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05/12/2022

"King of Stonks": Neue Netflix-Serie der "How to sell drugs"-Macher

Erneut basiert die Story auf realen Ereignissen. Diesmal geht es um die Finanzbranche, die Hauptrolle spielt Matthias Brandt.

von Manuel Simbürger

Die Serie  "How to sell drugs online (fast)", die 2019 bis 2021 lief, ist eine der ganz wenigen deutschen Original-Netflix-Produktionen, die auch international durchstarteten und größte Anerkennung einheimsten (okay, streng genommen ist die Serie generell eine der ganz wenigen deutschen Netflix-Original-Produktionen).

Die Serie fasziniert und unterhält nicht nur, weil die schräge Grundprämisse – ein jugendlicher Nerd wird von seinem Kinderzimmer aus zum Online-Drogenbaron – auf wahren Ereignissen beruht, sondern auch dank eines irrwitzigen Mixes aus Coming-of-age-Story und Drogen-Thriller, jung-frechen Humors, überraschenden Twists und einzigartigen Charakteren. Schade, dass 2021 Schluss war mit dem Online-Drogenversand.

"King of Stonks": Absurdität in der Finanzbranche 

Kein Grund aber, Trübsal zu blasen, denn nun legen die "How to sell drugs"-Macher Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann, die auch für die aufsehenerregende Doku "Shiny Flakes" verantwortlich zeichneten, noch eins nach – und erneut basiert die Story auf realen Begebenheiten:

Die Serie "King of Stonks" startet ab 6. Juli auf Netflix und erzählt in einer vor Absurdität strotzenden und doch erschreckend authentischen Geschichte, wohin die Reise eines Unternehmens führt, in dem toxische Männlichkeit und machtbesessene EgozentrikerInnen das Sagen haben. Ein Unternehmen in einer Finanzbranche, die in verstaubten Messehotels davon träumt, ein deutsches Silicon Valley zu werden. Es geht um Doppelmoral, Narzissmus und Größenwahn. Typisch deutsch, irgendwie.

Der größte Betrüger der deutschen Nachkriegsgeschichte

Felix Armand will ganz nach oben. Weil, wenn er oben ist, dann kann er endlich ein anständiger Mensch sein. Und schließlich ist er auch das verdammte Mastermind hinter dem erfolgreichsten FinTech Unternehmen aller Zeiten und von ganz Deutschland und überhaupt: der CableCash AG.

Leider fliegt Felix schon während des Börsengangs alles um die Ohren: Geldwäsche, Anleger-Täuschung, Internetpornographie. Als Mittelständler hat man es in Deutschland mit so Methoden nicht ganz leicht in der Öffentlichkeit. Und nachdem Felix seinen ebenso megalomanischen wie esoterischen Chef Magnus aus den Klauen der Sizilianischen Mafia befreit hat, lässt der ihn auch prompt im Stich und Felix muss wieder alleine ran.
 

Die Presse, die Politik, die Unterwelt – und Magnus. Alle wollen was vom Kuchen abhaben und Felix kommt gar nicht hinterher, sie gegeneinander auszuspielen. So mausert sich Felix vom kleinen miesen Programmierer zum größten Betrüger der Deutschen Nachkriegsgeschichte. Und so ganz nebenbei gibt es auch noch Sheila Williams, die Frau, in die sich Felix auf keinen Fall verlieben sollte ... eigentlich. 

Die Hauptrollen spielen Matthias Brandt, Thomas Schubert und Larissa Sirah Herden. Netflix verspricht mit "King of Stonks" "höchste Serienqualität mit starken und bissigen Comedy-Elementen". Warten wir ab, aber die Zeichen stehen gut.


"King of Stonks" ist ab 6. Juli auf Netflix zu sehen und feiert Weltpremiere am 25. Juni auf dem Filmfest München.

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