Mathilde - Eine große Liebe

 F 2004

A Very Long Engagement / Un long dimanche de fiançailles

Drama, Romanze 28.01.2005 134 min.
film.at poster

Am Ende des Ersten Weltkriegs macht sich eine junge Französin auf die Suche nach ihrem Verlobten.

Der Erste Weltkrieg geht zu Ende, doch einer jungen Französin steht ihr größter Kampf noch bevor: Mathilde hat erfahren, dass ihr Verlobter Manech zu jenen fünf verwundeten Soldaten gehörte, die von einem Kriegsgericht verurteilt und als Todgeweihte ins Niemandsland zwischen den französischen und deutschen Stellungen hinausgeschickt worden sind.

Mathilde weigert sich jedoch zu akzeptieren, dass sie ihren geliebten Manech nie wiedersehen wird. So beginnt ihre außergewöhnliche Reise: Sie will herausfinden, was mit ihrem Verlobten geschehen ist. Ständig hört sie neue, herzzerreißende Varianten über Manechs letzte Tage und Minuten. Doch von keiner lässt sie sich entmutigen.

Freigegeben ab 12 Jahren

Details

Audrey Tautou, Gaspard Ulliel, Dominique Pinon, Clovis Cornillac, Jérôme Kircher u.a.
Jean-Pierre Jeunet
Angelo Badalamenti
Jean-Pierre Jeunet nach einem Roman von Sébastien Japrisot
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • MMM - Mathilde mit Manech
    Der Film vereint auf geniale Weise drei Genres: zunächst ist es ein Kriegsfilm, mit all der Grausamkeit die dazugehört, dann wie im Titel angekündigt natürlich ein Liebesfilm und schließlich und endlich ein Detektivfilm.
    Mathilde will nicht glauben, dass ihr geliebter Manech – ihre Sandkastenliebe - im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Mit schier nie ermüden wollendem Eifer forscht sie, wie und ob er umgekommen ist. Sie befragt Kameraden aus dem Feld, deren Frauen und andere, die mit Manech zu tun hatten, stöbert in Archiven der Armee, ja beauftragt sogar einen Privatdetektiv. Eine Gehbehinderte (Kinderlähmung) sucht einen Toten? Dabei wird der Zuschauer ständig zwischen Gewissheit über den Tod des Geliebten und neuer Hoffnung, dass er überlebt hat, hin und her gerissen. Der Regisseur arbeitet mit Rückblenden, Traumsequenzen und immer wiederkehrenden Symbolen wie dem Leuchtturm (einem Wegweiser also), einem roten Wollhandschuh (der wohlige Wärme bietet) oder MMM.
    Bis in kleine Nebenrollen mit großen Namen besetzt(Jodie Foster z.B.) blitzt sogar hin und wieder etwas Komik auf.
    In unheimlich schöne Bilder gehüllt, die einen emotional durch einen aus dem Off eingesprochenen Kommentar eng an die Handlung binden, kommt es zu einem Ende, das glaubhaft, überraschend und wohltuend ist.


  • too much
    wie gut der film nun wirklich ist, ist eine sache. ich finde es aber schon schlimm, leute unter vorhaltung falscher tatsachen in die kinos zu locken. aus der vorschau ist nämlich keineswegs ersichtlich, wie brutal dieser film wirklich ist und für schwache gemüter wie mich war das einfach zuviel..

  • etwas fade, Teil 1
    Ich werde die Handlung nur kurz nacherzählen, im Film wirkt das alles besser.

    MATHILDE (Audrey Tatou) wächst als Waise auf, als sie 3 Jahre alt war, sterben Ihre Eltern bei einem Unfall, was Ihr blieb ist ein Spruch den sie immer dann sagt wenn sie an Ihre Eltern denkt, als wäre sie neurologisch krank.

    Ihre Tante und Ihr Onkel kümmern sich um sie, sie wächst am Land auf, hat Kinderlähmung, der rechte Fuß ist etwas gelähmt und sie ist oft die Ausgestoßene. Sie ist 17 als Ihr Freund MANECH in den Krieg muß, und sie erfährt das er gestorben ist, allerdings glaubt sie nicht daran, weil sie keine Beweise hat und so setzt sie alles in Bewegung um die letzten 2 Jahre, es ist inzwischen 1919, nachzuforschen.

