Mein Bruder Kain

 USA 1992

Raising Cain

Drama, Horror, Krimi 91 min.
5.90
Mein Bruder Kain

Psychologe Carter Nix leidet unter einer schweren Persönlichkeitsspaltung und hat seine Handlungen nicht mehr unter Kontrolle, weil sein böses Alter Ego immer stärker durchbricht.

Details

John Lithgow, Lolita Davidovich, Steven Bauer, Gregg Henry u.a.
Brian De Palma
Pino Donaggio
Stephen H. Burum
Brian De Palma

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • 'Brudermord'
    John Lithgow in der Hauptrolle ist genauso überragend wie Arbeit von Regisseur Brian De Palma und herausgekommen ist einer der anschaulichsten Filme über Schizophrenie (dissoziative Identitätsstörung). Es ist so anschaulich, weil die einzelnen Personen, die sich im Kopf von Carter Nix (Lithgow) ‘tummeln‘, mit einander reden. Lithgow in eine Dreifachrolle. Sein Vater war schon Psychiater, er wurde schon für Testzwecke missbraucht. John Lithgow ist einerseits charmant und freundlich, andererseits genial diabolisch, mal ein Kotzbrocken, dann wieder ein Weichei. Und De Palma erzählt das alles so unheimlich spannend unter Einsatz von Schockern und überraschenden Wendungen, dass einem beim Finale der Atem stockt. Die verschiedenen Rollen kann man in John Lithgows Gesicht deutlich ablesen: mal ist er Josh, dann wieder Margo oder Cain. Besonders packend die Leidtragenden seiner Familie: Tochter Amy (Amanda Pombo) und Ehefrau Jenny (Lolita Davidovich).
    Das Gespräch unter Hypnose mit freigesetzten Aggressionen (Nix reagiert wie seinerzeit Zinedine Zidane) dreht nochmals an der Spannungsschraube. Verzögerungen im Handlungsablauf dienen ebenso der Steigerung. Der Plot scheint wissenschaftlich fundiert und konsequent umgesetzt. Dabei tastet die Kamera z-B. in entscheidenden Augenblicken die verkleidete, halb verdeckte Person im Fahrstuhl suchend ab und kommt so zu nackten Füßen.
    Und dann das nur kurz vorbereitete, offene Ende. Ja es ist halt eine Never-Ending-Story. Filmisch eine Perle.