Mein Leben ohne mich

 CAN/E 2003

My Life Without Me / Mi vida sin mi

Drama 31.10.2003 106 min.
7.60
Mein Leben ohne mich

Nach einer niederschmetternden Arztdiagnose entscheidet sich Ann, den normalen Alltag weiterzuführen, aber gleichzeitig den Ausbruch zu wagen.

Bisher hatte sie nicht die besten Karten im Lebenspoker: das erste Kind mit 17, das zweite mit 19, der Mann (Scott Speedman) arbeitslos, der Vater (Alfred Molina) im Gefängnis, die nervige Mutter (Deborah Harry) als Nachbarin. Ann (Sarah Polley) ist 23 und trägt trotz allem die kleine Sehnsucht in sich, dass alles einmal besser werden könnte. Als Ehefrau und Mutter lebt sie mit ihrer Familie in einem Trailer, putzt nachts an der Uni und muss sich mit ihrer ewig unzufriedenen Mutter herumschlagen. Doch eines Tages ändert sich Anns eintöniger Alltag schlagartig. Nach einem Schwächeanfall wird sie ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose des Arztes ist niederschmetternd: Krebs im Endstadium - sie hat noch zwei Monate zu leben. Aber Ann behält die schockierende Nachricht für sich, erzählt niemandem etwas davon, sondern fasst einen einsamen Entschluss: Sie wird das bisschen verbleibende Leben noch auskosten, sich Wünsche erfüllen, kleine Utopien verwirklichen und für ihre Lieben die Zeit nach ihrem Tod, das Leben ohne sie, vorbereiten. Dazu gehört, dass sie ihren beiden Kindern Geburtstagsgrüße für die nächsten Jahre auf Band spricht oder dass sie Ausschau hält nach einer geeigneten neuen Frau für ihren Mann Don und Ersatzmutter für die beiden Mädchen, genauso aber auch der Plan, noch einmal Liebe und Zärtlichkeit mit einem anderen Mann zu erfahren, seinen Herzschlag ganz nah zu hören und brennende Lust zu verspüren - hundert Jahre Zweisamkeit in nur einer kurzen Begegnung. Mit Lee (Mark Ruffalo) trifft Ann den Mann ihrer Träume. Nur ein kleiner Moment des großen Glücks ist ihr vergönnt, bis sie endgültig Abschied nehmen muss...

Altersempfehlung: ab 10

Details

Sarah Polley, Scott Speedman, Mark Ruffalo, Amanda Plummer, Deborah Harry, Alfred Molina
Isabel Coixet
Alfonso De Vilallonga
Jean Claude Larrieu
Isabel Coixet
Tobis Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wenn ich nicht mehr bin
    Ein kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“

  • Wenn ich nicht mehr bin
    Ein kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“

  • Wenn ich nicht mehr bin
    Ein kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“

  • Wenn ich nicht mehr bin
    Ein kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“

  • "Shameless in its weepy sentiment" - 5/10
    TV Movie der Woche, aufgewertet von hochkarätigen Darstellern. Ich werde mir jeden Film anschauen, in dem Mark Ruffalo dabei ist und von Sarah Polley war ich auch schon lange ein Fan. Sie trifft hier im Gegensatz zu Ruffalo nicht immer die richtigen Töne, doch das Drehbuch tut das auch nicht.
    Die Geschichte nimmt keine Stellung zu ihrem zentralen Thema ¿ dem Tod. Sie weicht aus und versucht Lösungen in neuen Liebesbeziehungen und großes Gesten zu finden. Wie traurig, dass Polleys Charakter ihre Familie nicht in ihren bevorstehen Tod einweihen kann und wie egoistisch, dass sie sich aus reiner Neugierde einen neuen Freund sucht, der am Ende nur leiden wird können. Der Film verkauft sich als lebensbejahend und schenkt uns eine Katharsis nach der anderen. Das ist alles recht nett und einige Szenen sind wirklich großartig, doch schlussendlich glaube ich dem Film nicht.

    Re: "Shameless in its weepy sentiment" - 5/10
    Ich denke es geht auch nicht darum, dass der Film eine Stellung zum Thema Tod einnimmt. Er zeigt einfach wie ein Mensch mit dieser Situation umgeht. Natürlich würde sich jeder anders verhalten, aber ich finde Polley spielt ihren Charakter sehr gut. Sie versucht den Tod so gut es geht wegzuschieben, trifft die Vorkehrungen für ihre Familie, die sie für notwendig hält, ist sich aber auch bewußt, dass es hier um ihre letzten Tage geht. Ich finde es auch nicht wirklich egoistisch ihrer Familie nicht die Wahrheit zu sagen. Wenn ich an ihrer Stelle wäre, dann würde ich es auch nicht machen. Die Sorge in den Gesichtern derer die man liebt zu sehen, diese neue Form des Umgangs, würde es nur schlimmer machen. Und was die Liebesbeziehung betrifft, so denke ich ist es besser zumindest eine kurze Zeit und dafür intensiv geliebt zu haben, als wenn sie sich nie kennengelernt hätten. Auch wenn es für ihn schmerzlich war, so hat er im Nachhinein gesehen doch etwas wichtiges bekommen, etwas das ihn immer begleiten wird.

  • Gibt's mehr als 10 Punkte?
    In der Kurier-Vorschau war von "drückt nicht auf die Tränendrüse" zu lesen - das stimmt so nicht. Zwar geht der Film nicht hoffnungslos aus, aber das Ende ist klar und nun mal nicht erfreulich. Für mich spielt dieser Film in derselben Liga wie Benignis "Das Leben ist schön" und vermag es ebenso gut, traurige Ereignisse so darzustellen, daß Depression trotzdem nicht aufkommt, sondern die Hoffnung siegt.

  • nicht ohne taschentuch...
    ...und nicht ohne gummistiefel ins kino gehen. das gesamte publikum flennt in einer tour und verwandelt den saal in ein salzwatt. der berührendste, traurigste film den ich je gesehen habe. aber nicht schlecht gemacht! keine angst, die kinobesucher werden nicht komplett deprimiert entlassen. der film zeigt nicht die ganze häßlichkeit des trostlosen lebens und siechenden todes. es könnte noch weisgott schlimmer sein.
    -->anschaun!