Kontroll

 H 2003

Kontroll

Thriller, Tragikomödie 20.05.2005 110 min.
7.70
film.at poster

Gewinner des Prix de Jeunesse beim Filmfestival in Cannes 2004: Eine rasante Geisterfahrt durch die surrealen, unterirdischen Neon-Labyrinthe eines U-Bahn-Systems.

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden. Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle.

Der in den USA aufgewachsene Jung-Regisseur Nimród Antal erzählt von durchgeknallten Fahrkartenkontrolleuren, die ihre Arbeit nur mit viel schwarzem Humor ertragen, von renitenten Schwarzfahrern, von einem gesichtslosen Killer und einem hübschen Mädchen im Bärenkostüm, das am Ende in Engelsgestalt den Helden Bulcsú aus dem Underground-Fegefeuer zurück in die wirkliche Welt holt. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist KONTROLL eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Details

Sándor Csány, Zoltán Mucsi, Csaba Pindroch, Sándor Badár, Zsolt Nagy u.a.
Nimrod Antal
Neo
Gyula Pados
Nimrod Antal
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • hat vielversprechend begonnen,
    doch spätestens nach der hälfte war mir der film zu fad, konstruiert und zu brutal. Das offene ende sollte wohl darüber hinwegtäuschen und noch irgendetwas besonders draus machen. Aber der Versuch ist für mich nach hinten losgegangen - da fühle ich mich dann als zuschauer schon etwas, hm, wie soll ich's sagen, verschaukelt.

  • Die etwas "andere" Welt
    Ich weiß nicht, was der Film dem durchschnittlichen österreichischen Zuschauer gibt. Ich als Ungar, der die Metro in Budapest zumindest ein bisschen kennt, komme mit folgenden Eindrücken gerade aus dem Kino:

    Was der Zuschauer in etwas mehr als 2 Stunden erlebt ist ein - fikitives und überzogenes - Bild des Alltags eines Fahrscheinkontrolleurs in der U-Bahn von Budapest. Die denkbar schlechten, ja ekelhaften Arbeitsbedingungen werden ebenso wenig ausgespart, wie die ständigen Konflikte mit den Passagieren, der Frust und die Konkurrenz der Kontrolleure untereinander. Die Handlung als solches besteht auch nicht aus mehr, außer dass ein Mörder in der U-Bahn herumgeht und Leute vor die Züge schubst, was ein nicht unbeachtliches Spannungselement einbringt.

    Natürlich bleiben bei den deutschen Untertiteln die originalen ungarischen Scharfzüngigkeiten etwas auf der Strecke, was aber meiner Meingung nach nur wenig am Eindruck ändert, mit dem der Zuschauer nach diesem surrealen Einblick in eine dunkle, dreckige und grausliche Welt aus dem Kino geht.

    Hollywood darf man sich nicht erwarten, der Film kommt ohne teure Computereffekte und Explosionen aus. Was man bekommt sind dunkle U-Bahnschächte, verkommene Gestalten, die in ihren Rollen dennoch gut und nicht lächerlich wirken und Einblicke in die Psyche von Menschen, die selten die Sonne sehen und jeden Tag aufs neue Auseinandersetzungen und Schikanen erleben. Ich kann den Film nur empfehlen.

  • Echt enttäuscht
    Nach positiven Kritiken auf derstandard.at und auch sonst im Netz, bin ich mit meiner Freundin mit hohen Erwartungen in den Film. Was blieb war nur große Enttäuschung.

    Klar, ich habe keinen Hollywood Streifen erwartet und auch keine Effekte, aber mal ehrlich: Die heruntergekommenen Figuren waren arg lächerlich und unrealistisch, die Story dünner als dünn und das Ende lies vieles offen. Auch hätte man aus der U-Bahn einfach mehr rausholen müssen. Da fehlt Tempo, Stimmung und Dynamik.


  • Nun, ja ich muss zugeben, ich war angenehm überrascht was den Film betrifft. Wer in diesen Film geht, sollte sich kein Hollywood Kino erwarten (aber das will hoffentlich eh keiner). Die Ansätze und Überlegungen finde ich nicht schlecht. Leider ist die Geschichte etwas seicht geraten und an manchen Stellen unnötig Langatmig. Das Tempo geht verloren.
    Schade finde ich auch das solche Filme meistens Karaktere zeigen die so kaputt sind, das man sie eher in der Klpasmühle als im richtigen Leben wiederfindet. Nichts für ungut, aber ich hab's langsam satt in solchen Filmen immer nur heruntergekommene Typen zu sehen die auf alles und die Welt scheissen.
    Wird Zeit das da mal ein neuer Trend einkehrt. Nicht alles auf der Welt ist böse und schlecht.

    Zum Schluss hin verliert sich ein bisschen der rote Faden im Film und man hat den Eindruck das dem Drehbuchautor nicht wirklich was eingefallen ist wie der Film nun Enden sollte. Also einfach in die Psychotrickkiste greifen und so offen wie möglich gestalten. Den Rest soll dann der Zuschauer erledigen.
    Schön und gut, bei Kubrick hat's ja auch funktioniert, der hatte aber wenigstens ein bisschen mehr Aufwand betrieben.

    Fazit: Wer gerne mal ein leicht verständliches und leicht verdauliches Märchen in der ungarischen U-Bahn sehen will und den Matrix-Effekt Scheiss satt hat, ist der Film durchaus zu empfehlen.

    6 von 10 U-Bahntickets