My Week with Marilyn

 GB/USA 2011
Drama 20.04.2012 ab 0 99 min.
7.00
My Week with Marilyn

Basierend auf den Tagebüchern des Filmemachers Colin Clark führt uns dieses Werk in den Sommer des Jahres 1956, als sich der junge Oxfold-Absolvent bei Dreharbeiten mit Marilyn Monroe anfreundete.

Im Sommer 1956 will der junge Oxford-Abgänger Colin Clark (Eddie Redmayne) in das Filmbusiness einsteigen und ergattert einen Job auf dem Set von "The Prince and the Showgirl" mit Marilyn Monroe (Michelle Williams). Der Film basiert auf den Tagebüchern des Filmemachers Colin Clark, welche 40 Jahre nach den Ereignissen veröffentlicht wurden. In der ersten Fassung dieser Autobiografie fehlte eine Woche. Die Geschichte dieser Woche wurde später unter dem Titel MY WEEK WITH MARILYN publiziert und nun endlich verfilmt.

Der Erstlingsfilm des britischen Regisseurs Simon Curtis bescherte Hauptdarstellerin Michelle Williams einen Golden Globe sowie eine Oscar®-Nominierung.

Details

Michelle Williams, Eddie Redmayne, Kenneth Branagh, Emma Watson, Dominic Cooper, Judi Dench
Simon Curtis
Conrad Pope
Ben Smithard
Adrian Hodges, Colin Clark
Lunafilm
ab 0

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tiefenpsychologische Sicht
    Michelle Williams hat die Marilyn sehr gut drauf: ihr Lächeln, den Schmollmund, ihre Bewegungen und ihren hüftenschwingenden Gang. Aber natürlich ist sie nur eine gute Kopie der Leinwandgöttin. Dabei kommt eine Fülle von Facetten ihres Wesens zum Vorschein, die wir zwar alle bereits kannten, aber hier werden sie nochmals gebündelt. Angefangen von Äußerlichkeiten wie denen, dass ein ganzes Filmstudio stundenlang auf sie warten musste oder ihr Gedächtnis, das man mit einem Schweizer Käse verglichen hat (Ihre legendären Hänger!). Neben ihrer Unzuverlässigkeit kommen aber auch ihre Verletzlichkeit und Unsicherheit zum Vorschein oft gemischt mit einem Touch Naivität. Auch ihre Alkohol- und Tablettenabhängigkeit wird erwähnt. Diese Informationen verdanken wir Colin Clark, der siehe Titel mit MM befreundet war. Der Wahrheitsgehalt lässt sich schwerlich nachprüfen, aber es entsteht ein in sich schlüssiges Bild der Norma Jean mit all dem Starrummel, der Fehlgeburt und letztlich immer wieder ihrer Liebesbedürftigkeit. Ihr Leben war ein Drama voller menschlicher Tragik. Dazu kamen stets die falschen Ehemänner. Wenn sie Kollegen und Regisseure (Kenneth Branagh) an den Rand des Wahnsinns trieb (außer Billy Wilder) erfuhr sie möglicherweise auch Zuspruch von Vivien Leigh (Julia Ormond) und Sybil Thorndike (Judi Dench).
    Die Beziehung zu Colin Clark – egal ob wahr oder übertrieben – fährt voll auf der emotionalen Schiene und beeindruckt durch Tiefgang. In diesen Szenen ist Eddie Redmayne ihr durchaus ebenbürtig.
    Simon Curtis‘ Debutfilm ist eine eindrucksvolle Charakterstudie voller Details. Man kann ihn aber auch als einen Beitrag zur Wahrheitssuche verstehen. Als Film kann es über ihn keine zwei Meinungen geben. Star ist, wenn alles um sie herum verblasst!

  • Gefiel mir gut - 1
    Wer war Marilyn Monroe, das Idol von Millionen?:

    Michelle Williams bekam den Golden Globe Award als Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie/Musical und hat natürlich auch die Oscar Nominierung bekommen, aber wer war die süße Marilyn nun wirklich?

    Geboren am 1.6.1926, gestorben am 5.8.1962, durch Tabletten, oder durch andere Dinge die man nicht weiß. Geboren als Norma Jeane Mortenson, hat sie dann den Namen geändert.

    Schon früh kam sie mit dem Film in Berührung weil Ihr Vater bei RKO Pictures die Filme geschnitten hat. Nur blöd dass der echte biologische Vater von Ihr sich nie zu Ihr bekannt hat. Aber Monroe war sicher wer der Vater war.