    Sie weiß nicht das MANECH mit ANGE BASSIGNANO, BENOÎT NOTRE-DAME, BENJAMIN GORDES, und BASTOCHE zum Tode verurteilt wurde, weil sie sich selbst verstümmelt haben, alle auf der Hand, um ins Lazarett und nachher nach Hause zu kommen, das nennt man Kriegsverweigerung.

    Sie hat einen unerschütterlichen Glauben und ist überzeugt das er eben noch lebt. Die Urteilsverkündung im Schützengraben Bingo Crepuscule läßt sie einfach ins Niemandsland los, sie werden nicht erschossen, aber sie dürfen sich durchschlagen, 100 Meter weiter warten die Deutschen darauf sie zu töten.

    Und sie gräbt immer tiefer in die Geschichte, und sie erfährt das sie nicht alleine ist, eine TINA LOMBARDI sucht auch nach einigen Überlebenden aus dem Schützengraben.

    Die 129 Min. die der Film dauert, sind wie im Flug vergangen, obwohl ich mir in der ersten Hälfte des Filmes schon ein bißchen überlegte, wieso der großartige Regisseur Jean Pierre Jeunet den Film so langweilig inszeniert hat. Detektiv und Kriegsgeschichten sind zwar was fürs Kino aber irgendwie finde ich sie in letzter Zeit langweilig, denn wenn du einen Kriegfilm gesehen hast, hast du eh schon alle gesehen, so wie meine Holde sagt, was ich Ihr auch nachfühlen kann.

    Dafür hat sie aber auch ein bißchen von Realismus und Romantik gesprochen. Jeunet hat meiner Meinung nach kein Meisterwerk abgeliefert, ein solches hätte ich erwartet, doch zumindestens ist er meiner Meinung nach viel besser als der etwas langweilige ¿Die fabelhafte Welt der Amelie¿ der so ähnlich ist wie der hier.

    Der Film hat 5 Handlungsteile die zusammengenommen am Ende zu einem ganzen Garn gewoben werden, und einen schönen Wandgobelin ergeben, aber das kommt erst in den letzten 20 ¿ 30 Minuten raus, denn zuvor ist die Kriminalgeschichte mit einer ständig aus dem weiblichen Off erzählenden Stimme ein bißchen ungeschickt gewebt worden, weil er in die teilweise unzusammenhängende Handlung ein paar Liebesfetzen reingeflochten hat.

    Der Film hat eine sehr gute Ausstattung, sehr gute Kostüme, eine passende Musik die nie aufdringlich, nie aber auch eindringlich ist, eine gute Maske, eine gute Kameraführung, gute Szenen aus dem Krieg, ein paar Blutspritzer hier und da, die auch einem Splatterfan bewegen können den Film anzuschauen, der Film hat eine realistische gute Story, eine sehr gut spielende Audrey Tatou, ein paar andere gute Schauspieler, ein paar kurze kleine witzige Momente, die den Film aber nicht vor der Langeweile retten.

    In dem Film ist Vergangenheit und Gegenwart etwas kompliziert miteinander verwoben und es ist gut das man in der Zeit der Kriegsfilme wieder mal was vom 1. Weltkrieg sieht, wenn man auf Kriegsfilme steht, denn in letzter Zeit gab es ja viel vom 2. Weltkrieg zu sehen.

    Audrey spielt Ihre Mathilde als lebensstarke, lebensbejahende Frau die trotz Ihrer Behinderung sich nie unterkriegen läßt, sie ist stur, widerwillig, nie bösartig, nachdenklich und ist auch mal kurz nackt zu sehen, was für ein Wunder, allerdings ist sie ein bißchen bedeckt, dafür kann man Jodie Foster beim vögeln sehen, allerdings sieht man wieder nur den Arsch des Typen und die Schenkeln der 1962 geborenen Kalifornierin.

