Mut für den Alltag

 CS 1964

Kadzý den odvahu

85 min.
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Schorm entwirft in seinem Spielfilmdebüt das Psychogramm eines Menschen, der allmählich beginnt, eigenständig zu denken und seine Existenz in Frage zu stellen.

Der Arbeiter Jarda Lukas ist ein eifriger Aktivist in seiner Fabrik und soll dafür als »Held der Arbeit« gefeiert werden, doch er zweifelt inzwischen an seinen Idealen. Die Arroganz des ihn interviewenden Journalisten verwirrt ihn noch mehr. Nach einem Streit mit der Freundin wird auch sein Einsatz bei einer Kampagne für Kaninchenzucht auf dem Land zum Fiasko. Er fühlt sich betrogen, betrinkt sich und provoziert die Kneipengäste. Die mögliche Versöhnung mit der Freundin findet nicht statt ...

Schorm entwirft in seinem Spielfilmdebüt das Psychogramm eines Menschen, der allmählich beginnt, eigenständig zu denken und seine Existenz in Frage zu stellen. Er betrachtet nun die Gesellschaft, in der er lebt, wie in einem Spiegel und sieht Zynismus, Egoismus, den Bruch zwischen Generationen, getarnte Spießbürger. Form und Inhalt des Films laden ein zum Vergleich mit Werken des britischen Free Cinema jener Ära. Das Motto des Films, Kafkas Fabel Der Geier, musste einem Zitat des polnischen Schriftstellers Andrzejewski weichen.

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Jan Kacer, Jana Brejchová, Josef Abrhám, Vlastimíl Brodský, Jan Libícek u.a.
Evald Schorm
Antonín Mása, Evald Schorm, Jan Curík

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