebe seines Vaters und gegen die Vormachtstellung seines angepaßten Bruders. Als er die Aussichtslosigkeit seiner Bemühungen erkennt, zerstört er die Familie, aus der er sich ausgeschlossen fühlt. Er deckt die Vergangenheit seiner verstoßenen Mutter auf, die als alte Provinzprostituierte in der nahe gelegenen Stadt lebt. Der Bruder, dessen idealisiertes Mutterbild nun entwertet ist, meldet sich zum Militär, der Vater erleidet einen Schlaganfall. Er ist nun auf den "verlorenen" jüngeren Sohn angewiesen, der mit der Verlobten des Bruders im Elternhaus zurückbleibt und zum ersten Mal die Gnade des Vaters erfährt.

Details

James Dean, Richard Davalos, Raymond Massey, Julie Harris
Elia Kazan
Leonard Rosenman
Ted McCord
Paul Osborn, nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Götter und Giganten
    Es ist wohl von den drei James-Dean-Filmen derjenige, der einen mit seiner menschlichen Komponente am meisten packt.
    Es geht um die Liebe in all ihren Variationen: Mutter-Sohn, Vater-Sohn, Bruder-Bruder sowie Jungs und Mädels. Die an der Entstehung des Films mitgewirkt haben (Steinbeck: Romanvorlage, Kazan: Regie) sind Giganten, der Hauptdarsteller James Dean ist ein Gott! Einer der Filme, die man bei begrenzter Fracht auf die besagte einsame Insel mitnehmen würde. Wenn man ihn nach Jahren wieder anschaut, ist es wie ein Wiedersehen mit guten, alten Freunden.
    Allein die ersten Einstellungen sind genial. Man sieht nur eine Dame in schwarz und erfährt erst später wer sie ist. Daneben gibt es unvergessliche Bilder wie die im Eishaus, als Cal seinen Bruder Aaron und dessen Freundin Avra beobachtet oder wenn Cal und Avra innerlich auf einander zugehen. Die obere Körperhälfte wird von den Ästen einer Trauerweide verdeckt. Ganz zu schweigen vom Ende, das ein Anfang ist: der starre, großäugige Blick des Vaters (Raymond Massey) zur Zimmerdecke. Vorher durchläuft die Handlung die ganze Skala menschlicher Gefühle: ungerechtfertigte Eifersucht, maßlose Enttäuschung, Ehrgeiz, Trauer, aber auch überschwängliche Freude. Und all das geschieht auf der Suche nach Zuneigung. So ganz nebenbei bekommen die Kriegstreiber noch ihr Fett weg und es gibt eine Szene fürs Automobilmuseum: die erste Fahrstunde.
    ‘Jenseits von Eden‘ liegt zwar fern ab vom Paradies, gehört aber in den Film-Olymp.

  • East of Eden
    Ein guter Film, ein sehr guter Film, unbeschreiblich....leider wird das hier wohl keiner lesen;aber trotzdem muss ich es schreiben. In dem Film steckt viel mehr Tiefe als man erwarten würde, und James Dean spielt einfach grandios. Mein absoluter Lieblingsmovie!
    Der Film behandelt nur einen Teil des wunderbaren Buches von John Steinbeck, wer die Vorgeschichte kennenlernen möchte- einfach lesen und sich bloß nicht von den über 600 Seiten abschrecken lassen- es lohnt sich!
    Ein Buch über uns, über jeden von uns , und über Gott und die Welt und den Sinn des Lebens!!Man lernt sich selber dabei besser kennen.
    Liebe Grüße Smo