Late Bloomers - Für Liebe ist man nie zu alt!

 F/GB/Belgien 2011

3 fois 20 ans

Drama 19.10.2012 95 min.
5.70
Late Bloomers - Für Liebe ist man nie zu alt!

Ein in die Jahre gekommenes Paar in Gestalt von Isabella Rossellini und William Hurt muss einige Reifeprüfungen bestehen.

Mary und Adam leben scheinbar im Paradies: Die drei Kinder sind erwachsen und gut gediehen. Marys Mutter unterstützt das Paar mit engagiertem Einsatz und handfestem Witz. Adam genießt seit Jahren in London große Anerkennung als Architekt. Mary kann es sich leisten, nicht mehr zu arbeiten. Gelegentlich übersetzt sie, die Tochter eines italienischen Vaters, Texte ins Englische. Man hat sich eingerichtet, ihr Leben ist harmonisch. Auch im Bett haben die zwei noch gehörig Spaß miteinander.
Doch auf einmal bröckelt das Paradies: Mary und Adam sind in der so genannten zweiten Hälfte des Lebens angekommen. Das zu akzeptieren ist nicht immer leicht. Mary versucht gegen die Grübeleien vor allem mit Pragmatismus und Selbstironie anzugehen. Adam umgibt sich mit jugendlichen Mitarbeitern und reagiert mehr als geschmeichelt, als sich eine Kollegin, die seine Tochter sein könnte, in ihn verliebt. Doch auch Mary ist nicht immun gegen die Avancen eines jüngeren Mannes.
Langsam, aber unaufhaltsam bahnt sich ein Desaster an: beide sprechen von Scheidung. Ihre Kinder sind entsetzt, können aber nicht wirklich helfen. Und die beiden? Sie müssen einige Reifeprüfungen bestehen, ehe sie - auf diese oder auf jene Art, gemeinsam oder getrennt - das Abenteuer Leben wieder unbeschwert genießen können.

Details

Isabella Rossellini, William Hurt, Doreen Mantle, Kate Ashfield u.a.
Julie Gavras
Sodi Marciszewer
Nathalie Durand
Olivier Dazat, Julie Gavras
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Best Agers
    Eine ernsthafte Komödie. Mit wohldosiertem Witz orientiert sich der Film an der Realität und streift z.B. mit den ‘Grauen Pantern‘ sogar manchmal die Satire. Mit der Figur der Uroma (Doreen Mantle), die kurz auch noch für Trauer sorgt, kriegen auch die Enkel ihr Fett weg, wenn sie fragen ‘Was machen wir denn jetzt?‘ – ‘Nix! Leute, die nicht wissen, wie man sich langweilt, werden später Idioten‘. Die erwachsenen Kinder dürfen ebenso Ratschläge erteilen wie die Freunde Simon Callow und Joanna Lumley.
    Viele genau beobachtete Details machen den Film irgendwie unaufdringlich authentisch, egal ob Seniorentelefon mit großen Tasten und Beleuchtung oder der Haltegriff an der Badewanne, das verstellbare Bett oder das Platzmachen im Bus. Das ist alles sehr unterhaltsam.
    Im Mittelpunkt stehen die ‘Best Ager‘ Adam (William Hurt) und Mary (Isabella Rossellini). Mary will noch attraktiv erscheinen: Wasserballett oder offenere Bluse? Auch Seitensprünge sind drin: ‘Paule heißt ‘er, der Bademeister‘ würden die Ärzte sagen. Und Adam vernascht eine seiner jungen Studentinnen (Arta Dobroshi). Dabei schwankt er, ob er ein Museum oder ein Altenheim bauen soll für ‘inkontinente Zombies‘? Der Tenor ist einerseits ‘Alt werden ist halt nichts für Weicheier‘, andererseits zeigen drei Szenen, wie groß die Gemeinsamkeiten nach langen Ehejahren immer noch sind: eine wortlose Verständigung quer durch eine Halle bei überlauter Musik durch Gesten oder ein Gespräch durch ein Gitter im Fahrstuhl, in dem sie feststeckt. Der Knüller aber ist eine gemeinsame Rolle rückwärts vom Friedhof zwischen die Laken, wobei Mary sich über Adams neue Sextechnik wundert. Das überdeckt und vertreibt die altersbedingte Depression.