The Wolf of Wall Street

 USA 2013
Drama, Krimi, Biografie 17.01.2014 180 min.
8.20
The Wolf of Wall Street

In den frühen 1990ern ist der New Yorker Börsenmakler Jordan Belfort in seinem Job überaus erfolgreich. Mit einer eigens gegründeten Scheinfirma verschleiert er seine Betrügereien, mit denen er seinen ausschweifenden Lebensstil und seine Drogensucht finanziert.

Belfort scheint nicht zu stoppen und scheffelt Unmengen von Geld, doch dann beginnt seine Erfolgskurve sich allmählich nach unten zu neigen. Die Justiz wird aufmerksam auf den Multi-Millionär, dem zudem Kontakte zur New Yorker Unterwelt nachgesagt werden. Als die Gesetzeshüter Belfort langsam auf die Schliche kommen, droht sein gesamtes Kartenhaus einzubrechen.

Details

Leonardo DiCaprio, Jon Favreau, Spike Jonze, Matthew McConaughey, Jonah Hill
Martin Scorsese
Howard Shore
Rodrigo Prieto
Terence Winter
UPI

Kritiken

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User Kritiken

  • Dreck - 1
    100 Millionen US $ Budget, 5 Oscar Nominierungen, 17 weitere Preise gewonnen, für 48 weitere nominiert, Super Besetzung, Martin Scorsese als Regisseur, Leonardo DiCaprio als Jordan Belfort, Jonah Hill als Donnie Azoff, Margot Robbie als Naomi Lapaglia, meine Güte sieht die gut aus, Matthew McConaughey als Mark Hanna, Jon Favreau als Manny Riskin, Jean Dujardin als Jean Jacques Saurel, und noch ein paar unbekannte.

    Kann da was schiefgehen?

    Die Handlung vom Film:

    Der am 9. Juli 1962 in New geborene Motivationstrainer hat wirklich gelebt. Er wird ja von Caprio verfilmt. Anfangen tut der Film umso um 1986 glaube ich. JORDAN ist ehrgeizig, stammt aus armen Verhältnissen und will Börsenmakler werden. Schon als Kind hat er sich für Geld interessiert, die Wall Street war nur die logische Folge seines Wunsches. Er landet in einem großen Büro beim exzentrischen MARK der ihn als neue Lösung seiner Probleme sieht, MARK ist derjenige der die Leute antreibt, JORDAN hat nur zu folgen. Der erklärt ihm in einem Crash Kurs nur eines. Der Kunde ist ein Scheißehaufen, der Kunde hat Geld, MARK und JORDAN will Geld, JORDAN soll Geld machen damit er mehr verdient, wobei auch MARK mehr verdient und alle sind glücklich. Geld ist GOTT, und als Ausgleich soll JORDAN sich aneignen täglich 2 x zu wichsen, und Kokain zu schnupfen, denn das entspannt den Körper. 70 – 80 Stunden in der Woche seien normal zu arbeiten, dafür hat er bald 'ne Million US $ im Jahr verdient, heute wären das schätze ich mal an die 2 Millionen €.

    1987 war es als JORDAN nach einem Krach eines großen Konzerns die Firma um MARK verlässt und eine eigene gründet. Er hat bald die Lizenz um als eigenständiger Börsenmakler zu arbeiten. Dieser Tag an dem JORDAN seinen Job verlässt, den gab es wirklich, es war der schwarze Montag am 19. Oktober 1987, und der war der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg, davor hat die Wirtschaft eigentlich immer einen Aufschwung erlebt. Der Dow Jones, der wichtigste Leitindex für Aktien der Welt, fiel innerhalb eines Tages um 22,6 % (508 Punkte), was den größten prozentualen Abrutsch innerhalb eines Tages in dessen Geschichte darstellt, und an dem Tag hat eben JORDAN im Film seinen Job verloren.

    Kurz darauf nach einem Vorstellungsgespräch landet er in einer abgehalfterten Bude, wo er mit Pennystocks handeln soll. Das sind Aktien die nichts wert sind. In Europa sind das Aktien, die einen Wert unter 1 EUR besitzen. In den USA ist der Sprachgebrauch allerdings anders, denn dort gelten Aktien, die unter 5 USD notieren, als Penny Stock und diese sollte JORDAN verkaufen.

