Meek's Cutoff

 USA 2010
Drama 05.01.2012 104 min.
6.50
Meek's Cutoff

1845 - in den Tagen des Oregon Trails, der Besiedlung des "Wilden Westens" der späteren USA, werden drei Familien von Trapper Meek durch die gefährlichen Cascade Mountains geführt.

Trapper Meek wählt für den Weg durch die gefährlichen Cascade Mountains
eine unmarkierte, angeblich sichere Abkürzung, "a Cutoff" als Route, die die Gruppe unbeschadet über die wüstengleiche Hochebende führt. Das Vertrauen der Siedler in Meek wird bitter bestraft, als sie erkennen, dass sie ihr Führer in eine ausweglose Situation manövriert hat. Ohne Wasserstellen und sichere Lagerplätze treibt die tödliche Hitze, der Durst und die Angst vor den "wilden" Ureinwohnern die Siedler in eine panische Hoffnungslosigkeit; Was zählt ist nur mehr das eigene Überleben.

Als einer dieser Ureinwohner ihren Pfad kreuzt stehen die drei Familien am Scheideweg - trauen sie weiterhin ihrem Führer Meek, der sich bei der Wahl der Abkürzung in diese tödliche Situation gebracht hat oder einem jener Ureinwohner, die ihnen als ihre natürlichen Feinde beschrieben wurden?

Details

Michelle Williams, Bruce Greenwood, Will Patton, Zoe Kazan, Paul Dano, Shirley Henderson, Neal Huff, Tommy Nelson
Kelly Reichardt
Jeff Grace
Christopher Blauvelt
Jon Raymond
Stadtkino Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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    Die ‘Meisterin der Handlungsarmut‘ Kelly Reichardt hat sich hier noch zwei Titel dazuverdient: das Fehlen von Licht und die fast tragende Rolle der Sprachlosigkeit. Man sieht fast nichts in diesen schwarzen Nächten. Die Figuren bewegen sich ohne Gesichter im Halbdunkel der Landschaft. Es ist schon eigenartig, wie sehr man doch vom Gesicht eines Menschen abhängig ist. Figuren werden hier zu stummen Schatten. Ab und zu trifft man auf ein bekanntes Gesicht, das von Michelle Williams. Fast neunzig lange Minuten zieht der Treck von drei Planwagen durch die Prärie. Da ist das Nachladen eines Vorderladers schon ein Ereignis. Und das Ausfindigmachen eines Indianers ist das Actionhighlight des ganzen Films, wenn man mal vom kleinen Showdown am Ende absieht, das allerdings wie das Hornberger Schießen ausgeht: alles wie gehabt. Der Indianer geht in die Savanne, die Siedler schauen ihm nach.
    Spätestens seit der ‘Karawane der Frauen‘ in den 50er Jahren weiß man, dass bei der Besiedelung des Wilden Westens auch Frauen eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben. Das wird hier fast wortlos und ohne Musik nochmals betont.
    Eintönigkeit kann ermüden und zu Tiefschlaf führen. Hier muss man ganz schön kauen, um dran zu bleiben. Auch die Landschaft gibt nichts her. Sie ist der fehlenden Handlung angepasst und wirkt als Sedativum. Ich vermag den Sog nicht zu verspüren, in den man hier geraten könnte. Die Bedrohung der Existenz wird durch Weitermarschieren wettgemacht. Es geht den Akteuren wie den Zuschauern: sie finden nichts. Der Abspann ist eine wahre Erlösung. Unglaublich!