Just a Kiss

 GB/B/D/I/E 2004

Ae Fond Kiss

Drama, Romanze 14.01.2005 103 min.
7.20
film.at poster

Die Liebesgeschichte zwischen einem Sohn pakistanischer Einwanderer und einer jungen Glasgower Lehrerin; mit Sensibilität, Humor und starken, authentischen Schauspielern erzählt.

Eine junge Glasgower Lehrerin und Casim (Atta Yaqub), der Sohn pakistanischer Einwanderer, begegnen sich zufällig, als Letzterer seine jüngere Schwester von der Schule abholen will, in der die Lehrerin Roisin (Eva Birthistle) als Musiklehrerin arbeitet. Sie verabreden sich, gehen tanzen, verlieben sich, aber vor seiner Familie versucht Casim ihre Beziehung geheim zu halten.

Denn er steht kurz vor der seit Jahren anberaumten Hochzeit mit seiner Cousine, die er nicht kennt und die seine Eltern für ihn bestimmt haben. Seine Eltern akzeptieren einerseits seine Arbeit als DJ in den Glasgower Clubs, sind jedoch strenge Moslems, denen ihre Familientraditionen sehr wichtig sind. Eine Absage der Hochzeit würden sie deshalb niemals akzeptieren.

So muss Casim wählen zwischen der Familie und der Liebe - einer Liebe, die sich gegen alle politischen und kulturellen Widerstände behaupten muss und seine Familie zerstören würde.

In eindringlichen Bildern zeigt der Film, was es für die pakistanische Familie bedeutet, wenn der Sohn nicht mit einer Muslimin, sondern einer weißen »Goree« zusammenleben will.
Und wie groß die Probleme für die junge Lehrerin werden, wenn sie weiter an einer katholischen Schule arbeiten möchte. Aber manche Dinge im Leben könnten das Risiko wert sein, Grenzen
zu überschreiten.

Details

Eva Birthistle, Atta Yaqub, Shamshad Akhtar, Ghizala Avan u.a.
Ken Loach
George Fenton
Barry Ackroyd
Paul Laverty
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Sieg der Liebe
    Es werden alle Hindernisse aufgetürmt, alle Probleme aufgezeigt und ausdiskutiert, die einer multikulturellen Verbindung im Wege stehen. Casim, der Pakistani, verliebt sich in Roisin, eine katholische Musiklehrerin. Die Macht einer pakistanischen Familie und die eventuellen Konsequenzen ihres Auseinanderbrechens werden detailliert geschildert. Ihre getreuen Clan-Mitglieder wirken sogar bei einer soap-mäßigen Performance mit, um die Liebenden auseinander zu bringen. Aber der Gipfel ist hier die Haltung der katholischen Kirche als Aufsichtsbehörde einer Konfessionsschule. Und als selbst der liberale Rektor klein bei geben muss, bleibt am Ende nur die geniale Flucht in eine ironische Anti-Liebeserklärung der beiden. Altmeister Ken Loach hat einen sehr differenzierten, teilweise sogar lustigen Film über ein ernstes Thema gemacht. Sehenswert.

  • mehr davon
    offenbar polarisieren Liebesgeschichten:
    Denn im Unterschied zu etlichen kritischen postern fand ich diesen Film hervorragend.
    Ohne zu verurteilen - die pakistanischen Eltern berühren und wirken überhaupt nicht unsympathisch, obwohl wir ihr Verhalten nicht unterstützen - zeigt dieser Film die Grenzen der Verständigungsmöglichkeiten zwischen Kulturen.
    Sensibel auch, dass die Brüche auch innerhalb dieser Kulturen auftreten, sei es die jüngste Tochter der Pakistani, die ausbrechen will, sei es der Direktor der katolischen Schule, der seine Lehrein trotz ihres "sündigen" Verhaltens halten will.
    Die beiden Hauptdarsteller, alles andere als "Stars", sind hervorragend besetzt.
    Eine wunderbare "Romeo und Julia-Geschichte" und dies eingebettet in eine sehr gut recherchierte Umgebung.
    Unbedingt OmU anschaun, kann mir jedoch gut vorstellen, dass ohne Untertitel das "Englisch" sehr schwer verständlich ist.
    Sehr empfehlenswert!!