    Hier gibt es, was wirklich stimmt, für Makler, Provisionen bis zu 50 % weil es eben Mist Aktien sind, und die verkauft man am Kunden, was heute teilweise noch immer üblich ist, nur unter anderen Namen. Und dort wo JORDAN war, waren auch andere die den ganzen Tag telefonieren und Kunden an Land locken, nur haben sie alle 0 Ausbildung, JORDAN aber schon und er war so erfolgreich dass er bald 50 – 70.000 US $ im Monat verdient. Dort traf er auch auf DONNIE der ebenfalls einen Job sucht und sofort kündigt als er den Gehaltsscheck von JORDAN sieht.

    Jetzt stellte sich die Frage in der Abteilung, wie kann man Kunden ködern die viel mehr Geld haben als die armen Schlucker, auf die Idee hat ihn die Frau von JORDAN, die süße TERESA PETRILLO gebracht. Und da hatte er die geniale Idee, Blue Chips zu verkaufen. Das sind ganz besondere Dinger, nämlich Aktien großer, internationaler, allgemein bekannter und angesehener Unternehmen von hoher Solidität und Bonität, die sich durch Substanz- und Ertragsstärke auszeichnen. Wie z.B. Coca Cola, Apple, IBM, Microsoft usw. würde man heute sagen.

    gut gespielt - 5
    Und weil Jonah Hill mit Scorsese drehen wollte hat er einer Lohnkürzung von 60.000 US $ zugestimmt. Übrigens Spielberg hat einen Tag mit Scorsese verbracht und ihm einige Tipps gegeben wie der 71 Jährige Regisseur eben einiges an Technik verbessern kann wie Kamerawinkel usw. Wer im Film aufpasst wird sehen dass der Schauspieler Hill falsche Zähne hat wo er lispelt also hat er sogar ein Training machen müssen, 2 Stunden am Tag das er nicht lispelt, schon arg was?

    Übrigens, Rob Reiner spielt im Film den PAPA von Leonardo, der ist bekannt aus dem 1996 er Film „Der Club der Teufelinnen“. Auch Chris Evans und Joseph Gordon-Levitt wollte mitspielen aber Scorsese lehnte ab, genauso wie bei Blake Lively und Rosie Huntington-Whiteley. Und der Darsteller von Chester Ming hat für seine Rolle 12 Kg abnehmen müssen. Und die Sexy Naomi, die Darstellerin hat hier Ihr Debut gefeiert.

    Ja was soll ich sagen. Schauspieler Top, Geschichte interessant, Dramabereich nicht so super, unterhaltend gar nicht bis wenig, zu ordinär, Drehbuch uninteressant, zu wenig über Hintergründe, guter Regisseur, ich finde den Film einfach Dreck, mir hat er nicht so gefallen daher nur 50 von 100 Punkten, sorry.

    zu pervers - 4
    Klar ist der Film hervorragend, DiCaprio hat 20 Gesichter, er ist wie James Mason, der Mann mit den 1.000 Gesichtern wie er mal genannt wurde, ja er ist ein hervorragender Schauspieler, die Musik, das Ambiente, die Kamera, einfach hervorragend, aber die Dialoge, die unnötigen Sexszenen, die langweiligen Szenen, die ganzen Sachen mit Drogen und Alkohol, das dauernd zu sehen, das ganze ist meiner Meinung nach ein dreckiger Softporno der mit guten Darstellern besetzt wird, und auch wenn ich mir so was ansehe und ich so was nicht übel finde wenn es gut gemacht ist, finde ich den Film ein stereotypischen Dreck.

    Der Film hat gute Darsteller, alle spielen echt alle sind super, die Schauspielerin der Naomi ist so was von hübsch also da hätte jeder seine Frau betrogen und da fängt das nächste Übel an, muss man denn immer im Film Sex und Crime zeigen, Ehebruch und sonstige Tabus? Ist die Gesellschaft schon so unterirdisch pervers dass sie das gut findet? Wo noch damals vor 1990 so was undenkbar wäre zu sehen im Film, die Jahreszahl ist eine Erfindung von mir, ist das heute noch normal? Wo sind wir gelandet?