    Getauft wurde Marilyn von einer Pfingstlerin. Sie wurde sehr religiös erzogen, Ihre OMA und Ihre MAMA war in Psychiatrischer Behandlung, Labil waren beide. Die Mutter war noch dazu sexsüchtig. Die Freundin der Mutter nahm die junge Norma auf, die von deren Ehemann sexuell belästigt wurde. Zuvor war sie im Waisenhaus 22 Monate.

    Mit 16 wurde sie zwangsverheiratet und sie mußte die Schule abbrechen. 1945 wurde sie als Fotomodell entdeckt und posierte bald darauf für 'ne Frontzeitung der U.S. Army. Der damalige Noch Major Ronald Reagan hat ihr dabei einen Weg geebnet. Irgendwann lernte sie das Filmbusines durch kleine Rollen kennen und nahm dann auf Anraten Ihrer Agentin die Zahnspange aus den Mund und den Namen Marilyn an, nach der Tänzerin Marilyn Miller.

    1947 kam dann die 1. Filmrolle mit „Sommergewitter“. 1950 kam dann der Film „Alles über Eva“ wo sie durch eine Nebenrolle sehr bekannt wurde und 'ne Nominierung einheimste. Bis zum Lebensende hat sie einen Golden Globe gewonnen 8 andere Preise und 9 Nominierungen. Von Ihren 47 Filmen sind nur 14 sehr gut.

    1952 war das Jahr des Durchbruches mit „Blondinen bevorzugt“. Sie war auch für den Playboy am Foto. Ihr damaliges Honorar für einen Kalender war 50 US $. Irgendwann als sie das Lied sang - Diamonds are a Girl's Best Friend – wurde sie mit Ihrer ausgebildeten Singstimme zum endgültigen Sexsymbol aller Zeiten.

    1953 hatte sie dann die Hand und Fußabdrücke beim Grauman’s Chinese Theatre. 1954 ging es nach Südkorea um die Moral der US Soldaten aufzupolieren und da sang sie z.B. für Soldaten der alliierten US-Streitkräfte.

    Bald darauf folgte 'ne Lungenentzündung. Stets in den Filmen hatte sie Probleme sich zu konzentrieren, viele Regisseure mussten ihr oft Dinge sagen die sie nicht verstand oder falsch machte, was damals nicht so wie heute war, damals gab es noch keine Zicken und blöde Darsteller, da hat man den Leuten was gesagt und die haben es gemacht und man hat auch nicht so wie heut zu Tage in Hollywood 100 x einen Nachdreh nötig.

    1954 war das Jahr ihres größten Kinoerfolges „Rhythmus im Blut“ der auch wirklich gut ist muss ich sagen. Wer kennt nicht die berühmteste Filmszene als Ihr Kleid auf einem Luftschacht über der U Bahn kurz hochgeweht wurde, ein damals großes Vergehen da man nackte Frauenbeine im Kino nicht zeigen durfte oder wollte. Was wenige wissen, die Szene war gestellt weil der Luftzug da unten nicht ausreichte für so ein Lüpfen des Kleides, das hat man mit einem Luftgeräte gemacht. Das war 1955 im Film „Das verflixte 7. Jahr“.

    1956 gab es dann Schauspielunterricht, etwas spät aber doch und zwar lernte sie am Actors Studio das Method Acting das heute sehr viele beherrschen.

    1961 hat sie sich für 'ne ernste Rolle entschieden und spielte in „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“. 1962 dann kam der letzte Film von dem ein 37 Minütiges Fragment erhalten ist, „Something’s Got to Give“ ein Remake aus einer 1940 er Komödie.

    Echt sexy - 4
    Die Kamera ist im Film auch gut, ja man merkt da hat ein ambitionierter Mensch eine Kamera gehalten. Die Kamera hält stets dahin wo es interessant ist, die Musik setzt da ein wo es nötig ist, ja die ist zwar nicht vorhanden aber immerhin ein bisschen Geklimper das ist gut und das was Michelle singt. Hin und wieder knistert der Film, ja die Handlung ist vielleicht für einige Leute einfach aber so vom künstlerischen und anspruchsvollen her, einfach super, ich kann den Film nur jeden empfehlen, und ich kann nur sagen, es gibt und gab kein Filmmädchen das jemals so bekannt war und berühmt und es noch heute ist nicht mal Scarlett Johansson.

    Ich kann den Film nur empfehlen auch wenn Spannung etwas fehlt, aber Anspruch Kamera, Farbe, Dramaturgie, Drehbuch, Regie, ja das alles finde ich gut im Film. Und abseits von den ganzen Mainstream Filmen ist dass auf alle Fälle etwas dass man sich ansehen sollte.