  • Leider nicht.
    Vielleicht muss man diesen Film in der OV sehen. Vielleicht ist er dann tatsächlich besser. Auf deutsch kommt er platt, langweilig und wirklich nur unfreiwillig komisch daher. Und vor allem wirklich sehr schwarz/weiß. Warum sollten die beiden zusammen sein? Es ergibt wirklich keinen Sinn. Und es ist wirklich schlecht gespielt. Da knistert leider gar nichts... "Komm, lass uns ficken". Na ich weiß nicht, wo da die Romantik ist.

    Re:Leider schon
    Der Film ist sehr gut, Story wirkt realistisch Die Geschichte geht einem nahe, man nehme nur die Szene gegen Ende, wenn beide "reingelegt" werden sollen Man hat Angst, dass die beiden Protagonisten nicht zusammenfinden. Es ist überhaupt nicht schlecht gespielt, die Darsteller wirken überzeugend. Schönes Programmkino und der beste Loach Film seit längerer Zeit.

  • Echt netter Film!
    Also eigentlich poste ich hier nie irgendwelche Kommentare, aber infolge der bisher sonst ausnahmslos schlechten Postings und infolge meines Ärgers darüber habe ich mich dazu hinreissen lassen. Der Film ist nämlich aus meiner Sicht ziemlich super und ich hab in letzter Zeit kaum so einen netten Film gesehen. Erstens mal der wirklich erstklassige Humor. Zweitens die tolle Sprache (unbedingt in OmU ansehen!). Die Geschichte ist aus meiner Sicht auch überhaupt nicht unglaubwürdig, wie meine Vorgänger geschrieben haben. Das ist Sie vielleicht unter dem Blickpunkt von jemanden, der im westlichen Kulturkreis aufgewachsen ist. Aber genau das wird in dem Film ja auch thematisiert. Schließlich spielen die Schauspieler (die Hauptdarsteller sind meines Wissen Laien!) wirklich ausgezeichnet. Endlich mal Liebesszenen wo es wirklich knistert und nicht so ein Hollywoodkack. Einer meiner Vorgänger hat geschrieben, dass der Film nur was für Gutmenschen sei. Möglich, dann bin ich halt ein Gutmensch. Aber natürlich ist der Film nichts für Antiromantiker oder humorlose Menschen. Meinen Vorgängern empfehle ich dann doch lieber "glaubwürdigere" Ruck-zuck-ist-die-Fresse-Dick oder Hollywoodfilme. Seas!

  • sinnlos
    ich hätte gehen sollen, solange man noch das geld für die kinokarten zurückbekommt - das wäre bei diesem so daneben gegangenen film mit leichtigkeit argumentierbar gewesen.

  • absoluter Schwachsinn
    Spart euch das Geld und die Zeit! Eine total unglaubwürdige "Liebesgeschichte", schlecht gemacht und gespielt und der einzige Grund warum lachen muss, ist wegen der Dummheit des Films! Sacramanga hat vollkommen recht!

  • Gut gemeint ist nicht gut
    Ken Loachs neuer Film enttäuscht eher. Die Geschichte ist sehr schematisch angelegt, es gibt nur Schwarz und Weiß, dumme Pakistanis und grausame katholische Priester. Vor allem eines funktioniert nicht: Die Liebesgeschichte, die im Zentrum steht, wirkt von anfang an völlig unglaubwürdig. Dass auch nur annhähernd so etwas wie Liebe von den beiden empfunden wird, erscheint völlig undenkbar. Die zwei Menschen keifen einander an und kritisieren nur den jeweils Anderen, beim geringsten Anlass wird gebrüllt. Sie benehmen sich wie ein Paar, das schon zu lange zusammen ist und sich trennen sollte - von junger, frischer, aufregender Liebe keine Spur. Dass diese "Liebe", die eher eine unterdurchschnittliche Beziehung ist, so dramatische Auswirkungen haben und beinahe eine pakistanische Einwandererfamilie auseinander bringt, kann ich nicht glauben. Geradezu lächerlich.
    Leider, Loach hat diesmal einen gut geeinten Film für Gutmenschen herausgebracht. Aber gut gemeint ist nicht immer auch gut. Gegenüber JUST A KISS war KICK IT LIKE BECKHAM - ein netter, ordentlicher FIlm - geradezu ein Jahrhundertmeisterwerk.