Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses

 USA 1988

Mississippi Burning

Drama, Thriller 128 min.
7.80
Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses

Die grundverschiedenen FBI-Agenten Gene Hackman und Willem Dafoe suchen in Mississippi nach drei verschwundenen Bürgerrechtlern.

Im US-Bundesstaat Mississippi des Jahres 1964 verschwinden eines Nachts drei junge Bürgerrechtler - offenbar ermordet von fanatischen Anhängern des Ku-Klux-Klan.

Da von den Leichen jede Spur fehlt, werden zwei FBI-Agenten auf den Fall angesetzt: Der alte, abgeklärte Anderson (Gene Hackman) und der junge, idealistische Ward (Willem Dafoe) könnten gegensätzlicher kaum sein. Mit ihren höchst unterschiedlichen Methoden versuchen die beiden, den Aufsehen erregenden Mordfall zu lösen - und stoßen dabei in ein gefährliches Wespennest aus Hass, Korruption, Rassismus und Gewalt.

Details

Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Gailard Sartain, u.a.
Alan Parker
Trevor Jones
Peter Biziou
Chris Gerolmo

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Brennende Kreuze gelöscht
    Hier hat Parker, einer der vielseitigsten Regisseure unserer Zeit, erneut seine außergewöhnliche Spitzenklasse bewiesen. Rassismus, ein ernstes Thema, das nichts an Aktualität verloren hat, verpackt er in einen äußerst spannenden Spielfilm. Treffende Dialoge stützen sich auf ein ausgezeichnetes Drehbuch (z.B. dieser ‘Dr. Martin River King Kong‘ oder ‘Diesen Sack Würmer kriegen wir nur von innen auf.‘ oder ‘Eine Klapperschlange frisst sich nicht selber auf.‘) Actionreiche Szenen machen das unmenschliche Unrecht sichtbar (lynchen, Bomben). Und über den Clu Clux Clan erfahren wir ‘Große Kapuzen, aber nichts drunter.‘ Auch das Umschwenken der öffentlichen Meinung wird durch immer wieder eingeblendete Interviews der Anwohner dokumentiert.
    Die beiden FBI Ermittler ergänzen sich in ihrer ganzen Gegensätzlichkeit. Gene Hackman, früher mal Sheriff im Süden der USA, gibt das charmante Raubein. Er kommentiert voller Ironie das Geschehen, hält aber auch schon mal einen widerspenstigen Rassisten an dessen Kronjuwelen fest. Sein Vorgesetzter, Willem Dafoe, hat studiert und vertraut auf rechtmäßige Vorschriften. Die Lage eskaliert fast bis zum Bürgerkrieg, denn die Farbigen schlagen mit Clu Clux Clan-Methoden zurück.
    Am Ende macht uns Alan Parker Mut: Verhaftungswelle und Verurteilung der Schuldigen. Einträchtig stehen Farbige neben Weißen und singen gemeinsam. Zuvor gibt uns Parker noch die Message mit ‘Jeder ist schuldig, der zusieht und nichts dagegen unternimmt‘. Und ‘Hass ist anerzogen nicht angeboren‘. Eindrucksvoll und immer noch aktuell.