    Beim Sensationsjournalismus und der leichten Kost, Ist es Kunst zu schimpfen was das Zeug hält und es zu zeigen nur weil es von einem guten Regisseur kommt? Wäre der Film weniger mit den Ausdrücken voll wäre er super und könnte „Wall Street“ von Oliver Stone Konkurrenz machen. Der Film zeigt eine Seite und eine Welt die abscheulicher nicht geht, fast hätte man mit Waffen gedealt, das fehlt noch. Wer auf Filme wie „Warlord“ steht oder wie der Film mit Nicolas Cage heißt, egal, interessiert mich jetzt nicht, dem wird der Film gefallen. Die 3 Stunden vergehen langsam, mir kam der Film lange vor, ich finde die Leute die im Kino sitzen und lachen über ordinäre Sachen, und sich freuen wenn es hart zugeht, sind meiner Meinung nach echt nicht ganz dicht in der Birne.

    Ja der Film basiert auf echten Begebenheiten, er hat auch gute Protagonisten, andere Regisseure hätten sich nicht getraut so einen Film so offen zu machen aber ist das so wichtig und unbedingt nötig? Die Nebendarsteller wie Jonah Hill sind super, keiner hat Angst gehabt oder Scheu gehabt ein Schwein darzustellen, ja super, das ganze ist eine wuchtige Achterbahnfahrt der Gefühle, nur gibt es hier nichts gefühlsmäßiges nur Irre, makabre, Orgien feiernde Geldgeile Ärsche. Wer „Pain & Gain“ gesehen hat und Gefallen hat an dem ordinären kranken Film dem wird der hier auch gefallen.

    In dem Film zeigt keiner Reue und jeder scheint nur auf Geld fixiert zu sein, ja super, das brauche ich als Film? Sicher nicht. Ich hätte auch gerne mehr über den Aktienhandel gewusst, aber das ist hier nicht der Fall. Ich glaube im Original wurde 500 x das Wort Fuck gesagt, so viel wie in keinem Film jemals zuvor. Übrigens die Kussszene mit Tante Emma und Caprio mußte 27 x gedreht werden weil Leonardo etwas Lampenfieber hatte.

    kranker Film - 3
    Was ist die Wahrheit über die Person?:

    Ridley Scott hätten den Film drehen sollten aber er lehnte ab, jedenfalls die Person gab es wirklich. Ich glaube an die 10 – 20 Jahre hätte er in Haft gehen sollen damals. Der echte Jordan hat studiert, und wollte Zahnarzt werden. Da erfuhr er dass mit dem kein Geld mehr zu verdienen war. Er war dann später Verkäufer am Markt und kam 1987 an die Wall Street, wo er für die Rothschilds tätig war. Dann hat er wirklich in Long Island angeheuert, und Penny-Stocks verkauft. Mit seinem Freund Danny Porush hat er ein Unternehmen gegründet. Bald hatte er 1.000 Beschäftigte, 35 Unternehmen hat er betreut und 10 – 20 Milliarden US $ verwaltet. Mit 26 hatte er bereits an die 50 Millionen US $ auf der Bank. Bei einem Sturm vor Sardinien ging er fast untern mit dem Schiff. Die Italienische Küstenwache hat ihn gerettet. Übrigens, einer Firma erging es wirklich schlecht wie im Film. Stratton Oakmont wurde 1997 aus der National Association of Securities Dealers wegen Betrugs der Kunden ausgeschlossen und im Jahr darauf von der United States Securities and Exchange Commission geschlossen. Und das war nicht die einzige Firma die solche Sachen machte, zu allen Zeiten hatten Geldgeile Irre die Leute ausgebeutet mit Pyramidensystemen und Geld gescheffelt.

    22 Jahre war er in Haft, 200 Millionen US $ Schaden hatte man ihm nachgewiesen, wahrscheinlich waren es eh mehr, und dann hat er durch Hilfe seines Kumpels im Knast, Tommy Chong, die Idee gehabt, sein Leben aufzuschreiben, er hat dann die Memoiren geschrieben, dass Buch wurde in 18 Sprachen übersetzt, und hat im Kinofilm einen kleinen Cameo-Auftritt. Er lebt heute in Manhattan Beach, ist Unternehmensberater und Motivationstrainer. 110 Millionen US $ hätte er zurückzahlen sollen, 11,6 Millionen hat er zurückgezahlt, der Rest ist in Drogen vergangen, Alkohol und Huren.

