Lex Minister

A, 1990

Tragikomödie

Ein Sittenbild des Österreich zur Regierungszeit von Franz Vranitzky und der zu lange an der Macht befindlichen SPÖ nach der Kreisky-Ära.

Min.82

Otto Sauer, SPÖ-Minister, ist zum Rücktritt gedrängt worden. Ein Opfer muss gebracht werden, um dem Ansehen der Partei nicht noch mehr zu schaden. In der bekannten Wiener Nobelbar »Eden« schüttet Sauer sein Herz aus und klagt über die Ungerechtigkeit der Welt.

Das ehemalige, von Peter Orthofer für den Kabarettisten Hans Peter Heinzl geschriebene Einpersonen-Stück spielt in der Zeit von Bundeskanzler Vranitzky, in der zahlreiche prominente SPÖ-Leute Skandalen zum Opfer fielen und die mit der Lucona-Affäre rund um Udo Proksch ihren Höhepunkt erlebte. Es ist ein Sittenbild des damaligen Österreich und der zu lange an der Macht befindlichen SPÖ nach der Kreisky-Ära. Haider begann gerade seine erfolgreiche Karriere als lautstarker Wortführer gegen Privilegien, hatte aber mit den Grünen damals noch Konkurrenz auf diesem Feld. Diese Verfilmung einige Jahre später war wahrscheinlich nur möglich, weil viele hier Erwähnte mittlerweile längst aus dem Zentrum der Macht verschwunden waren. Entstanden ist kein typischer Kabarettfilm mit Schenkelklopfer Wuchteln, das Lachen bleibt einem ob der genau beobachteten Realsatire oft genug im Halse stecken. (gp) (Filmarchiv Austria)

  • Schauspieler:Hans Peter Heinzl, Iris Berben, Werner Stocker, William Berger, Immy Schell

  • Regie:Peter Patzak

  • Autor:Peter Orthofer, Hans Peter Heinzl, Peter Patzak

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