9 Songs - 69 Minuten Rock n' Roll & sexuelle Leidenschaft

 GB 2004

Nine Songs

Romanze, Independent, Erotik 13.05.2005 69 min.
4.90
film.at poster

Acht Bands und neun Songs begleiten die außergewöhnliche Liebe zwischen einem Briten und einer Amerikanerin mit elektrisierenden und kraftvollen Live-Perfomances.

London im Sommer: Matt, ein Klimaforscher, und Lisa, eine amerikanische Austauschstudentin, lernen sich bei einem Konzert kennen und verlieben sich. Sie führen eine leidenschaftliche Beziehung - gehen gemeinsam auf Konzerte, hören Musik und haben Sex. Stets in dem Bewusstsein, dass ihre Liebe mit Lisas Rückkehr in die USA bald beendet sein wird.

Ein wunderbar offenes und ehrliches Porträt einer prickelnd erotischen Liebesbeziehung - der Film ist sexuell explizit, wie kaum ein Kinofilm bisher, und dennoch ist er nicht pornographisch. Eine authentische, melancholische und zärtliche Geschichte aus dem Alltag zweier Menschen, die der Zufall zusammenführt und deren Lebenswege sich wieder trennen.

Details

Kieran O'Brien, Margo Stilley u.a.
Michael Winterbottom
Michael Winterbottom
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Kritiken

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User Kritiken

  • Experiment grausam gescheitert
    Also ich habe mir den Film angeschaut, weil ich wissen wollte, ob ein Film zugleich geil und anspruchsvoll sein kann. Gut, ich gebe zu, ich hätte es besser wissen müssen, aber ich glaube, dass das sozusagen in der Luft liegt: Ganz viele Leute schauen Pornos, ganz viele wollen gute Filme sehen, warum sollte es also nicht möglich sein, einem Film eine gute Handlung mit guten Schauspielern zu geben, die auch richtigen Sex haben? Irgendwann ist doch auch mal der erste Kuss gezeigt worden, das ist doch auch etwas überaus Intimes. (In Filmen aus Indien gibt es das angeblich bis heute nicht, in amerikanischen und europäischen Filmen sind Küsse in Großaufnahme längst Usus und niemand hält das für verwerflich.) Tja, ich habe mir den Film angeschaut und muss sagen, dass er in mehrfacher Hinsicht eine volle Enttäuschung war:
    1. Ich habe noch nie im Kino so oft weggeschaut und so oft den Kopf geschüttelt, weil das, was ich gesehen und vor allem gehört habe, unsagbar peinlich war. Der Film war mindestens so furchtbar wie "Die Winterschläfer" von Tom Tykwer, das war damals aber Video.
    2. Bis auf eine Szene waren alle nicht im Geringsten erotisch, die Darsteller uncharismatisch bis dort hinaus, ich glaube nicht, dass die jemals wieder für einen Film engagiert werden. Und wie das Ganze noch gefilmt wird, dieses bis zum Erbrechen durchgezogene Halbdunkel ...
    3. Mag sein, dass durch die Lieder im Original so was wie eine Botschaft transportiert wird, ich habe aber die Texte nicht verstanden, obwohl mein Englisch ganz gut ist. Ich befürchte aber, dass auch da nichts herauskommt. Ich meine, wozu ist Filmdialog eigentlich da? Und wenn die Texte schon wichtig wären (man weiß ja nie), dann kann man bei der deutschen Fassung ja Untertitel machen ...
    4. Ganz schrecklich die Geschichte mit der Antarktis, man hatte das Gefühl, der Regisseur wollte sich zusätzlich noch als Naturfilmer wichtig machen oder einfach mal die Antarktis besuchen.
    5. Und irgendwann ist die "Liebesgeschichte" aus, die beiden reden weiterhin Schwachsinn, es gibt von Anfang bis Ende nicht einen Moment der Emotion, der Leidenschaft, nicht ein einziges Mal wird man gepackt oder wenigstens neugierig gemacht.
    Gemacht für den Mistkübel, dieser Film!
    Das ändert aber nichts daran, dass es mal jemand unternehmen muss und wird, Erotik und Niveau zu verbinden. Ich bin sicher, genug Leute würden sich das anschauen!

    Re:Experiment grausam gescheitert
    Ich habe den Dilm als DVD per EBAY erworben und kann nur sagen, dass ich dies bitter bereut habe.
    Ich kann dazu nicht viel mehr sagen, da Sie, Anakonda, 1:1 meine Gedanken wiedergegeben haben. Es tut gut zu wissen, dass man mit seiner Ablehnung nicht alleine dasteht.
    Betreff des Spannungsfeldes zwischen Sex und Intellektualität könnte ich Mr. Winterbottom wärmstens Jacque Rivettes "la Belle Noisieuse" (allerdings die Kurzfassung) und Atom Egoyan "Where the Truth Lies" empfehlen. Dagegen ist sein Machwerk wirklich nur ein Billigporno in des "Kaisers Neuen Kleidern" der (Pseudo)Intellektualität!

  • Amateurvideo?
    Der Film wurde in nur wenigen Tagen mit DV-Kameras gedreht - ohne Drehbuch, ohne Lichttechnik und das wird auf unangenehme Weise spürbar. Billig wirkende Konzertmitschnitte mit schwacher Kameraführung wechseln Sexszenen ab, die den lauen Phantasien eines Spätpubertierenden entsprungen zu sein scheinen.

  • ein film zum ersehen
    Habs mir heute im votiv gegeben OmU. Hat spaß gemacht. Nine Songs ist nicht der film, den ich 24 7 sehen muß, aber eine erfrischende abwechslung. Ist mehr ein film zum ersehen, weniger zum erzählen ;-).
    Habs toll gefunden, daß er (winterbottom) nicht drauf eingeht, warum die characktere macken haben. sie haben sie einfach.
    Der deutsche titel ist einfacht "beknackt"!!! Möchte gerne wissen, warum sich jemand so einen blödsin einfallen läßt. Nine Songs passt viel besser!