    Irgendwie hat der Film Ähnlichkeiten mit ¿Das Tribunal¿ der mir gut gefiel und mit dem schreckli

    Re:etwas fade, Teil 1
    ... und das nennst du kurz - von dir möcht ich nie einen ausführlichen kommentar lesen müssen!

    mir persönlich hat der film sehr gut gefallen - weil er sehr realistisch ist und gleiche szenen aus der sicht von unterschiedlichen personen zeigt ...
    mein tipp: hingehen und anschauen! (und keine liebesschnulze erwarten!)

    gut gespielt - Teil 2
    Irgendwie hat der Film Ähnlichkeiten mit ¿Das Tribunal¿ der mir gut gefiel und mit dem schrecklich langweiligsten Kriegsfilm der letzten Jahre ¿ ¿Der schmale Grat¿. Dauernd geht es irgendwelchen Hormoverblödeten Hornochsenmachotypen im Krieg nur darum ein paar Steine und ein paar Unkrautpflanzen zu besetzen und zu besitzen, was vollkommen wurscht ist und heute ist aus dem alten Kriegsspiel eben die Sammelleidenschaft nach irgendwas geworden, ständig muß einer besser sein, darum haben wir wahrscheinlich hier in westlichen Ländern ein Parlament.

    Der Film hat eine visuelle gute Überzeugung, allerdings ist er etwas langweilig meiner Meinung nach gedreht, und zeitweise dachte ich, der Film gefällt meiner Freundin sicher nicht, und sie regt sich dann auf, was auch teilweise so was, denn Ihr gefallen keine Kriegsfilme, mir auch nicht, außer sie sind gut.

    Der Film hat ein bißchen viel verknüpft in dem Teppich, von Film Noir, über Kriegsdrama, über Romantik bis Behindertengerechte Darstellung von ein paar im Krieg geschädigten.

    Der Film ist eigentlich eine Verfilmung vom Roman ¿Die französische Verlobte¿ von dem der Regisseur schon seit 1991 träumt diese Geschichte zu verfilmen. Der Roman ist von Sébastien Japrisots.
    Die Geschichte hat Jeunet auch gut gefallen weil er an der Zeit von 1914 ¿ 1918 und speziell vom Paris der 20 er Jahre sehr angetan ist. Ihm gefiel auch das die Figur so unbeirrbar ist und er findet das sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Alice im Wunderland hat, denn viele Leute sehen viel das andere wiederum nicht sehen können, da diese eben diese Gabe gar nicht haben, und Mathilde hat so eine Art von Gabe.

    Damals lagen die Filmrechte zu dem Roman bei Warner Bros. und er konnte nicht viel machen, denn er hatte gerade als unbekannter Regisseur den Film ¿Delicatessen¿ gedreht, aber nach dem Erfolg von ¿Die wunderbare Welt der Amelie¿ hat sich viel geändert. Und nach der Auszeichnung zu dem Film Amelie mit Tatou hat er sie auch gleich gefragt ob sie nicht seine Mathilde spielen will von den er schon wieder träumte, und inzwischen ist er für 2 Oscars nominiert.

    Eine Woche bevor der Film fertig gestellt wurde, starb der Schreiber, und aus dem 30 seitigen Skript wurde in den vielen Monaten wo Jeunet plante eben diese Geschichte. Und das ist deswegen weil sie sehr viel recherchierten, und Jeunet hat ja auch ein großes Wissen über die Zeit des 1. Weltkrieges.

    6 Wochen haben sie gebaut, einen 7 Meter langen Tunnel, 20 Hektar Gebiet wurden dazu hergenommen, Alle Gräben zusammen genommen waren 200 Meter lange, dann das ganze Kriegsgerät das sie auftreiben mussten, das hat die Crew ziemlich geschafft. Vor dem Film war alles eine Baustelle, nachdem Film wurde alles wieder gepflanzt was vorher ausgerissen war.

    Sie haben nachgeschneiderte Kleidung aus England und Frankreich und Originalkostüme bestellt, für die 400 Komparsen bei einer Szene im alten Paris am Place de la Opera. Aus 2,5 Km himmelblauen Stoff wurden 200 Kostüme geschneidert. Gedreht wurde in Korsika, in Paris, in der Bretagne und in Studios. Am schwersten und arbeitsintensivsten war die Planung, die Vorbereitung das ganze abfilmen der einzelnen Teile, die Storyboards, und nach knapp einem halben Jahr war alles im Kasten.

    Mit Hilfe der digitalen Fotografie und Computer haben sie dann auch das Paris der 1910 er und 1920 er Jahre wieder auf erstehen lassen. 200 Kg Sprengstoff wurden für diesen Film verpulvert, und was bleibt über? Ein Film mit schwer sich zu merkenden französischen Namen, einer Geschichte die viele Wendungen nimmt, und sehr guten Darstellern und da mir der Film nicht gut gefiel, aber ich ihn als sehr gut honorieren werden, muß ich eben eine Wertung von

    70 ¿ 80 von 100

    vergeben.

