Kuschelnester

 CZ 1998

Pelisky

Tragikomödie 96 min.
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Tragikomödie über das Leben zweier Familien in einem Prager Doppelhaus zwischen Weihnachten 1967 bis zur Zerschlagung des "Prager Frühlings" im August 1968.

Prag im Dezember 1967: Weihnachten steht vor der Tür. Es ist die hoffnungsvolle Zeit eines kommunistischen Tauwetters, das Anfang 1968 durch Alexander Dubzek zum demokratischen "Prager Frühling" führte. Zwei Familien wohnen unter ihrem Dach - die Sebeks und die Krauses. Vater Sebek, ein einfacher, gutmütiger Mann, von Beruf Offizier, ist ein Befürworter des herrschenden politischen Regimes und Verfechter häuslicher Ordnung, seine Frau nimmt ihn auf liebevolle Art nicht ganz ernst. Sohn Michal bringt ihn mit seinem "Gammler"-Haarschnitt auf die Palme und zu - wirkungslosen - Schimpfkanonaden. Dass der Junge hoffnungslos in Jindriska verliebt ist, die nur Augen für den älteren Elien hat, entgeht dem Vater völlig und so stellen ihn die jeweils zum Scheitern verurteilten "Selbstmordversuche" des Liebeskranken vor ein Rätsel.

Vater Kraus, ein ehemaliger Widerstandskämpfer mit bitteren Kriegs- und Gefängniserfahrungen, ist ein entschiedener Gegner des Regimes. Er hasst die Bolschewiken, die ihn einsperrten und folterten inbrünstig. Von den schrecklichsten Erinnerungen gepeinigt, tyrannisiert er seine leidende, sanfte Frau, obwohl er sie von Herzen liebt, seine cholerischen Wutausbrüche sind berühmt-berüchtigt. Die halbwüchsige aufsässige Tochter Jindriska ist eine einzige Enttäuschung für ihn, der immer einen Sohn haben wollte. Dass sie darüber hinaus völlig unmusikalisch und am Klavier eine Stümperin ist, verstärkt sein grundsätzliches Unleidlichlich-Sein. Beide Familien, von Zeit zu Zeit "verstärkt" durch die liebe Verwandtschaft, erleben "ihre Lebensgeschichte(n)" in ihren eigenen kleinen "kuscheligen Nestern" - eine private Idylle, die erst im August 1968 durch die Invasion der vereinten Armeen des Warschauer Paktes gewaltsam gestört wird.

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Miroslav Donutil, Jirí Kodet, Simona Stasová, u.a.
Jan Hrebejk

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