München

 USA 2005

Munich

Drama, Thriller 27.01.2006 157 min.
7.60
film.at poster

Auf das Blutbad bei den Olympischen Spielen 1972 reagiert der Israelische Geheimdienst durch Rekrutierung eines Kommandos, das die Drahtzieher des Terrorakts eliminieren soll.

1972, die Olympischen Spiele verzaubern München. Die Welt schwimmt auf einer Welle der Begeisterung. Nicht ganz, denn Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation "Schwarzer September" nehmen elf israelische Sportler als Geiseln und fordern die Freilassung von 200 in Israel inhaftierten Palästinensern. Beim Befreiungsversuch sterben alle Athleten sowie fünf der Terroristen. Die Reaktion der Israelis lässt nicht lange auf sich warten: die Exekution aller an dem Massaker beteiligten Palästinenser. Noch während die Aktion auf Hochtouren läuft, stellt der beauftragte Mossad- Agent (Eric Bana) ihren Sinn mehr und mehr in Frage. Nach welchen Kriterien wurden die Ziele ausgewählt? Gehören sie auf die Todesliste, obwohl sie gar nicht am Attentat beteiligt waren? Das Unternehmen steht am Scheidepunkt.

Details

Eric Bana, Daniel Craig, Geoffrey Rush, Mathieu Kassovitz, u.a.
Steven Spielberg
John Williams
Janusz Kaminski
Tony Kushner, Eric Roth
UIP

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • gut gemacht, herr spielberg!
    ich finde dass sich diesen film nur leute ansehen können die die zeit damals auch erlebt haben. so wie ich. da ist dann auch das verständnis für die damals herrschende weltpolitik da und es werden nicht so dümmliche meldungen wie z.b. "fad, langweilig, wenig unterhaltend" geschrieben. leute die ca. 20 jahre später geboren wurden können den film gar nicht verstehen.

    der film selbst ist gut gemacht und spielberg-untypisch wenig verbrämt und auch nicht spielfilmtechnisch aufbereitet. gottseidank fehlt auch die bei den amis so beliebte herz-schmerz-komponente. allerdings hätte man - wenn man schon einen 150min-schinken draus macht, man noch ein halbes stündchen anhängen können und die geschichte komplett erzählen können. es hätte dann vielleicht einen hauch von einer doku gehabt, aber wen störts wenn der ganze film ok ist?

  • Re:scheiß film
    der zahl i deinem nick nach ist das dein geburtsjahr. demnach bist du 17 jahre später auf dei welt gekommen...da war die ganze chose schon lang vorbei und sogar der kalte krieg war schon aus und die ostöffnung hat gerade erst begonnen!
    was weisst du denn von europäischer geschichte, du dummerl!
    schau dir lieber schweinchen babe an, das kommt dir ehehr entgegen!

  • nicht sehr unterhaltsam
    Man kann Film ja einen gewissen Tiefgang nicht absprechen. Er ist gut durchdacht und gut gemacht ... ein paar gut gelungen Szennen ... ein bisschen Spannung. Alles in allem war der Unterhaltungswert für mich dennoch unterdurchschnittlich. Das mag vor Allem auf den unausstehlichen Spielbergstiel zurückzuführen sein ... diese unglaubwürdige und übertrieben menschliche Art Geschichten zu erzählen ... gekünstlich auf eine nervige Art ... zu viel Moral (selbst wenn keine schlechte) und zu wenig Kunst für meinen Geschmack. Kann den Film daher nicht empfehlen - ausser für Spielgergfans.

    Re:nicht sehr unterhaltsam
    Also ich bin das Gegenteil von einem Spielbergfan (Außer der Weiße Hai) aber dieser Film ist absolut genial gemacht und kann ihn wirklich nur mehr als empfehlen. PS: Wo war hier zuviel Moral???

  • hervorragender film
    spielberg steigert sich zusehends. "munich" ist einer der besten und spannendsten polit-thriller der letzten jahre. kaum zu glauben, dass dieser regisseur einst "e.t." zu verantworten hatte. das ensemble spielt überzeugend, der film enthält sich zudem jeder platten wertung der geschehnisse. spielberg selbst hat zum thema gesagt: "der feind, das ist nicht der terrorismus, nicht die juden, nicht die araber; der feind ist die unnachgiebigkeit!"

    recht hat er.

    dieser film muss gesehen werde. wäre auch ein guter film für schulklassen im fach geschichte bzw. politische bildung.