  • Toller Film "Kammerflimmern"
    Hallo, ich habe gestern in Köln den Film "Kammerflimmern" gesehen und kann nur sagen, dass dieser Film ein äußerst kräftiges Lebenszeichen aus dem deutschen Film ist (wenn man schon die Filme nach Herkunftsländern einteilen muss, was ich sehr zweifelhaft finde). Kurz die Geschichte (schaut doch mal auf www.kino.de): Ein junger Mann, der als Kind durch eine Autounfall beide Eltern verloren hat, ist Rettungsfahrer und als solcher auf der Suche nach Menschen, denen er helfen kann, zugleich aber auch nach seiner Traumfrau (aber nicht in der herkömmlichen Bedeutung). Der Film besticht durch hervorragende Schauspielkunst, tolle Kameraführung, Wahnsinnsmusik und bei allem Ernst auch durch sehr viel Witz und Charme. (Ja, die Erotik kommt auch nicht zu kurz, in diesem Fall die Erotik einer schwangeren Frau ...) Ihr könnt euch wohl vorstellen, dass ich einigermaßen schockiert darüber bin, dass dieser Film in Österreich anscheinend überhaupt nicht anläuft!!! Jedenfalls, wer die Gelegenheit hat, den Film zu sehen, der soll diese Gelegenheit unbedingt nützen, denn aus Hollywood ist ein solches Meisterwerk nicht zu erwarten (bei allem Respekt gegenüber Hollywood) und aus Frankreich schon gar nicht (bei allem Respekt gegenüber ganz wenigen Filmen aus Frankreich).

  • Naja..
    Mir hat er nicht gefallen. Ich denke, diejenigen die eine schöne Liebesgeschichte wollen, bekommen einen grausamen Kriegsfilm, und diejenigen die einen Kriegsfilm sehen wollen, sind durch die Liebesgeschichte enttäsucht. Zuviel Brutalität und Krieg für meinen Geschmack und zwischendurch langatmig. Lieber nochmal Amelié schauen oder James Ryan ausleihen.

    Re:Naja..
    Du schreibst es selber: Für alle, für die es kein Leben nach Amelie gibt, wäre es wohl wirklich besser sich einfach Amelie bis in alle Ewigkeit reinzuziehn.
    Ich fand den Film jedoch gar nicht schlecht. Und meiner Meinung nach kann in einem Film durchaus Krieg und Liebe vorkommen, denn ich liebe die Vielfalt und sich nur auf etwas zu versteifen, kann auch fad werden.

  • Amelie 2!?
    wer Amelie liebt, wird auch Mathilde lieben!....ganz großes Kino mit allem was das Herz begehrt...

    Re:Amelie 2!?
    der Vergleich mit Amelie war eher auf den Stil des Films wie z.B. die prägnanten Charakterisierungen bezogen...ich liebe u.a auch den Facettenreichtum des Films...

    Re:Amelie 2!?
    ja, ich liebe mathilde, weil Jean-Pierre Jeunet grossartiges leistet - von Audrey Tautou ganz zu schweigen, sie ist einfach wundervoll - aber ich liebe nicht diesen film im gegensatz zu amelie! warum muss ich mir so viel blut, granaten, leichenteile reinziehn, um liebe spueren zu koennen? ich wuerde mir niemals einen kriegsfilm anschaun, wusste vorher nicht, wie brutal dieser ist und welch grossen stellenwert die veranschaulichung des leids hat, wirklich schade, wenn ich das brauche, kann ich es relasitischer in den nachrichten sehen, liebe jedoch kann gar nicht genug gefilmt werden... ich bleibe bei amelie und co!

  • Re:
    Würde ich niemals so stehen lassen wollen. Erstmal ist es eine Romanverfilmung. Mme. Tautou liegen solche Rollen wie Mathilde nunmal. Ich hätte mir keine bessere Schauspielerin für den Film vorstellen können. Ich habe wirklich keinen Moment an Amélie gedacht als ich den Film sah. Der Film ist des weiteren m.E. eher als Krimi/Romanze zu verstehen als ein Kriegsfilm oder Liebesfilm. "Mathilde" basiert auf Grundlage eines Romans. Also wenn man die Handlung kritisieren möchte dann kritisiert das Buch, nicht den Film.