La Chinoise - Die Chinesin

 Frankreich 1967

La Chinoise

Independent, Avantgarde 96 min.
7.30
film.at poster

"La Chinoise" zeigt eine Kommune von fünf jungen Pariser Maoisten, die in der von "bürgerlichem Dekor" befreiten Wohnung ihrer auf Urlaub weilenden Eltern die "Revolution" planen.

Ein komischer Film, La Chinoise. Damals fand man ihn lächerlich. Ich fand, ich machte so etwas wie Ethnologie, einen Dokumentarfilm. (...) Das ist die Realität des Films, diese Leute waren lächerlich. Und dabei hatte ich noch genau aufgepaßt, wirklich nur das mir herauszusuchen, was mir durch meine eigene Herkunft bekannt war, liebe Jungen und Mädchen, die Marxismus-Leninismus spielten, wie Kinder in den Ferien versuchen, ein Indianerzelt zu bauen.
(Jean-Luc Godard, 1980)

Feuerrot wie die kleine Mao-Bibel, popgelb wie ein Comic-Chinese: der aus fingierten Interviews, Ciné-Fragmenten und Kriegsspielen synthetisierte Sommer einer Kommune von fünf jungen Pariser Maoisten, die in der von "bürgerlichem Dekor" befreiten Wohnung ihrer auf Urlaub weilenden Eltern die "Revolution" planen.

Man redet, raucht, zitiert erhabene Weisheiten aus Maos heiliger Schrift, ist bis zur Unerträglichkeit pathetisch, pubertär und vermutlich bei all dem repräsentativ für nicht wenige Kinder von Karl Marx und Coca-Cola am Vorabend des Mai 68.

(Text: filmmuseum)

Details

Anne Wiazemsky, Jean-Pierre Léaud, Michel Séméniako, Lex de Brujin, Juliet Berto, Otmar Diop, Francis Jeanson u.a.
Jean-Luc Godard
Jean-Luc Godard

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