    Was auf alle Fälle super ist, man sieht Ihre Zerbrechlichkeit, die knisternden Momente als sie dauernd den Text vergisst, einfach unvergessliches Kino. Klar gibt es im Film einige Nebenplots die vielleicht unwichtig sein können aber mich nicht stören klar gibt es einige langweilige Momenten die man hätte besser umsetzen sollen na und? Das Gesamte ist es was mir Spaß macht am Film. Sicher fehlt dem Film etwas Leben, trotzdem mag ich den Film sehr.

    90 von 100 Punkten.

    hat mir gefallen - 3
    Die Hauptrolle spielt eigentlich auch Colin Clark (Eddie Redmayne) der ein Oxford Absolvent ist der Kino liebt und der gerne eine Rolle als Kameramann hätte. Aber da er hartnäckig ist, wird er für Laurence Olivier tätig. Ein absoluter Star damals mit einigen Allüren. Naja irgendwann kommt dann der Film „Der Prinz und die Tänzerin“ wo Marilyn aufmerksam auf ihn wird. Sie ist aber mit Arthur Miller (Dougray Scott) verheiratet aber Colin ist einfach ein süßer Kerl. Der ist aber in Lucy verknallt. Naja 2 Frauen die hübsch sind am Ruder ist auch nicht übel.

    Und der Film handelt eben von einer Woche mit der Marilyn, ja eine kurze Handlung oder?

    Man sagt der Monroe nach dass sie vergesslich ist, sich keinen Text merken kann was man auch von Bruce Willis sagt, sie aber die Monroe, eine Ikone eben. Und ich muss sagen, das Biopic, obwohl wenig gekostet ist einfach ein toller Film, irgendwie fühlt man sich bei dem Film sofort heimlich, man taucht ein in die Welt von damals und man freut sich man lebt mit, man hat das Gefühl wirklich so richtig dabei zu sein

    Das witzige ist dass es damals echt einen Colin gegeben hat, der dann ein Tagebuch geschrieben hat das in den 90 er Jahren raus kam, wo alles stand was er so im Filmbusiness erlebte, bis auf die Woche mit Marilyn und der hat dann sein Einverständnis gegeben einen Film daraus machen zu lassen.

    Dass eben der unbekannte Regisseur Simon Curtis die Möglichkeit bekam das Buch zu verfilmen ist klar da er ein Fan von Colin ist, beide sind Freunde glaube ich und er ist zwar ein Newcomer aber ich muss sagen, ja Hut ab, der hat ein Handwerk, ein gutes, ein tüchtiges, er dreht den Film so dass man als Zuschauer etwas gebannt ist. Wenn Michelle aus dem Flugzeug kommt, die Kamera ist auf sie gerichtet, die Mengen sind halbwegs verrückt geworden, wie sie da raus kam, wie man hört dass Arthur Miller, der das Buch schrieb „Der Tod eines Handlungsreisenden“ oder wie sie redet ja das ist echt super.

    Sicher hätte man da mehr machen können, hin und wieder hat man SW Einlagen im Film das ist gut, und auch wenn Michelle nicht so aussieht wie Marilyn, das macht nichts, ja etwas schon aber nicht so richtig, was auch klar ist, so einfach ist es nicht so 'ne Frau zu finden die so ähnlich aussieht.

    Hätte der Regisseur die Williams nicht überredet dass die Ihrer Rolle gewachsen ist, Michelle hätte abgelehnt, ja man sieht sie fügt sich in das ganze, sie spielt die Marilyn wirklich gut, fast so gut wie Meryl Streep die Eiserne Lady, dessen Film ich auch vor kurzem sah. Nun ja ich hätte vielleicht mir mehr erwartet, mehr Spannung im Film aber das war wohl nicht möglich, weil es ja nur um eine Woche Film geht, mehr nicht und nicht um Aliens.

    Hin und wieder wird gesungen was mich anfangs störte, aber das ist auch egal, denn Marilyn hat ja gesungen, sie hat ja 'ne gute Stimme gehabt, und im Film merkt man das so richtig dass Michelle sich anstrengt, hin und wieder halt, aber sie hat das Ganze mit Bravour geschafft, weil sie eines vor Augen hatte, den Fokus auf Marilyn zu richten und sich nicht ablenken zu lassen. Viel hat auch dazu beigetragen dass das Drehbuch gut war, es ist wirklich wahr, es ist ein Tagebuch, und dass ist es was viel zum Film beigetragen hat. Schon alleine die 1. Szene als Marilyn auf Colin trifft, also Michelle auf Eddie. Einfach super. So richtig knisternd.

    Teils ergreifend - 2
    Sie hat sich bei den Dreharbeiten am 23. April 1962 krankgeschrieben. Sie war fast nie da, fühlte sich miserabel und der Film mußte fast abgebrochen werden. Der letzte Auftritt Ihres Lebens in der Öffentlichkeit war als sie bei der Geburtstagsfeier von John F. Kennedy, der in sie übrigens auch verliebt war wie viele andere, er war ja ein Frauenheld, im Madison Square Garden, und das in einem hautfarbenen, von Jean Louis entworfenen Kleid, wo sie dann vor 100.000 Leuten „Happy Birthday, Mr. President“ sang.

