Qualtingers Wien

 
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Was war der Weg, Qualtingers Wesen und Intentionen kompatibel zu filmischer Umsetzung zu machen, ohne das Medium und/oder den Autor zu reduzieren? Es handelt sich dabei um eine Kurve, die die Koordinaten niemals tangieren kann. Im besten Falle kommt es zu punktuellen Annäherungen.

Auch bei der Auflösung wurden Grundsatzfragen aufgeworfen. Ist bei Qualtinger nicht jeder Schnitt zuviel ein Problem als Kontrapunkt zur Dichte des Textes? Wäre hier nicht prinzipiell eine Auflösung mit wenigen Einstellungen, eine quasi "theatralische", zuträglicher? Und wenn ja, wer würde - diesen Ansatz auf das gesamte Drehbuch umgemünzt - diese Bildsprache 90 Minuten ertragen, ausgestattet mit den heutigen Sehgewohnheiten?

Abschließend lässt sich sagen, dass QUALTINGERS WIEN, so speziell die Anforderungen auch gewesen sein mögen, ähnliche Problemstellungen aufwies wie vergleichbare Literaturverfilmungen, zumindest was die Übertragung textlicher Vorlagen ins Bildliche betrifft.

Bleibt die banale Frage, ob man Qualtinger gerecht werden kann mit Interpretationen a posteriori, sei es auf literarischer oder filmischer Ebene, ob die Abstraktion sich dem Künstler annähern kann, nicht unter dem Aspekt falsch verstandener Ehrfurcht, sondern in Hinblick auf adäquates Verständnis. (Alfred Dorfer)

Länge: 88 Minuten

Details

Alfred Dorfer, Vera Borek, Roland Düringer, Wolfgang Böck, Erni Mangold, Dolores Schmidinger, Lukas Resetarits
Harald Sicheritz
Helmut Pirnat
Alfred Dorfer, Harald Sicheritz nach Vorlagen von Helmut Qualtinger

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