    Der Film, die Produktion, meine Meinung:

    Wow der Film ist irre, der Beste seit „Casino“ Unglaublich, was für ein Epos, die Preis überhäufen sich, die Schauspieler sind super, ich sage es aber gleich. Der Film ist ein Scheißdreck. Es wird gehurt, gekokst, es gibt Gruppensex, es gibt wilde Sexpartys, jedes 3. Wort ist Schwanz, Fuck, Möse, Dreckarsch, Ficken und sonst was. Der Film besteht aus fast keinen anderen Dialogen so kam es mir vor, der Film ist ein widerwärtiges Machwerk eines sonst guten Regisseurs mit guten Darstellern die super spielen, verfilmt ein Leben das wirklich selten ist, und auch wenn ich den Film gut finde, die Geschichte super, sehr lehrreich, leider auch humoristisch, der Film ist ein Dreck.

    Und zwar deswegen weil die Dialoge primitiv sind, das Drehbuch gut aber ordinär, ich schau mir doch bitte nicht so einen Film an dachte ich mir, halte bis am Ende durch und ärgere mich, der Film kriegt von mir wenige Punkt das weiß ich. Er ist ein anspruchsvoller Film ja, hätte man den Humor weggelassen wäre es ein harter ernster Film geworden der noch immer zu ordinär ist, die Szenen waren unnötig, viele Szenen sind schnell oder langsam gefilmt, der Film ist depressiv, er ist ernüchternd, er ist makaber, er ist satirisch, das Original dauerte ja 250 Minuten oder so.

    In Dubai hatte man den Film auf 130 Minuten gekürzt was ich auch richtig finde, denn die ganzen Sex und Kraftausdrücke, nein Danke. Man wollte ursprünglich mit dem fast 5 Stündigen Material einen Zweiteiler machen was nicht gegangen wäre, also hat man einen 4 Stunden Cut gemacht, nur war der zu lange, die Filmindustrie mag so was im Kino nicht, bringt ja zu wenig Geld so ein Film.

    zu ordinär - 2
    Einige Zeit später hat er ja eine Firma gegründet, Stratton Oakmont, mit einem Löwen im Logo, und einer echt geilen Werbung, und er hat bald sein Ziel erreicht, und als dann noch dazu die Journalistin vom Wall Street Journal auf ihn aufmerksam wird, hat er bald seinen Zenit erreicht, er wird der Wolf von Wall Street genannt nachdem auch der Film benannt ist.

    Wie es halt so im Leben bei einigen Leuten ist, Geld verdirbt, auch so die Meute. Man hat gehurt, gekokst, jede Droge ausprobiert, man hat Spesen gehabt, die in Millionenhöhe fast stiegen, Von Zwergen werfen, über nackte Irre, Sex bis zum Abwinken, Orgien, man hat Huren ausprobiert jeder Art, Orgien gefeiert, Gruppensex gehabt, man hat alles ausprobiert in der Öffentlichkeit, versteckt, man hat sich Häuser gekauft, jede Perversion war gut genug.

    Irgendwann nach einiger Zeit lernt JORDAN die blonde süße NAOMI LAPAGLIA kennen, die Schauspielerin ist sowas von hübsch, also da bleibt einem echt die Spucke weg, beide verlieben sich und JORDAN betrügt seine treue brave, etwas einfältige aber stets nette und wie gesagt treue Ehefrau.

    TERESA erwischt ihn, lässt sich scheiden, NAOMI und JORDAN Heiraten und verwüsten ein Hotel, fast wie in Hangover Manier, aber die 5 Millionen US $ oder was er Schade gekostet hat, dass ist bald bezahlt. Man hat ja das Geld und wenn nicht, dann werden einfach ein paar Kunden verarscht und betrogen.

    Jetzt stellt sich aber die Frage, wie kann man mehr Geld machen, denn 49 Millionen im Jahr sind zu wenig, bald ist JORDAN und seine Meute so weit dass sie Geld anbeten und süchtig danach sind. Und da kam ihm die Idee, ein Schuhunternehmen an die Börse zu geben, dass BELFORT und DONNIE gehören. Da wird aber das FBI aufmerksam, PATRICK DENHAM nimmt die Spur auf und beginnt Ermittlungen gegen JORDAN. Klar besticht JORDAN den unterbezahlten DENHAM aber der ist eben unbestechlich.

    Da beginnt man die 50 – 100 Millionen US $ in die Schweiz zu bringen, JORDAN verfällt immer mehr den Drogen, und das geht so weit dass er nicht mehr unterscheiden kann was Wirklichkeit ist und nicht, er ist so stark beeinträchtigt das er nur mehr im Rausch arbeitet und 10 – 20 Tabletten am Tag einnimmt.