    Naja die Fox Studios haben sie gekündigt, zuerst schreibt sie sich krank und dann singt sie 'ne Geburtstagshymne, das geht gar nicht.

    Der letzte der sie sah war Bert Sterns, der über sie 'ne Fotoserie machte. Jeder wollte sie haben, 3 Männer hatte sie, am berühmtesten war wohl die Ehe mit dem Baseballstar, Joe DiMaggio, die auch nicht lange hielt. Tja, sie war ihm zu wenig häuslich.

    Allerdings hat er sie so geliebt dass er nach Ihrem Tod 20 Jahre lang jede Woche eine rote Rose auf ihr Grab legen ließ. Sie war so fertig mit Ihren Nerven dass sie 1962 Ihren Psychoanalytiker 2 x am Tag !!! sah, und das ganze Geld für so was ausgab. Sie litt unter Manischen Depressionen und war Alkoholsüchtig.

    Die Todesursache damals war eine Überdosis des Barbiturats Nembutal was in der Tiermedizin zum Einschläfern von Tieren verwendet wird.

    Dass sie mit Justizminister Robert F. Kennedy ein Verhältnis hatte ist ein Gerücht, wie dass der Präsident sie ermorden ließ.

    Die übrig gebliebenen Tantiemen und Einnahmen von Liedern wurden von Anwälten aufgeteilt, von der Mutter die 1982 starb, von Lee Strasberg, Ihrer Produktionsfirma Marilyn Monroe LLC die 1999 gegründet wurde.

    Und was ist nun mit dem 1. Film über die Monroe?:

    Schwer zu sagen. Der englische Film behandelt die Dreharbeiten zur Filmkomödie „Der Prinz und die Tänzerin“. Der ist echt ein Meisterstück wenn man die Monroe eben mag. Der Film ist deswegen sehenswert weil er mit seinen 6,4 Mille Budget nur 30 Mille einspielte, so viel oder so wenig? Kann jeder sehen wie er will.

    Also der Cast ist super, die Monroe wird gespielt von Michelle Williams die 1980 auf die Welt kam und man sie kennt aus „Brokeback Mountain“. Der Berühmte Laurence Olivier wird gespielt von Kenneth Branagh dem die Rolle hervorragend passt weil er ein herrlicher Charakterdarsteller ist, die berühmte Paula Strasberg, die Ehefrau von Schauspiellehrer Lee wird gespielt von der unbekannten Zoë Wanamaker, die ich nicht kenne aber die spielt auch irgendwie gut in dem Biopic. Meine damalige Lieblingsdarstellerin Vivien Leigh, die ich absolut verehre, die war ja in „Vom Winde verweht“ als Hauptdarstellerin dabei, die wird gespielt von Julia Ormond, sehr passend, sehr glaubwürdig und sehr gut, ja sie passt einfach gut. Der Rest ist egal.

    Michelle hat übrigens viele Lieder im Film selber gesungen. Die Rolle der Vivien hätte Catherine Zeta-Jones spielen sollen aber die hat sich um Ehemann Douglas gekümmert, dann war Rachel Weisz im Gespräch aber die hatte auch was anderes zu tun.

    Was witzig ist, Branagh und Olivier haben beide den Hamlet im Film gespielt. Beide bekam sogar nen Oscar. Dann hatte man die Idee die süße Scarlett Johansson zu verpflichten als Marilyn aber die hat glücklicherweise abgelehnt, eh gut so, Michelle ist besser, Scarlett passt besser als Kampfhuhn in einen Marvel’s Comic Film. Man wollte sogar Elaine Hendrix verpflichten aber die war auch nicht dann die Wahl.

    Übrigens die 1990 geborene süße Emma Watson aus Harry Potter bekannt spielt in dem Film die Lucy. Die 1934 geborene Judi Dench spielt auch im Film mit, und zwar die Dame Sybil Thorndike ja 'ne kurze Rolle, aber immerhin.

  • Sehr gute Unterhaltung.
    Der Film spinnt den Mythos Marilyn Monroe nahtlos weiter. In My Week with Marilyn werden alle bekannten Facetten von ihr hervorgehoben. (Man könnte auch sagen, alle Klischees bedient, aber das muss in diesem Fall einfach so sein.) Vom liebeshungrigen Vamp zum hilflosen Kind wird alles dargeboten. Es macht Spaß, Michelle Williams dabei zuzuschauen. Und Edie Redmayne bietet auch eine sehr gelungene Leistung.