    Re:hervorragender film
    E.T. zu verantworten??? Ich bin zwar nicht unmittelbar ein E.T. Fan, aber ich würde doch mal behaupten das E.T. einer der erfolgreichsten Kinderfilme aller Zeiten ist. Nur so nebenbei erwähnt ;-)

    Re:hervorragender film
    die logik von 'feuerwehr' hat schon was, allerdings irgendwie ziemlich
    desillousioniert und pessimistisch: eine sogenannte "loose - loose situation". in dem film sieht man schon dieses "wer zum schwert greift, wird durch das schwert umkommen" und dass rache kein guter grund ist, um etwas zu tun. auf der anderen seite gabs ja auch ganz andere motive der diversen protagonistInnen, sich da zu involvieren. es ging ja da nicht nur um avner und seine vorstellungen, obwohl die im vordergrund der handlung stehen - es gab da ja verschiedene personen auf verschiedenen ebenen und auch die der gegner oder der "neutralen".
    m.e. eignet sich der film nicht dazu eine einfache und simple message rauszufiltern, sondern höchstens dazu, mitzukriegen, wie komplex motivationen sind und wie sie aneinander andocken können oder eben sich gegenseitig abstossen.
    bemerkenswert fand ich eher die form der gewaltdarstellung in dem film: man sieht einen unglaublichen banalen horror - diesen widerspruch: einerseits ganz fürchterlich, tragisch, aufwühlend und gleichzeitig so eine billige, schmutzige, unspektakuläre handlung. man kommt sich fast wie ein spanner vor, wenn man das sieht. spielberg hypt das nicht als "action", seine gewaltdarstellung ist eher das gegenteil: ein bisschen hat mich der film an "Die Macht und ihr Preis" erinnert, wo der akt der gewalt blitzschnell vorbei war, aber die dadurch geschaffenen tatsachen inklusive der bedrohlichen atmosphäre bleischwer auf allen lasteten. aber niemand hat je "Die Macht und ihr Preis" für politische Bildung empfohlen, obwohl das sicher eine gute wahl wäre...

    ich halte "München" für viel zu ambivalent, um es pädagogisch zu verwursten, denn eigentlich hat avner ja eh keine wahl: er kann nicht in Israel leben aber in New York kann er nicht avner sein, er hat für sich keinen einzigen ort oder er hat einen ort aber nicht sich und ist noch "unbehauster" als der palästinenser, mit dem er früher im film ein gespräch führt. der nämlich ist sich wenigstens gewiss, dass er an einen ort bzw. zu einem ort gehört, obwohl ihm dieser ort (noch) nicht gehört.
    ich glaube fast, dass es spielberg im film doch nur um avner geht, obwohl er sich diesmal auch um die nebenrollen wirklich gut kümmert und sie nicht im klischee verhungern lässt. gleich zu beginn der handlung muss avner alle seine bindungen und verbindungen durchtrennen und quasi ein mann ohne gesicht werden.
    am schluss weiss er wirklich nicht mehr, wer er ist.

    An feuerwehr
    Ich gebe eher selten einen User Comment ab, doch sehe ich mich durch deine Aussage dazu gezwungen!Sie ist so ziemlich die peinlichste und traurigste die Seit langem gehört habe!
    Bitte keine Comments mehr abgeben! Zum wohle der Allgemeinheit!
    MfG Manuel

    Re:hervorragender film
    das is ja schön und gut. wenn aber nicht beide nachgeben, dann verliert der der nachgiebt. und wenn ich verliere wenn ich nachgebe, warum dann nachgeben.
    PS: politische Bildung is für Deppen

  • Letaler Alptraum
    Durchweg spannender, sehr professioneller Politthriller mit gewissem Tiefgang. Spielberg entfacht einen Alptraum des Tötens und Getötetwerdens, der am Ende nur Tote oder psychisch Verwahrloste hinterlässt. Schwarz-Weiß-Denken weicht einer generellen Unsicherheit, wer hier noch im Recht ist. Grandiose Breitwandbilder mit wunderbaren Farb- und Lichtschattierungen. Gute, einprägsame Schauspieler. Empfehlung.