    Sein Freund und Drogendealer DONNIE muss ihn immer mit stärkeren Drogen versorgen, aber bald hat nichts mehr eine Wirkung, DONNIE nimmt ja das Zeug nicht, er ist inzwischen Clean aber er verkauft an JORDAN und macht so auch Geld. Er kriegt nicht mal mit dass seine Telefonate abgehört werden und als er am Heimweg ist hat er fast einen tödlichen Unfall mit seinem Lamborghini Countach, der heute ein Oldtimer ist und so 'ne Million US $ wert ist oder so. JORDAN muss flüchten, er hat eine Yacht die er nach seiner Frau benannte und fortan geht alles von der Yacht aus, seine ganzen Geschäfte, so ist er immer mobil und im Freien.

    Kurze Zeit darauf später wird er festgenommen, er soll zurücktreten als Chef von Stratton Oakmont aber das will er nicht, und JORDAN versucht nach dem Tod seiner Tante oder Naomis Tante besser gesagt in die Schweiz nach Genf zu flüchten. Leider geht das Schiff aber bei einem Sturm unter, JORDAN wird gefunden und verhaftet, er hat Hausarrest mittels elektronischer Fußfessel und seine Frau will sich scheiden lassen. Er erschlägt fast seine Frau die sich scheiden lassen will und will mit seiner Tochter in ein anderes Land flüchten. Und so beginnt der Abstieg, auf einmal steht wieder das FBI bei ihm und macht ihm ein Angebot.

  • Ganz toll!
    Das ist ein perfekter Streifen: Es gibt zwar keine Story, die eine klare Botschaft bringt sondern es ist eine Biografie von Jordan Belfort. Leonardo DiCaprio zeigt sich in Bestform und Martin Scorses beweist, dass er dieses Handwerk beherrscht. Es ist ein epochales Zeit- und Sittengemälde und wer sich darauf nicht einlässt, sitzt falsch. Ich glaube aber auch, dass es ein richtiger Männerfilm ist - Frauen werden nicht sonderlich viel Gefallen an dem Gezeigten haben: Sei es die derbe, oft vulgäre Sprache oder seien es die Typen von Männern, die ihre Sichtweise der Welt aufdrücken. Feinfühlig darf man nicht sein und wer sensibel besaitet ist, bleibt besser im Abseits. Wer aber Freude an tollen Schauspielern und am breit ausgeführten Wallstreet-Journal haben kann, der fühlt sich wohl :-)

  • Der zahnlose Wolf
    Ein bitterböser Film, aber genial. Mit aller erdenklichen Konsequenz wird das Phänomen ‘Gier‘ dargestellt, eine der sieben Todsünden des Mittelalters. Gier in jeglicher Form, nicht nur Geldgier und Streben nach Reichtum, sondern auch in sexueller Hinsicht und in Bezug auf Drogen. Und das wird fast pausenlos und exzessiv drei Stunden lang dargeboten. Alles konzentriert sich auf die Person von Jordan Belfort. Hier liefert Leonardo DiCaprio wohl eine seiner bisher besten, weil reifsten schauspielerischen Leistungen ab. Leo schnupft, säuft und vögelt sich von Erfolg zu Erfolg. Er schafft es durch seine überragende Präsenz die Handlung durch vier Genres überzeugend zu gestalten: der Film beginnt als Erfolgsstory eines Aufsteigers, wandelt sich dann zu einer Groteske von Gier und Geld mit Anklängen von Massenpsychosen und endet als Finanzkrimi. Das geniale dabei ist, dass in allen drei Phasen immer wieder ganz persönliche, teilweise anrührende Szenen vorkommen, die zu Herzen gehen, gefolgt von dramatischer Action. Aus seiner Umgebung ist vielleicht noch Naomi, seine zweite Frau (Margot Robbie) zu erwähnen, die zwar wunderschön anzuschauen ist, sich aber keineswegs in der Rolle des blonden Dummchens erschöpft. So staunen wir über Jordans phänomenalen Aufstieg und bleiben bei seinem Abstieg nicht ungerührt. Der Film packt einen, wegen der Story und den großartigen Darstellern. Er tut weh, schockiert, macht aber auch nachdenklich.