La Bande des quatre

1988

Avantgarde

Vier Mädchen, die Schauspiel studieren, wohnen in einem Haus am Stadtrand von Paris. Eine fünfte ist vor kurzem ausgezogen. Ein mysteriöser Fremder behauptet, sie sei in höchster Gefahr, um sich jeder der Vier auf andere Weise zu nähern, in der Hoffnung, an einen geheimnisvollen Schlüssel zu gelangen. Während die Mädchen für die Abschlußprüfung in einem Kino Marivaux' "La double inconsistance" proben (und auch privat mit der Unbeständigkeit der Liebe zu kämpfen haben), versuchen sie, diese zwielichtige Angelegenheit aufzuklären. La bande des quatre verschränkt noch einmal - weniger experimentell konstruiert als Rivettes vorhergehende Arbeiten, aber in unübertroffener Dichte und Nähe zu den Figuren - seine Vorlieben für Theater und Paranoia sowie für das Geheimnisvolle im Alltäglichen. Der komische Zug, etwa von Céline et Julie vont en bateau, weicht hier einer bedrohlicheren Stimmung, doch die bewegende Kameradschaft unter Frauen, die charakteristisch für einen Großteil von Rivettes Werk ist, gelangt hier, im Moment der Gefahr, zu voller Blüte. Ein Meisterwerk.

Filmmuseum

  • Schauspieler:Bulle Ogier, Fejria Deliba, Laurence Côte, Bernadette Giraud, Inês de Medeiros, Nathalie Richard, Irène Jacob

  • Regie:Jacques Rivette

  • Kamera:Caroline Champetier

  • Autor:Jacques Rivette, Pascal Bonitzer, Christine Laurent

  • Musik:Claudio Monteverdi

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