Punch-Drunk Love

 USA 2002
Romanze, Tragikomödie 97 min.
7.30
Punch-Drunk Love

Low-Comedy-Genie Adam Sandler als autistischer Loser in einer modernistischen Kunstkomödie von ­Highbrow-Hoffnungs­träger Paul Thomas Anderson.

Etwas muss sich ändern im unausgefüllten Leben von Barry Egan (Adam Sandler). Bevormundet und herumkommandiert von seinen sieben Schwestern, genervt von seinem neu gegründeten Kleinunternehmen im San Fernando Valley und zu unkontrollierten Aggressionsausbrüchen neigend, sammelt Barry in seiner Freizeit Gutscheine auf Puddingbechern, die ihm zahllose Bonusmeilen einbringen sollen.

Sein Leben wird noch komplizierter, als er um seiner Einsamkeit zu entkommen, bei einer Telefonsex-Nummer anruft: Die Phone Sex Sister Latisha versucht - zusammen mit ihrem brutalen Boss (Philip Seymour Hoffman) - Barry zu erpressen. Doch Barry, der auf Wolke Sieben schwebt, seit die geheimnisvolle Lena (Emily Watson) in sein Leben getreten ist, will dies mit allen Mitteln verhindern. Als Lena schließlich geschäftlich nach Hawaii reist, beschließt er, aus seinem Leben auszubrechen und ihr zu folgen. Doch ganz so einfach lassen sich die Pudding-Bonusmeilen nicht einlösen ...

Details

Adam Sandler, Emily Watson, Philip Seymour Hoffman, Luis Guzmán, Mary Lynn Rajskub
Paul Thomas Anderson
Jon Brion
Robert Elswit
Paul Thomas Anderson
Constantin, Senator-Film

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der verliebte Schläger
    Diese Krimi-Liebes-Groteske fällt aus dem üblichen Rahmen. Alle drei Bestandteile sind vorhanden, ergeben aber diese sonderbare Mischung. Ungewöhnliche Einstellungen zeigen lange Zeit nicht die Gesichter in der üblichen Großaufnahme, die Komik manch einer Situation wird oft durch Adam Sandlers Coolness konterkariert und kommt so erst zur Geltung. Daneben sind seine unverständlichen Ausraster irgendwie gewöhnungsbedürftig: sei es Adam als Rächer, der die Gangster vertrimmt oder der zum Oberganoven Philip Seymour Hoffman fährt, um ihm die Meinung zu geigen und einfach unverrichteter Dinge umkehrt. Die nervigen sieben Schwestern, von denen sich allerdings stellvertretend nur Mary-Lynn-24-Rajskub profilieren kann, bringen noch echte natürliche Komik mit.
    Voll gut soll wohl sein, dass Sandler hier einen unreifen, bindungsscheuen Single spielt, der von der hier eigenartig mädchenhaft umherspringenden Emily Watson eingefangen wird. Romantik kommt aus Hawaii, von wo sonst. Die Bettszene geht mit Absicht so ausgetretene Trampelpfade, dass es schon wieder lustig ist. Mit dem Klavier/Harmonium, dem Pudding und dem Telefonsex geht`s allerdings in die groteske Ecke. So ist es die Vielfalt, die einen hohen Wiedererkennungswert hat und zwei gute Hauptdarsteller, die den Film noch soeben über Wasser halten.
    Bleibt noch die Frage nach dem Titel: a) eine vom Punsch besoffene Liebe oder b) eine schlag-trunkene Liebe. Sandler/Watson Fans ist das wohl egal.

  • very strange des ganze
    Habe mir PDL vor ein paar Tagen im Kino angesehen und weiß noch immer nicht was ich von dem Film halten soll: War er nun gut? JA! Hatte er Tiefgang? Ansatzweise. Er hat mich auf jeden Fall auf die eine oder andere Weise sehr berührt und mir sind mehr als einmal die Tränen in die Augen geschossen. Achja->sarkastische Lacher gabs natürlich auch. Mein Tipp also: Unbedingt ansehen und selbst beurteilen!
    bussi von der zanussi :)

  • Nun...
    Hab mich schon gewundert wann der Film endlich zu uns ins Kino kommt, auf DVD gibts den ja schon recht lange in den USA !
    Aufgrund der vielen Preise und Nomminierungen konnte man sich schon im Vorfeld einiges erhoffen.
    Wenngleich, mit einem künstlerisch wertvollen Film (zumindest verbindet man "Magnolia" Regisseur Paul Thomas Anderson damit) assoziert man Adam Sandler am Allerwenigsten. Dazu stellt sich aber die Frage ob man "Punch drunk love" wirklich als solchen definieren kann. Zu Beginn sieht man sich auf jeden Fall damit konfrontiert.
    Eine sowohl inhaltlich, als auch optisch interessant gelungene Mischung erschließt sich dem Zuseher und macht neugierig auf das Folgende.
    Adam Sandler kommt sehr retardiert rüber, was angesichts seines Charakters passt aber irgendwie auch nicht passt (sein Image kriegt man nicht so leicht aus dem Kopf).

    Die Musikuntermalung ist sehr eigenwillig, und recht aussergewöhnlich gelungen (ne Mischung aus "Planet der Affen" und "American Beauty" *g) wird aber nicht alle Geschmäcker treffen.
    Aber ich will mich nicht zusehr damit aufhalten.
    Was ich äusserst irritierend aber auch irgendwie amüsant fand, war das "Punch Drunk Love" für meinen Geschmack im weiteren Verlauf mehr und mehr zu einer typischen Komödie mutiert.
    Einerseits ein witziger Effekt, andererseits
    vielleicht nicht ganz das Wahre. Aber wie dem auch sei, bildet euch eine Meinung.
    "Punch Drunk Love" hat sehr gute Momente und ganz gute Ideen.